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FC Augsburg

22.07.2019

Der FCA ist im Trainingslager: Fünf Fragen zum Start

Im Zuge des Umbruchs arbeitet der Trainer des FC Augsburg Martin Schmidt mit etlichen Neuzugängen zusammen
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Auf die Enttäuschungen der vergangenen Saison haben die FCA-Verantwortlichen mit personellen Veränderungen reagiert. Eine Schlüsselposition ist noch unbesetzt.

Werden vor einer Spielzeit Abstiegskandidaten benannt, ordnen Fachleute wiederholt den FC Augsburg diesem Kreis zu. Diesen Prognosen zum Trotz geht der Klub aus Bayerisch-Schwaben inzwischen in seine neunte Bundesligasaison. Zugetraut hätten dies dem FCA wohl die wenigsten. Über welche Leistungsstärke die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt in der kommenden Saison verfügt, lässt sich schwerlich einschätzen. Das hat mit dem Personal zu tun. Seit dem Sonntag befindet sich der Bundesligist im Trainingslager in Bad Häring, nahe Kufstein in Tirol. Neben den täglichen Übungseinheiten gilt die Konzentration dort den beiden Testspielen gegen Galatasaray Istanbul (Donnerstag, 19 Uhr, in Innsbruck) und dem FC Villarreal (Freitag, 18 Uhr, in Schwaz).

Welchen Ruf genießt Trainer Schmidt in Augsburg?

Fans und Verantwortliche schätzen die offene Art des Schweizers, der oft in Augsburgs Innenstadt anzutreffen ist. Vorzeitig sicherte der 52-Jährige den Ligaverbleib, doch auch er lernte die Extreme des FCA-Teams kennen. Schmidt saß beim 6:0 gegen Stuttgart ebenso auf der Bank wie beim 1:8 in Wolfsburg. Der Schweizer gilt als Motivator, der Spieler mit seiner emotionalen und energetischen Art packt. Im Abstiegskampf war dieses Mittel effektvoll. Nun muss er der Mannschaft einen Plan an die Hand geben, mit dem sie Konstanz in ihre Leistungen bringt und langfristig erfolgreich sein kann.

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Wie gefestigt ist Schmidts Position?

In der Vergangenheit ließen sich Augsburgs Entscheider von öffentlichem Druck nicht beeindrucken. Geradezu trotzig wirkte ihr Festhalten an Trainern in Krisenzeiten. Schmidt, der ehemalige Extremsportler, der körperliche Herausforderungen liebt, ist eine interessante Persönlichkeit. Seine kumpelhafte Art kommt an. Jüngst stärkte Schmidt mit „Impulstagen“ in seinen geliebten Schweizer Bergen das Gemeinschaftsgefühl. Zu freundschaftlich sollte das Verhältnis zu den Spielern nicht werden. Dem ehemaligen Trainer Manuel Baum wurden unter anderem Disziplinlosigkeiten auf und abseits des Rasens zum Verhängnis. Diese störten das Binnenklima und sorgten auf dem Platz für fehlenden Zusammenhalt.

FC Augsburg, Trainingslager Bad Häring,
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FC Augsburg bezieht Trainingslager in Tirol - die Bilder vom ersten Tag
Bild: Klaus Rainer Krieger

Warum fällt der personelle Umbruch derart gewaltig aus?

In der vergangenen Saison fand im Kader kein Konkurrenzkampf statt, die Besetzung der Stammelf schien zementiert. Den Ergänzungsspielern fehlte die Qualität, Druck auszuüben. Dieser Umstand wirkte sich negativ auf die Leistungen der Mannschaft aus. Zudem mangelte es Stammspielern mitunter an der Einstellung, offenkundig wurde dies in teils hohen Rückrunden-Niederlagen. Sportchef Stefan Reuter wollte sich daher verstärkt um Neuzugänge bemühen, die den FCA als Chance sehen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Und entsprechend motiviert ihr Tagwerk verrichten. Ein entscheidender Erfolgsfaktor könnten Treffer von Alfred Finnbogason werden. In der Vergangenheit verpasste der isländische Angreifer etliche Begegnungen wegen langwieriger Verletzungen.

Mit welchem Kader geht der FCA in die Saison?

Bis Transferschluss am 2. September wird sich der Kader noch verändern. Der Wechsel Martin Hintereggers zu Eintracht Frankfurt rückt näher , weiterhin wird über einen Weggang von Michael Gregoritsch sowie Philipp Max spekuliert. Reuter scheint diesbezüglich gesprächsbereit. Für etliche Mannschaftsteile hat der Klub bereits neues Personal verpflichtet, vakant ist neben der Torhüterstelle die Position des Rechtsverteidigers. Interessante Personalien sind die beiden Südamerikaner Iago und Carlos Gruezo sowie der Schweizer Ruben Vargas und der Däne Mads Pedersen. Noch ist schwer einzuschätzen, ob sie die erhofften Verstärkungen darstellen.

FCA
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Das ist der FCA-Kader für die Saison 2019/20
Bild: Ulrich Wagner

Wer hütet künftig das Tor?

Über Jahre hinweg herrschte auf dieser Schlüsselposition Konstanz. Seit dem Abschied von Marwin Hitz setzte der FCA drei Torhüter ein. Weder Fabian Giefer noch Andreas Luthe erfüllten die Erwartungen des Klubs; mit Leihspieler Gregor Kobel hätten die Augsburger gerne länger zusammengearbeitet, er entschied sich jedoch für den VfB Stuttgart. Dass erneut Giefer oder Luthe zum Zug kommen, scheint unwahrscheinlich. Eher wird der FCA demnächst mit Yvon Mvogo von RB Leipzig eine neue Nummer eins verpflichten. Der 25-Jährige wäre der nächste Schweizer in Augsburgs Tor.

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