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Eiskunstlauf bei Olympia
12.02.2022

Olympia Dopingfall: IOC will Umfeld von Walijewa untersuchen lassen

Sie sollte eine der Stars von Peking werden: die 15-jährige Walijewa. Nun soll auch ihr Umfeld untersucht werden, um den Dopingfall der Topathletin aufzuklären.
Foto: Valery Sharifulin, dpa

Im Dopingverdacht der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa gerät nun auch das Umfeld der Topathletin, wie etwa Trainer, Ärzte und Eltern, in den Blickpunkt der Ermittlungen.

Es kommt einem Worst Case für den russischen Spitzensport gleich: Erst kürzlich wurde die 15-jährige Eiskunstläuferin Kamila Walijewa vor den Olympischen Spielen während der russischen Meisterschaften im Dezember positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet. Dies bestätigte die in Olympia für Doping-Angelegenheiten zuständige Internationale Test-Agentur (ITA) in Peking. Nun hat sich im Dopingfall der Starathletin das Internationale Olympische Komitee für Ermittlungen auch im Umfeld der 15-Jährigen ausgesprochen. "Wir würden da eine harte Linie begrüßen. Auf die Entourage sollte in diesem und allen anderen Fällen geschaut werden", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Samstag in Peking. Zum Umfeld von Sportlern seien zum Beispiel Trainer, Ärzte und Eltern zu zählen. "Das ist bei einigen früheren Fällen übersehen worden", sagte Adams. Im Fall von Walijewa würden die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) diesen Aspekt des Umfelds nun auch in den Fokus nehmen.

Der Fall von Team-Olympiasiegerin Walijewa wurde erst nach dem Triumph der russischen Mannschaft bei den Winterspielen bekannt. Sind Sportler noch minderjährig, gerät auch das Team-Umfeld in den Blick. Bei Walijewa sind daher auch Trainerin Eteri Tutberidse sowie die Betreuer und Mediziner der Athletin im Fokus. Sollte einem Coach oder Betreuer nachgewiesen werden, dass sie einem Minderjährigen verbotene Substanzen verabreicht haben, sind mehrjährige Sperren möglich.

Urteil entscheidet über Startrecht von Walijewa

Nun soll der Internationale Sportgerichtshof Cas in Peking in einem Eilverfahren entscheiden, ob die vorläufige Sperre von Walijewa durch die russische Anti-Doping-Agentur aufgehoben werden soll. Davon hängt auch das Startrecht für die Topfavoritin im olympischen Damen-Einzel ab, das in wenigen Tagen am 15. Februar beginnt. IOC-Sprecher Adams versicherte, dass ein Urteil rechtzeitig gefällt werde. Den Termin der Verhandlung werde man aber nicht bekanntgeben. "Wir wollen, dass es so schnell wie möglich gelöst wird", sagte Adams. (dpa)

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