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FC Augsburg

14.02.2019

FCA-Profi Caiuby wechselt auf Leihbasis in die Schweiz

Caiuby wechselt zu den Grasshoppers Zürich.
Bild: Ulrich Wagner

Beim FC Augsburg hat der 30-jährige Skandalprofi keine Zukunft mehr und ist suspendiert. Nun steht ein Transfer in die Schweizer Liga an.

Die Zeit von Caiuby beim FC Augsburg ist abgelaufen: Nachdem er seinen Winterurlaub eigenmächtig um 22 Tage verlängert hatte, wurde er Ende Januar vom Klub freigestellt. Es war die letzte von vielen Eskapaden. Nun hat der 30-Jährige einen neuen Verein gefunden. Der Brasilianer wechselt auf Leihbasis zu Grasshoppers Zürich, wie der FC Augsburg am Donnerstagmittag mitteilte. Der Vertrag gilt bis zum Saisonende.

"Wir hatten Caiuby deutlich gemacht, dass er aktuell keine Zukunft in Augsburg hat. Mit Zürich haben wir nun eine Lösung gefunden, die für alle Parteien vorteilhaft ist. Daher haben wir dem Wechsel zugestimmt", sagte Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA.

In Zürich ist Ex-Bayern-Profi Thorsten Fink seit April 2018 Trainer. Caiuby soll dort den Medizincheck absolvieren und leihweise bei den Grasshoppers spielen. Sportlich läuft es bei dem Traditionsklub mäßig: Aktuell ist der Klub Vorletzter der Tabelle. Ob der Brasilianer aber sofort eine Verstärkung ist und im nächsten Ligaspiel gegen den Tabellenletzten Xamax Neuchatel (Sonntag, 17. Februar) spielt, ist mehr als fraglich: Nach seinem verlängerten Urlaub bot ihm der FCA zwar ein Einzeltraining an. Wie FCA-Trainer Manuel Baum zuletzt bestätigte, lehnte der Brasilianer dies aber ab.

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Dass Caiuby gleich spielbereit ist, ist unwahrscheinlich

Dass sich Caiuby in seinem "Sonderurlaub" anderweitig fit gehalten hat und sich damit in Wettkampfform befindet, darf zumindest bezweifelt werden: Zuletzt veröffentlichte er auf dem sozialen Netzwerk Instagram Fotos, die ihn beim Sonnenbaden mit seinem Sohn in Brasilien zeigen. Der fünf Jahre alte Junge lebt bei seiner Mutter in Südamerika. In seine Heimat zu wechseln, hatte Caiuby zuletzt als die ihm liebste Variante bezeichnet. "In Deutschland zu bleiben, ist nicht gerade die Option, die mir zusagt", hatte er Mitte Januar in einem Interview mit dem brasilianischen Internetportal UOL Esporte  gesagt.

Bei dem Schweizer Rekordmeister (27 Meisterschaften), der zuletzt schon Yoric Ravet vom SC Freiburg losgeeist hatte, steht bereits ein ehemaliger FCA-Spieler unter Vertrag. Der Österreicher Raphael Holzhauser war im Sommer 2018 von Austria Wien nach Zürich gekommen. Beim FCA spielte er in der Saison 2013/14, lief in 13 Bundesliga- und drei Pokalpartien für Augsburg auf. Für Zürich kommt der Mittelfeldspieler in 16 Spielen auf drei Tore.

Das Amtsgericht hat gegen Caiuby einen Strafbefehl erlassen

Zuletzt hatte Caiuby wieder Schlagzeilen mit seinen Eskapaden abseits des Platzes gesorgt: Weil er im Augsburger Nachtleben einen heute 26-Jährigen mit einem Kopfstoß verletzt hatte, hatte das Augsburger Amtsgericht einen Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung  erlassen. Demnach soll Caiuby eine Geldstrafe von "über 90 Tagessätzen" bezahlen. Die Geldstrafe dürfte dabei bei mindestens 67.500 Euro liegen (entspricht 90 Tagessätzen zu jeweils 750 Euro), also zusätzlich 45.000 Euro zahlen. Aus juristischer Sicht noch heikler: Ab einer Strafe von mehr als 90 Tagen bekommt der Verurteilte einen Eintrag ins Bundeszentralregister und gilt damit als vorbestraft. Ob Caiuby den Strafbefehl akzeptiert, ist bislang unklar. (eisl)

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15.02.2019

Coool, die Schweiz war schon immer die "neutrale Insel" im Ozean der finanziellen Verzweiflung, odrr?

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14.02.2019

Geht jetzt im Sport die Verarsche auch schon los. Was wurde uns erzählt von familiären Problemen und daß der Brasilianer nicht mehr in Europa spielen möchte. Nicht daß ich ihn vermisse, aber interessant wäre schon zu wissen, was da beim FCA wirklich vorgefallen ist.

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