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FC Augsburg

25.09.2019

FCA-Trainer Schmidt: "Wenn wir den Ball haben, dann knallt's"

FCA-Trainer Martin Schmidt geht optimistisch ins Spiel gegen Leverkusen am Samstag.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Gegen den Angstgegner Leverkusen rechnet sich FCA-Trainer Martin Schmidt Chancen aus. Aber auch er hat schon eine Klatsche gegen diese Mannschaft erlebt.

Der Friseur hat ganze Arbeit geleistet, aber die Frisur sitzt. Martin Schmidt startete am Dienstag seine Trainingseinheit beim FC Augsburg im neuen Look. Die langen Haare fielen der Schere zum Opfer und seine Schirmmütze hat der Trainer des Fußball-Bundesligisten ebenfalls gewechselt – der Coach bevorzugt jetzt weiß anstatt schwarz. "Schönheitskorrekturen" hatte der Schweizer Coach zuletzt auch immer wieder bei seiner Mannschaft vornehmen müssen – mit Erfolg.

Nach einem schwachen Start hat sich der FCA deutlich gesteigert. Belohnt wurde dies mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen gegen Frankfurt (2:1) und in Freiburg (1:1). Doch die Aufgabe am Samstag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen dürfte um einen Tick härter werden.

Eine Klatsche gegen Leverkusen hat sich Martin Schmidt schon abgeholt

Auch Schmidt bekam die spielerische Wucht von Bayer Leverkusen in seiner Augsburger Zeit schon zu spüren. Als der 52-Jährige im April dieses Jahres Manuel Baum ablöste, feierte er mit zwei Siegen (3:1 in Frankfurt und 6:0 gegen Stuttgart) einen sensationellen Einstand, ehe sein Team gegen Leverkusen chancenlos mit 1:4 unter die Räder kam. Bayer ist auch die einzige Mannschaft, gegen die der FCA seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse noch nie gewonnen hat.

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"Die spielen unter Trainer Peter Bosz einen sehr dominanten Fußball", sagt Schmidt und zählt mit Karim Bellarabi, Kai Havertz, Kevin Volland, Lucas Alario oder Wendell nur einen Teil der spielerischen Qualität auf. Schmidt kann sich auch vorstellen, wie die Partie in etwa ablaufen wird: "Es wird sicherlich ein Spiel werden, wo der Ball oft auf Leverkusener Seite sein wird. Aber wenn wir den Ball haben, dann knallt’s und wir wissen, wo wir hinmüssen. Ich kann mir vorstellen, dass die Partie in eine ähnliche Richtung gehen wird wie das Frankfurt-Spiel."

Vermutlich wird Schmidt gegen Leverkusen auf Stürmer Marco Richter verzichten müssen, der sich in Freiburg eine Muskelverletzung zugezogen hat. "Optimal wäre es, wenn es noch für den Kader reicht, aber ich denke, es wird sehr eng", macht sich Schmidt keine großen Hoffnungen.

Abwehrspieler Felix Uduokhai und Keeper Andreas Luthe haben am Dienstag am Trainingsplatz nur Runden gedreht. Schmidt gibt aber Entwarnung: "Felix hat vom Freiburg-Spiel eine Risswunde am Fuß, die mit zwei Stichen genäht wurde, aber er hat schon signalisiert, dass er spielen kann und Andy Luthe hat im Training einen Schlag bekommen, aber das ist auch nicht so schlimm."

Jeffrey Gouweleeuw ist wieder im Mannschaftstraining beim FC Augsburg

Sehnsüchtig erwarten die Fans Abwehrspieler Jeffrey Gouweleeuw zurück. Der befindet sich zwar wieder im Mannschaftstraining, aber gegen Leverkusen wird er noch nicht dabei sein. "Er hat jetzt heute die Hälfte der Übungen mitgemacht, aber wir schicken ihn noch nicht in die Zweikämpfe. Das sind erst seine nächsten Schritte. Deshalb wird er auch noch die eine oder andere Woche brauchen", sagt der Trainer.

Innenverteidiger Tin Jedvaj freut sich besonders auf das Spiel gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber, der ihn nur für eine Saison nach Augsburg ausgeliehen hat. "Ich bin schon sehr motiviert. Bisher habe ich fünf Jahre dort gespielt und ich habe sehr viele Freunde in Leverkusen."

Mit einigen Spielern von Bayer hat er sich auch schon im Laufe der Woche ausgetauscht. Jedvaj grinst: "Wir haben über alles Mögliche gesprochen, aber nicht über Fußball. In diesen 90 Minuten am Samstag sind wir auch keine Freunde."

Apropos Freunde. Einer davon ist der 20-jährige Topstar Kai Havertz. Von ihm schwärmt Jedvaj regelrecht: "Das ist der beste Spieler, den Deutschland hat. Der hat so viel Qualität, das ist mit Gold nicht aufzuwiegen und er hat eine ganz große Karriere vor sich." Jedvaj hat sich auch ruckzuck einen Stammplatz in Augsburg erkämpft. "Ich fühle mich von Anfang an glücklich hier. Der Trainer hat mir gleich sein Vertrauen geschenkt. Die Mannschaft hat viel Potenzial, aber wir alle brauchen auch noch ein bisschen Zeit", meint Jedvaj. Dass der FCA noch nie ein Spiel gegen Leverkusen gewinnen konnte, ringt Jedvaj nur ein Schulterzucken ab: "Dann wird es höchste Zeit, dass wir das ändern."

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