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ERC Ingolstadt

31.03.2015

Hager erlöst die Panther

Stürmer schießt im dritten Halbfinal-Spiel am Dienstagabend gegen Düsseldorf nach 16.59 Minuten in der Verlängerung den 3:2-Siegtreffer

Nationalstürmer Patrick Hager hat den ERC Ingolstadt gestern Abend in der Playoff-Halbfinal-Serie gegen die Düsseldorfer EG mit 2:1 in Führung geschossen. Mit seinem Treffer nach exakt 16.59 Minuten in der Verlängerung sicherte er den Schanzern den wichtigen 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0)-Erfolg.

„Nicht nur der Sieg, auch die Tatsache, dass wir gegen Düsseldorfs Torhüter Tyler Beskorowany fünf Treffer erzielt haben, war sehr wichtig für unser Selbstvertrauen. Wir haben gesehen, dass da auch nur ein Mensch zwischen den Pfosten steht“, meinte Panther-Stürmer Brandon Buck nach dem 5:2-Erfolg am Sonntag im zweiten Aufeinandertreffen. Zur Erinnerung: Im ersten Duell, das die Rheinländer mit 2:1 nach Verlängerung für sich entschieden hatten, erwies sich Beskorowany als schier unüberwindbar und trieb die Oberbayern mit unzähligen Glanzparaden regelrecht zur Verzweiflung.

Warum der 24-jährige Kanadier in diesem Jahr zum „DEL-Torhüter des Jahres“ gekürt wurde, unterstrich er dann erneut in der gestrigen Partie. Der amtierende deutsche Meister hätte bereits im ersten Abschnitt gut und gerne drei oder vier Treffer erzielen können. Doch weder Petr Taticek (3.), der zu Beginn mit Buck und Thomas Greilinger abermals eine Sturmformation bildete (der verletzte Ryan MacMurchy stand wie schon am Sonntag nicht zur Verfügung), noch Jeffrey Szwez (4.), Buck (9./14.), Greilinger (14.), Christoph Gawlik (15.) oder John Laliberte (15.) brachten die Hartgummischeibe am „Düsseldorfer Hexer“ vorbei. Und wenn dieser dann doch einmal geschlagen war, hatte er auch noch das Glück auf seiner Seite – wie bei Lalibertes Pfostenschuss (2.) oder Jared Ross’ verzweifeltem, aber erfolglosem Versuch, den Puck ins leere DEG-Gehäuse zu bugsieren (16.).

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Allerdings agierten die Gäste auch vor dem Kasten von Timo Pielmeier durchaus gefährlich. Zwar dauerte es bis zur neunten Minute, ehe das Kreutzer-Team während einer Überzahl-Situation (Laliberte saß in der „Kühlbox“) erstmals ernsthaft bei Pielmeier „anklopfte“ – dann aber gleich richtig! Nachdem Alexei Dmitriev (10.), Ken-Andre Olimb (11.) und Alexander Thiel (12.) ihr Visier noch nicht richtig eingestellt hatten, machte es Shawn Belle wesentlich besser. Nach einem Martinsen-Zuspiel aus der eigenen Zone ging der Verteidiger alleine auf den Panther-Goalie zu und ließ diesem keine Chance – 0:1 (15.). Die Hausherren waren in dieser Situation zu weit aufgerückt und wurden dafür prompt bestraft.

Besonders bitter: Zu diesem Zeitpunkt stand Petr Taticek schon nicht mehr auf dem Eis. Der tschechische Angreifer musste bereits Mitte des ersten Drittels verletzungsbedingt in die Kabine und kehrte bis zum Ende der regulären Spielzeit nicht mehr zurück. Seinen Platz an der Seite von Greilinger und Buck übernahm Christoph Gawlik. Der künftige Düsseldorfer machte dabei seine Sache ausgezeichnet und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass es Beskorowany auch im zweiten Abschnitt von Beginn an richtig heiß wurde. Nach 28 Minuten war der Bann dann endlich gebrochen: Im Powerplay nagelte Buck das Spielgerät zum längst fälligen 1:1-Ausgleich unter die Querlatte. Ingolstadt war nun endgültig zurück im Spiel und hatte dieses vier Minuten später sogar gänzlich gedreht. In eigener Unterzahl starteten die Schanzer einen blitzsauberen Konter über Laliberte. War der US-Boy im ersten Versuch noch an Beskorowany gescheitert, legte er den Abpraller geschickt zurück auf Dustin Friesen, der zum 2:1 vollendete.

Der ERCI hatte das berühmte „Momentum“ wieder auf seiner Seite – jedoch nur bis zur 42. Minute. Patrick Hager hatte gerade seine Strafe abgesessen, als ausgerechnet Ex-Panther Travis Turnbull mit einem verdeckten Schuss auf 2:2 stellte. Da die Panther im weiteren Verlauf einige Powerplay-Möglichkeiten, darunter sogar eine 54-sekündige doppelte Überzahl, ungenutzt verstreichen ließen, ging es – wie schon im ersten Duell am Freitag – erneut in die Verlängerung. Und dort hatten die Hausherren dank einer Energieleistung von Angreifer Patrick Hager das bessere Ende auf ihrer Seite.

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Schopper, Friesen; Picard, Köppchen; Periard, Kohl; Brocklehurst – Taticek, Buck, Greilinger; Hager, Ross, Brooks; Laliberte, Hahn, Szwez; Gawlik, Barta, Davidek. – Tore: 0:1 Belle (15.), 1:1 Buck (29./PP1), 2:1 Friesen (33./SH), 2:2 Turnbull (42.), 3:2 Hager (77.). – Zu.: 4815 (ausverkauft).

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