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FC Augsburg

08.10.2015

Alexander Manninger besucht Königsbrunner Förderschüler

Eine gefragtes Souvenir: Steven Vaudo und Thomas Steinborn (von links) dürfen mit FCA-Torhüter Alexander Manninger ein Selfie machen.
Bild: Michael Hochgemuth

FCA-Routinier Manninger als Fußballpädagoge: Der Torhüter kümmert sich nicht nur um die jungen Spieler beim FCA, er hat auch ein Herz für die Förderschüler in Königsbrunn.

„Klar“, sagt Alexander Manninger und stellt sich im Foyer der Christophorus-Schule in die Mitte zu Steven und Thomas für ein Selfie. Der Torhüter des FC Augsburg war gestern wie seine Kollegen und die Trainer unterwegs, um die rund 2500 Erstklässler und andere Schüler in Augsburg zu besuchen. Für die Spieler ist dies kein normaler PR-Termin. Für sie ist dieser Vormittag eine Herzensangelegenheit.

FCA-Profi gibt Autogramme für die Förderschüler des Schulzentrums

Auch für Manninger. Er verteilte geduldig im Schulzentrum Königsbrunn Turnbeutel und Autogrammkarten. Hier werden in der Brunnen-, Felsenstein- und Christophorus-Schule geistig, körperlich und lernbehinderte Kinder unterrichtet. Rektorin Sabine Müller-Stöhr freut sich, dass Manninger auch ihre Christophorus-Schule besucht hat. Dort werden lernbehinderte Kinder, die oft aus sozial schwachen Schichten kommen, gefördert. „Für meine Schüler ist es eine besondere Wertschätzung und Ansporn, dass so ein prominenter Gast auch mal den Weg in unsere Schule findet.“

Manninger selbst war in der Schule nie der große Streber. „Ich war ja immer auf dem Fußballplatz. Ich hatte oft in der Schultasche schon den Ball dabei, da mussten oft ein paar Bücher zu Hause bleiben“, erzählt er aus seiner Kindheit. Für ihn war es der richtige Weg.

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Seit über 20 Jahren ist der 38-Jährige Fußball-Profi. Hat alles erlebt. Spielte bei Arsenal, Juventus und AC Florenz. War dort auf allen internationalen Bühnen im Einsatz. Wenn auch meist als Ersatztorhüter.

Alexander Manninger ist auch im Team der Fußballpädagoge

Diese Erfahrungen machen ihn gerade jetzt in dieser Situation für den FCA wertvoll. Denn nach der ersten Belastungsprobe mit den englischen Wochen in der Europa League und in der Bundesliga sieht die Bilanz mit Platz 16 in der Bundesliga mit fünf Punkten und zwei Niederlagen in der Europa League nicht allzu gut aus. Da war bei Spielen auch Pech dabei, doch Manninger will das alleine nicht gelten lassen: „Unterm Strich ist es zu wenig.“ Er sagt: „Wir müssen eine Schaufel draufpacken, aber wir sind auf dem besten Weg, uns da rauszuziehen.“

Dabei bleibt ihm derzeit aber nur die Rolle als erfahrener Ratgeber neben dem Platz. Marwin Hitz ist klar die Nummer eins. Manninger: „Ich sehe junge Spieler, wie sie reagieren, in Situationen, in denen sie noch nicht waren. Da tun manchmal ein paar Sätze gut, da tut mal ein Training gut, in dem man sagt: Du hast es letztes Jahr gezeigt, dass du es kannst, du hast es vor zwei Jahren gezeigt, du wirst es auch dieses Jahr wieder zeigen, weil du es kannst.“

Manninger ist auf seine Art Pädagoge in Sachen Fußball, der aber auch Klartext spricht. „Der fünfte Platz war zur Gänze erkämpft. Normalität ist es nicht.“ Neuland sind schwierige Phasen für den FCA seit dem Aufstieg nicht. Besonders die Routiniers, die diese Situationen schon erlebt und überstanden haben, nimmt er in die Pflicht: „Von diesen Spielern muss man erwarten, dass sie den einen oder anderen Spieler führen, sich selbst pushen, um sich wieder an das Maximum bringen. Dann bin ich überzeugt, dass es geht. Können tun wir es und die Qualität haben wir auch.“

Spieler sollen ihren Chancen nutzen

Aber auch sich und seine Reservekollegen sieht er in diesen Tagen der Länderspielpause – der FCA muss acht Spieler abstellen – gefordert: „Jeder Spieler, der hier ist, kann jetzt die Chance nutzen. Dann hat der Trainer vielleicht eine Alternative mehr.“ Er ging am Mittwoch beim internen Testspiel gegen die eigene U23 mit bestem Beispiel voran. 3:1 gewannen die Profis. Die Spielpraxis sei wichtig, findet er: „Wir haben mit mir schon zwei, drei ältere Eisen im Ofen. Wir haben uns gefreut, mal wieder 90 Minuten in den Beinen gespürt zu haben.“

Trotzdem freut er sich auf das trainingsfreie Wochenende. Dann will der passionierte Angler sein Glück in seiner Heimat am Fuschlsee bei Salzburg probieren. Am liebsten geht er auf Raubfische, Hecht oder Renken. „Da gibt es jetzt im Oktober besonders große Exemplare. Die will ich erwischen.“

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