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FCA-Einzelkritik

31.10.2020

André Hahn belohnt sich für seinen hohen Aufwand

Matchwinner gegen Mainz: Augsburgs André Hahn.
Foto: Stefan Puchner, dpa

Plus Der Angreifer André Hahn erzielt beim 3:1-Erfolg gegen Mainz zwei Treffer. Neben ihm überzeugt ein anderer Offensivspieler.

Nach zwei Niederlagen hat der FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen den Tabellenletzten Mainz 05 gewann die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich mit 3:1. Vor allem ein Spieler ragte heraus: Doppeltorschütze André Hahn. Diese Noten verdienten sich er und seine Mitspieler beim Heimerfolg in der leeren Augsburger Arena.

Rafal Gikiewicz: Vom ersten Tag an ein Stimmungsmacher und Wortführer innerhalb des Teams. Mahnt nach Siegen ebenso wie während des Spiels. Seine Mitspieler Framberger und Vargas bekamen das diesmal zu hören, als sie allzu fahrig verteidigten. Gikiewicz dürfte am meisten geärgert haben, dass er nicht ohne Gegentreffer blieb. Note 2,5

Raphael Framberger: Spürt inzwischen den Atem von Neuzugang Robert Gumny, bislang aber als Stammkraft etabliert. Überzeugte kämpferisch und läuferisch, wirkte in Ballaktionen mitunter zu hektisch. Seinen Offensivaktionen mangelte es an Präzision. Nach einer Stunde mit Muskelverletzung am Oberschenkel ausgewechselt. Note 3,5

Jeffrey Gouweleeuw: Auf den Niederländer ist grundlegend Verlass. War auch gegen Mainz oft ein besonnener Abwehrchef, leistete sich allerdings einen folgenschweren Stellungsfehler, als er das Anspiel auf Torschütze Karim Onisiwo nicht verhindern konnte. Davor und danach mit guten Aktionen, unter anderem leitete er die Führung per langen Schlag ein. Note 3,0

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Foto: Ulrich Wagner

Carlos Gruezo ist nach einem durchwachsenen ersten Jahr inzwischen fester Bestandteil im zentralen Mittelfeld

Felix Uduokhai: Die Trainer fordern den Hünen wiederholt auf, lautstärker zu dirigieren und mehr zu organisieren. Durfte sich im Duell mit dem Mainzer Angreifer Jean-Philippe Mateta als klarer Punktsieger fühlen. Klärte, wenn es brenzlig wurde und agierte darüber hinaus umsichtig. Note 2,5

Iago: Hat sich auf der linken Abwehrseite nach dem Weggang von Max als Stammkraft festgespielt. Ringt sich selten zu offensiven Vorstößen durch, seine Flanken wurden geblockt oder waren ungenau. Zeigte in Summe ein bescheidenes Spiel, wurden die Mainzer gefährlich, dann meist über seine Seite. Muss in dieser Form um seinen Stammplatz fürchten. Note 4,5

Carlos Gruezo: Nach einem durchwachsenen ersten Jahr inzwischen fester Bestandteil im zentralen Mittelfeld. Bemühte sich in der ersten Spielhälfte um geordneten Spielaufbau, betätigte sich in der zweiten Hälfte vorwiegend als defensiver Abräumer und fand nur noch selten den Zugriff zum Gegenspieler. Note 3,0

Tobias Strobl: Ersetzte überraschend Rani Khedira und sollte in der Mitte des Spielfeldes gestalterisch tätig werden. Verpasste knapp die Führung, als er den Ball über den Scheitel streichen ließ. Von ihm kamen zu selten Impulse, absolvierte alle Aktionen gefühlt in einem Tempo. Note 3,5

Vargas knüpfte nahtlos an seine gute Leistung an

Daniel Caligiuri: Mögen die Spieler vor und neben ihm wechseln, der Routinier steht vom Anpfiff weg auf dem Feld. War in der Anfangsphase nicht frei von Fehlern, strahlte aber mit seinen Standardsituationen Gefahr aus und behauptete geschickt den Ball. Sein Aktionsradius nahm in der zweiten Spielhälfte ab. Note 3,0

Ruben Vargas: Stand nach seinem ansprechenden Auftritt in Leverkusen in der Startelf. Knüpfte nahtlos an seine gute Leistung an und war auffälligster Offensivakteur. Verfehlte zweimal die Führung, ehe er artistisch per Fallrückzieher traf. Zollte seinem Tempo in der zweiten Spielhälfte Tribut und kam nur noch selten gefährlich vors Mainzer Tor. Dürfte aber seinen angestammten Platz zurückerobert haben. Note 1,5

Michael Gregoritsch: Nach dem Trainerwechsel zu Herrlich kommt diese Saison einem Neustart gleich. Zeigte gute Ansätze, letztlich fehlte dem Österreicher jedoch die Durchschlagskraft. Besetzte in der ersten Hälfte zu selten den Strafraum als Abnehmer von Flanken. Verpasste nach 70 Minuten einen Treffer, als er den Ball links neben den Pfosten schob. Note 3,5

André Hahn: Übernahm in Abwesenheit des verletzten Florian Niederlechner den Part als aggressiver Anläufer, der die gegnerische Abwehrreihe attackiert. Bemühte sich, rackerte, absolvierte etliche intensive Läufe und belohnte sich für seinen Aufwand mit zwei Toren. Der Angreifer bleibt ein Aufsteiger dieser Saison und erinnert an jenen Hahn, der einst in Augsburg Nationalspieler wurde. Note 1,0

Finnbogason hat sich erstaunlich schnell erholt

Robert Gumny (60. für Framberger): Rückt näher an die Startelf heran und könnte nun von einer Verletzung Frambergers profitieren. Der Rechtsverteidiger legte das Hauptaugenmerk aufs Verteidigen und defensive Stabilität. Erledigte diese Aufgaben solide. Offensivaktionen seinerseits waren nicht gefragt. Note 3,0

Alfred Finnbogason (75. für Gregoritsch): Erstaunlich schnell hat sich der Isländer diesmal von einer Muskelverletzung erholt. Trainer Herrlich begründete dies mit dem allgemein fitten Zustand des Angreifers. Durch seine Einwechslung war das Angriffszentrum mit einem Strafraumstürmer besetzt. Dass just er das 2:1 per Kopfballablage vorbereitete, entsprang keinem Zufall.

Noah Sarenren Bazee (79. für Vargas): Gegen Ende der vergangenen Saison war der schnelle Flügelspieler auf dem Weg zum Stammspieler, nun musste er sich lange Zeit bis zu seinem ersten Saisoneinsatz gedulden. Seine Einwechslung machte sich in der Nachspielzeit bezahlt, bereitete den dritten Treffer nach einem Sprint vor.

Benotet werden Spieler, die mindestens 30 Minuten im Einsatz waren.

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