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FC Augsburg

09.02.2018

Chancenlos: Leipzig zeigt FCA die Grenzen auf

Martin Hinteregger (hier gegen Timo Werner) fälschte den Ball unhaltbar zum 0:2 aus Augsburger Sicht ab.
Bild: Robert Michael

Der FC Augsburg kann sich nach dem 0:2 in Leipzig nur wenig vorwerfen. Die Sachsen waren schlicht besser. Bitter verlief der Abend ausgerechnet für einen ehemaligen Leipziger.

Über die Jahre hinweg ist zwischen dem FC Augsburg und RB Leipzig eine gewisse Rivalität gewachsen. Augsburgs Präsident Klaus Hofmann wird nimmermüde, das Fußballkonstrukt der Leipziger zu kritisieren, würde ihnen am liebsten die Bundesligalizenz entziehen. Zudem sind die Erinnerungen ans Hinspiel frisch, als Daniel Baier durch eine obszöne Geste auffiel und Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl eine Entschuldigung ablehnte.

Am Freitag nun setzten sich beide Klubs mal wieder sportlich auseinander. Mit einem deutlichen Sieger. Der Favorit setzte sich vor 34.286 Zuschauern in einer intensiven Begegnung durch, Leipzig siegte 2:0 und schob sich auf den zweiten Tabellenplatz. Augsburg hingegen verpasste den Sprung auf einen internationalen Startplatz.

Augsburgs Trainer Manuel Baum hatte seine Mannschaft auf einer Position verändert. Erwartungsgemäß kehrte Rani Khedira in die Anfangsformation zurück, für den ehemaligen Leipziger musste Jan Moravék weichen. Die Leipziger hielten sich nicht lange damit auf, sich die Augsburger zurechtzulegen, schlugen ein enormes Tempo an und setzten die FCA-Defensive unter Druck. Augsburg wehrte sich vehement, stürzte sich in Zweikämpfe. Allen voran Martin Hinteregger, der sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch zur RB-Politik geäußert hat. Den Österreicher schienen die Pfiffe der Leipziger Fans, die jeden seiner Ballkontakte begleiteten, zusätzlich zu motivieren.

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Doch auch Hinteregger konnte nicht verhindern, dass Nationalspieler Timo Werner ihm entwischte. Letztlich verhinderte FCA-Torwart Hitz reaktionsschnell die Leipziger Führung (16. Minute). Wenig später rückte erneut Hitz in den Mittelpunkt. Leipzig offenbarte, dass es nicht mehr nur schnelles Umschaltspiel beherrscht, sondern auch im geordneten Ballbesitz dazugelernt hat.

Gregoritsch mit der Chance zum Ausgleich

Ein Spielzug über mehrere Stationen endete mit einer sehenswerten Direktabnahme von Yussuf Poulsen. Hitz verhinderte zunächst den Einschlag, wehrte den Ball aber ins Strafraumzentrum ab. Letztlich wuchtete RB-Innenverteidiger Dayot Upamecano den Ball mit seinem ersten Bundesligator zum verdienten 1:0 ins Netz (17.). Die Leipziger Überlegenheit drückte das Torschussverhältnis nach einer knappen halben Stunde aus: Leipzig sieben – Augsburg eins.

In der Folge agierte der FCA mutiger, suchte selbst offensive Lösungen und verbuchte sogleich die erste Torchance. Dem Schuss von Michael Gregoritsch fehlten allerdings Stärke und Genauigkeit (34.). Kurz hatte der Außenseiter Ansprüche angemeldet, ehe die Heimmannschaft einem zweiten Treffer näherkam. Erneut trat Werner vor dem Augsburger Tor in Erscheinung (37./42.).

Die viertelstündige Pause genügte den Spielern offenbar nicht, auch in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel hielten sie sich zurück. Sie gönnten sich eine Verschnaufpause, ehe sie den Schlagabtausch nochmals intensivierten. Augsburg mühte sich, hatte der Geschwindigkeit von RB allerdings in dieser Phase wenig entgegenzusetzen. Werner (59.) und Bruma (60.) versäumten den zweiten Treffer. Mitten hinein in die nächste Drangphase der Leipziger setzte FCA-Kapitän Daniel Baier einen gefährlichen Torschuss, den Leipzigs Torwart Peter Gulasci entschärfte (67.). Wenig später war die Partie mit dem 2:0 prinzipiell entschieden. Ausgerechnet Augsburgs Abwehrkämpfer Hinteregger fälschte einen Freistoß von Naby Keita derart ab, dass Hitz vergeblich den Fuß reckte. Weil Kevin Kampls Freistoß an die Latte donnerte (79.) und Hitz einen Poulsen-Schuss aus dem Eck tauchte (82.), änderte sich am Ergebnis nichts mehr.

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