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FC Augsburg
05.04.2014

Der FCA schafft die Sensation und schlägt den FC Bayern mit 1:0

Foto: Stefan Puchner

Dem FC Augsburg gelingt die Sensation. Die großen Bayern sind in der Bundesliga doch noch zu schlagen. Der FCA stoppt die Siegesserie des FC Bayern und gewinnt mit 1:0.

Samstag, 17. 22 Uhr: Der FC Augsburg schreibt Bundesliga-Geschichte. 53 Spiele war der FC Bayern München in der Belatage des deutschen  Fußballs ungeschlagen. Doch in der mit 30.660 Zuschauern ausverkauften SGL-Arena erwischte es den deutschen Meister erstmals wieder seit Oktober 2012 (1:2 gegen Bayer Leverkusen), der FCA bezwang den hohen Favoriten aus der Landeshauptstadt mit 1:0. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Gräfe glich das Stadion einem Tollhaus. Schütze des Siegtreffers war Sascha Mölders, der Nationaltorhüter Manuel Neuer nach 31. Minute bezwingen konnte.

Trainer Markus Weinzierl freute sich auf die Partie: "Das Derby gegen die Bayern ist immer etwas Besonderes und wir werden versuchen zu punkten." Personell musste der Trainer gegen den  Deutschen Meister einige Veränderungen vornehmen. "Unsere Verletztenliste ist sehr lang", klagte Weinzierl. Denn neben den Verletzten  Tobias Werner (Bruch der Augenhöhle),  Ragnar Klavan (Adduktorenprobleme), Dong-Won Ji (Oberschenkelverletzung), Jan Moravek (Oberschenkelverletzung) musste auch Kevin Vogt (Grippe) pausieren. Zudem war André Hahn nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrt. "Wir wollen eine gute Leistung zeigen und  auch punkten," gab sich der  39-jährige Fußballlehrer kämpferisch. Raphael Holzhauser, Alexander Esswein, Jeong-Ho Hong, Dominik Kohr und Sacha Mölders rückten neu ins Team.

Für den FC Bayern ist die Bundesliga schon vorbei

  Die Partie in Augsburg kam den Münchnern offenbar völlig gelegen. "Die Bundesliga ist für uns vorbei. Unser Ziel ist der nächste Mittwoch, ist die Champions League, da geht es um unsere  Zukunft", sagte Trainer Pep Guardiola vor der Partie. So war das Spiel vor dem Match  gegen Manchester United am kommenden Mittwoch offenbar nur eine Pflichtaufgabe. Dementsprechend sah auch die Aufstellung aus. Mit Mitchell Weiser, Pielle Emile Hojbjerg und Ylli Sallahi stand gleich ein junges Trio aus der Regionalligamannschaft in der Anfangsformation. Wobei letzterer, ein Österreicher, sein Debüt im Oberhaus gab. Allerdings, Superstars wie Manuel Neuer, Javier Martinez, Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos waren von Beginn an dabei.

Doch der FCA nahm das Heft von der ersten Minute in die Hand. Das Weinzierl-Team griff den Meister früh an, setzte den Gegner unter Druck und ließ so dessen  gefürchtete Kombinations-Maschinerie nicht in Fahrt kommen. Selbst erspielten sich die Hausherren von Beginn an einige sehr gute Möglichkeiten. Doch bei Schüssen von Matthias Ostrzolek, (2. Minute),  Sascha Mölders  (11.), und Halil Altintop (26.)  stand Bayern-Keeper Manuel Neuer (26.) im Weg. Vor allen Dingen bei der Chance von Altintop demonstrierte Neuer seine Klasse. Doch fünf Minute später war der  Nationaltorhüter geschlagen. Daniel Baier erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball, passte auf Mölders und dieser hämmerte das Spielgerät mit links unter die  Latte (31.). Riesenjubel in der Arena, zumal der FCA die Partie weiter im Griff hatte. Denn in der Offensive agierte der Triple-Sieger äußerst harmlos, dem Augsburger Tor drohte nur ein Mal Gefahr. Doch der 20-Meter-Schuss von Xherdan Shaqiri (10.) zischte um Zentimeter am Augsburger Gehäuse vorbei. Bewerten Sie die Spieler des FC Augsburg

Nach der Pause reagierte Guardiola auf die bescheidene Offensivvorstellung seines Teams und brachte mit  Mario Götze für Shaqiri einen weiteren Nationalspieler auf den Platz, etwas später kam auch David Alaba und nach einer Stunde auch noch Thomas Müller.  Klar, der spanische Coach wollte das Spiel gewinnen, setzte voll auf Angriff und  seine Mannschaft dominierte nun das Geschehen. Doch die Gastgeber versteckten sich nicht und so entwickelte sich eine Partie mit Tempo, Klasse und Rasse. Esswein hätte nach 52 Minuten die Augsburger Führung ausbauen können, doch erneut war Neuer Endstation. Was dann folgte, war ein einziger Bayern-Sturmlauf, eine Angriffslawine nach der anderen rollte auf das Augsburger Tor. Glück für die Hausherren, dass Alaba nur den Pfosten traf (68.) und Mandzukics Kopfball das Ziel verfehlte (73.), was sonst noch auf sein Tor kam, hielt der überragende Jung-Ehemann Marwin Hitz.

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