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FC Augsburg

08.04.2018

Einzelkritik: FC Bayern zeigte dem FCA Grenzen auf

Sandro Wagner (hinten) von München im Zweikampf gegen Sergio Cordova vom FC Augsburg.
Bild: Andreas Gebert, dpa

Gegen den FC Bayern spielt der FCA erst mutig, ergibt sich dann aber seinem Schicksal. Ein spezieller Moment im Spiel war dafür entscheidend. Die Einzelkritik.

Unübersehbar waren die Parallelen zum Hinspiel zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bayern. Eine halbe Stunde lang wehrte sich der Außenseiter und ging das Tempo der Münchner mit, ehe der alte und neue deutsche Meister die Bundesligapartie in der ausverkauften Augsburger Arena entschied und 4:1 (2:1) gewann. Die B-Elf der Bayern zeigte den Gastgebern die Grenzen auf. Die FCA-Spieler in der Einzelkritik:

Marwin Hitz Dass der Schweizer an diesem Nachmittag des Öfteren im Mittelpunkt stehen würde, davon war auszugehen. Zunächst war er jedoch wenig beschäftigt. Auf die Ruhe folgte der Sturm. Innerhalb weniger Minuten musste er sich zweimal geschlagen geben, bei beiden Gegentreffern war er schuldlos. Auch nach der Pause ohne Glanzparaden, aber mit zwei Gegentoren. Note 3,5

Jeffrey Gouweleeuw Augsburg-Schreck Robert Lewandowski saß auf der Ersatzbank, Sandro Wagner bringt allerdings ebenso Qualitäten mit. Gouweleeuw lieferte als rechter Part der Dreier-Abwehrkette eine durchwachsene Partie ab, nicht jedes Anspiel fand den Mitspieler, mancher Zweikampf ging verloren. Beim vierten Gegentreffer ließ er sich von Wagner abschütteln. Note 4,0

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Rani Khedira Ihm kam als zentraler Mann der Abwehrformation eine bedeutende Rolle zu. Traf öfter als die Kollegen auf Bayerns Wagner. Lieferte sich verbale und körperliche Auseinandersetzungen mit dem kantigen Unruheherd. Khedira war meist Gewinner des Duells und sorgte für einen unbefriedigenden Nachmittag Wagners, der zusehends zauderte. Note 3,0

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Bild: Ulrich Wagner

Martin Hinteregger Sollte im Verbund mit Linksverteidiger Philipp Max die Kreise von Arjen Robben einengen. Wirkte mitunter hüftsteif, wenn der Münchner seine Haken setzte. Hielt körperlich dagegen. In der zweiten Hälfte kam er allerdings vermehrt zu spät, wenn Robben mit Ball am Fuß Tempo aufnahm. Note 4,5

Jonathan Schmid Mitte der zweiten Hälfte blickte er Mitten in die Sonne und der Ball segelte, ohne angenommen zu werden, an Schmid vorbei ins Seitenaus. Auch darüber hinaus wollte ihm wenig gelingen - abgesehen von einer ansprechenden Flanke auf Gregoritsch. Hätte beim Ausgleichstreffer einrücken müssen. Note 5,0

Ja-Cheol Koo Der Südkoreaner verkörperte bereits in den Anfangssekunden die aggressive Linie seiner Mannschaft, als er Münchens Rafinha regelwidrig abräumte. Koo spulte ein hohes Laufpensum ab und verdichtete zusammen mit Kapitän Baier das defensive Mittelfeld. Zumindest versuchte er dies. Hatte in der zweiten Hälfte, als die Münchner das Bällchen laufen ließen, oft das Nachsehen. Note 4,5

Daniel Baier Wie seine Mitspieler schlug der Kapitän in der ersten halben Stunde extremes Tempo an und attackierte aggressiv. Das ging zu Lasten der restlichen Spielzeit. Baier ging weite Wege, aber auch er hatte der Münchner Mittelfeldüberlegenheit nichts entgegenzusetzen. Note 4,0

Was Philipp Max von Joshua Kimmich lernen kann

Philipp Max Hatte nominell die Aufgabe, den Bewegungsdrang von Arjen Robben einzudämmen. Auf dem Rasen sah er sich zunächst meist Joshua Kimmich gegenüber. Spielte eine ordentliche halbe Stunde, danach oft überfordert. Beim Ausgleich hätte er Kimmich energischer am Flanken hindern müssen, vor dem 1:2 schob der Münchner dem Augsburger den Ball durch die Beine. Dass nach der Pause Robben aufdrehte, kam für Max erschwerend hinzu. Note 5,0

Michael Gregoritsch Rückte ins offensive Mittelfeld, weil Trainer Baum im Angriff auf Córdova setzte. Wirkte in der Anfangsphase engagiert, entwickelte Zug zum Tor, tauchte mit Verlauf des Spiels aber immer mehr ab. Verbuchte eine der ganz wenigen Augsburger Torchancen in Hälfte zwei. Hatte angekündigt, den Bayern nicht beim Feiern zuschauen zu wollen. Musste er später aber. Note 4,5

Caiuby Als zweiter Angreifer aufgeboten. Nervte zunächst die bajuwarischen Abwehrspieler, weil er sie permanent anlief. Als die Kraft aufgebraucht war, fand Caiuby offensiv kaum noch statt. Ihm unterliefen Abspielfehler und er kam selten in einen Zweikampf. Note 4,0

Sergio Córdova Nicht Alfred Finnbogason stürmte an vorderster Front, sondern der Nachwuchsprofi aus Venezuela. Letztlich bugsierte Bayerns Süle den Ball über die Linie, größtenteils sorgte aber Córdova mit seinem forschen Einsatz gegen Boateng für Augsburgs Führung. Mitunter hatte Córdova Verständigungsprobleme in seinem zweiten Spiel in der Startelf, nicht jeder Laufweg im taktischen Gefüge schien ihm bekannt. Hatte einen schweren Stand gegen Bayerns Innenverteidiger. Note 4,5

Marco Richter (63. Minute für Córdova) Traute sich mit Ball am Fuß etwas zu, wurde allerdings oft von einem Bayernspieler gestoppt. Für ihn dürften die 30 Minuten Einsatz lehrreich gewesen sein.

Jan Moravek (80. für Gregoritsch) Wirkt körperlich robuster als früher. Kam ins Spiel, als dieses längst entschieden war. Versuchte in die Zweikämpfe zu kommen, dies gelang ihm selten.

Christoph Janker (89. für Baier) Kam zu seinem dritten Einsatz in dieser Spielzeit. Wirklich gelohnt hat er sich für ihn nicht, kurz darauf war Schluss.

Benotet werden Spieler, die mindestens 30 Minuten im Einsatz waren.

Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.

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