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Eishockey
29.04.2014

Grenzenloser Jubel: Ingolstadt zum ersten Mal Deutscher Meister

Ingolstadt ist erstmals Deutscher Meister.
Foto: Bernd Thissen, dpa

Was für eine Playoff-Serie, was für eine Saison: Erstmals in seiner Geschichte ist der ERC Ingolstadt deutscher Eishockeymeister. Im entscheidenden Spiel in Köln gab es einen 2:0-Sieg.

Drei Sekunden waren vielleicht noch zu spielen, da bereitete Timo Pielmeier schon seinen Jubel vor: Handschuhe lockern, Schläger richtig greifen. Bei Null warf der Torhüter des ERC Ingolstadt das Zeug einfach in die Ecke und wartete auf seine jubelnden Teamkollegen. Sie hatten es tatsächlich geschafft: Deutscher Meister!

Ingolstadt ist Deutscher Meister: Der Spielbericht zum Nachlesen 

Die Freude kannte keine Grenzen bei den Ingolstädtern, die noch vor drei Monaten im Leben nicht damit gerechnet hätten, überhaupt in die Nähe dieses Meisterpokals kommen zu können, der nun an der Mittellinie von den fleißigen Helfern der DEL aufgebaut wurde. Bei dem Anblick schüttelten die meisten einfach nur den Kopf – außer natürlich ihnen fiel gerade ein Kamerad um den Hals.

Bier und Sekt auf dem Eis

Die Feier auf dem Eis war gut vorbereitet. Das Spiel war keine fünf Sekunden alt, da stürmte der verletzte Altmeister Jakub Ficenec mit zwei Kartons voller Meisterkappen auf die Eisfläche. Gefolgt von Philipp Hähl, dem dritten Torhüter, der keine einzige Minute in dieser Saison gespielt hat, im Training dieser langen Play-offs aber seine wichtige Rolle gut ausgefüllt hat – und jetzt mit der Magnum-Sektflasche auch gut umging. Kurz darauf kamen die ebenfalls verletzten Eddy Rinke-Leitans und Tim Hambly sogar in voller Ausrüstung aufs Eis gefahren, um mitzujubeln.

Begossen wurde der Erfolg neben dem Sekt auch mit Ingolstädter Bier, das vorsorglich im Flieger mit nach Köln gebracht worden war. Christoph Gawlik, der im siebten Finale mit seinem unheimlich wichtigen Tor zum 1:0 kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts wieder einmal zum Play-off-Monster mutierte, leerte das erste Fläschchen in weniger als einer Minute. Dem ERC schmeckte der Erfolg offensichtlich.

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Bouck nimmt den Pott entgegen

Nach den Siegermedaillen, die alle Betreuer, Trainer und Spieler bekamen, wurde Verteidiger Patrick Köppchen zum wertvollsten Spieler der Finalserie gekürt. Die Trophäe, die er dafür erhielt, verschwand sehr schnell auf der Ingolstädter Spielerbank. Just als er seine Trophäe wegstellte, zeigte Köppchen mit einer tollen Geste, was dieses Meisterteam ausmacht: Er kletterte die Plexiglasumrandung nach oben und hob die beiden kleinen Söhne von Kapitän Tyler Bouck auf die Eisfläche, damit diese ihrem Vater beim größten – und letzten Erfolg – dessen Karriere ganz nah sein konnten.

Der ERC Ingolstadt hat seinen beispiellosen Siegeszug in den Playoffs mit dem überraschenden ersten Meistertitel der Clubgeschichte gekrönt. Die Bilder von der Final-Party.
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Sieg in Spiel 7: Ingolstadt erstmals Deutscher Meister
Foto: Marius Becker, dpa

Schließlich war da noch der große silberne Pott, denn Bouck als erster entgegennehmen durfte. Er ist das Symbol dieses einmaligen Erfolgs, mit dem niemand gerechnet hätte – und der in der Art und Weise auch ganz sicher einzigartig bleiben wird. Hoffentlich überlebte er die Rückreise im Flugzeug. Die Ausdrucksweise von Björn Barta verhieß nichts Gutes: „Wir hauen uns jetzt in den Bomber rein und dann schauen wir mal. In Ingolstadt wird ja irgendwas vorbereitet sein!“

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