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FC Augsburg
17.11.2017

Hitz erwartet kein erneutes Debakel gegen Bayern: "Sind besser in Form"

FCA-Torwart Marwin Hitz musste gegen den FC Bayern schon so einigen Treffer einstecken.
Foto: Stefan Puchner, dpa

Auf FCA-Torhüter Marwin Hitz wartet gegen die Offensive des FC Bayern ein ereignisreicher Nachmittag. Wie der Schweizer das Debakel im Frühjahr und seine Zukunft sieht.

Die Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in München ist bereits fortgeschritten, Fragen wurden gestellt und beantwortet, als sich Marwin Hitz zu seiner Zukunft äußern soll. Für den Schweizer kommt diese Frage wenig überraschend, oft wurde sie ihm zuletzt gestellt. Hitz lächelt, ehe er antwortet. Während seiner Karriere habe er noch nie über Verträge gesprochen, teilt er mit, und er wolle das weiterhin so handhaben. „Ich werde mich deshalb dazu nicht näher äußern.“ Punkt.

Somit bleibt ungeklärt, was Hitz vorhat, wenn sein Vertrag im Sommer nächsten Jahres endet. Der Nationalspieler ist in einer komfortablen Situation, könnte dann ablösefrei zu einem anderen Klub wechseln. Seine Ausgangslage ist zudem vielversprechend, weil sich Hitz in ausgezeichneter Form befindet. Ganz allgemein präsentiert sich der FCA in der laufenden Runde defensiv äußerst stabil – elf Gegentore in elf Begegnungen zeugen davon –, kam dennoch ein gegnerischer Angreifer zum Torabschluss, verhinderte in etlichen Fällen Hitz den Einschlag.

FC Augsburg sieht sich gegen FC Bayern nicht chancenlos

Nun allerdings trifft der FCA auf den schwerstmöglichen Gegner der Bundesliga, das Auswärtsspiel beim FC Bayern München steht an (Samstag, 15.30 Uhr). Doch selbst der schier übermächtige Gegner versetzt die Augsburger in keinen Ausnahmezustand. In der siebten Saison bleiben die Aufeinandertreffen mit dem deutschen Ausnahmeklub Höhepunkte. Weil sie sich aber wiederholen, werden sie zusehends Normalität.

Entsprechend unaufgeregt wirken FCA-Trainer Manuel Baum und Hitz vor der nächsten Begegnung mit den Münchnern. Baum liefert eine schlüssige Erklärung, warum er die Partie nicht allzu hoch hängen will. „Umkehrschluss wäre, das nächste Spiel ist weniger wichtig. Und das ist definitiv nicht der Fall.“

Am Samstag erwartet die Fans ein spannendes Duell in der Allianz Arena: Die Bayern gegen den FCA. Beim letzten Spiel gab es eine bittere Niederlage für den FCA.
Video: rt1.tv

Nach dem Auswärtsspiel in München empfängt der FCA den VfL Wolfsburg. In dieser Partie scheinen die Erfolgsaussichten weitaus höher als am morgigen Samstag. Dass sich die Augsburger auch in München nicht chancenlos sehen, ergibt sich aus der Ausgangslage, die sich vor einem Duell der beiden Klubs gewandelt hat.

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Klar, die Münchner spielen weiterhin in einer eigenen Liga, gegenüber seinen Anfängen in der Bundesliga geht der FCA aber nicht mehr so aussichtslos in Begegnungen. Inzwischen ist Augsburg zum sportlich ernst zu nehmenden Konkurrenten erwachsen. Beleg dafür sind zahlreiche Nationalspieler, die der FCA während Länderspielpausen abstellen muss.

Auswärtsspiel gegen FC Bayern im April endete mit Debakel

Zuversichtlich stimmt die Augsburger überdies der bisherige Saisonverlauf. Selbst gegen die Spitzenteams aus Dortmund, Hoffenheim oder Leipzig setzten sie ihre Spielidee mit aggressiver Verteidigung und schnellem Umschaltspiel erfolgreich um. Dass der Abstand des FCA zu einem Europa-League-Startplatz lediglich zwei Punkte beträgt, basiert nicht auf Zufall. Torhüter Hitz bestätigt, aufgrund des bisherigen Auftretens gehe man mit einem guten Gefühl in die Begegnung. Er sagt: „Wir haben gesehen, dass wir auch gegen Top-Mannschaften Möglichkeiten haben.“

Erinnerungen an das jüngste Aufeinandertreffen sollen die Vorbereitung nicht beeinträchtigen. Das Auswärtsspiel im April endete in einem 0:6-Debakel und bildete den Auftakt einer grausigen englischen Woche mit weiteren Niederlagen gegen Ingolstadt und Berlin. Hitz blickt bewusst nach vorne. „Das ist ein komplett anderes Spiel. Wir sind besser in Form, haben einen guten Lauf“, betont er. Wenn man die Ideen des Trainers umsetze, werde es diesmal bedeutend besser laufen, mutmaßt Hitz.

Sein Trainer kennt die Münchner bestens, für den TV-Sender Sky analysiert Baum gelegentlich Champions-League-Spiele mit Münchner Beteiligung. Das helfe natürlich, meint der 38-Jährige. Pragmatisch räumt er aber ein, man werde kein Spiel gewinnen, nur weil er ein paar Spiele mehr vom Gegner angeschaut habe. Verzichten muss Baum auf Verteidiger Martin Hinteregger und Angreifer Sergio Córdova (beide Sprunggelenk).

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