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FC Augsburg

17.07.2013

Halil Altintop: Der Familienmensch

Halil Altintop hat in seiner Karriere viel seiner Mutter zu verdanken. Für den Zwillingsbruder von Hamit beginnt jetzt beim FC Augsburg ein neuer Abschnitt

Familie wird großgeschrieben im Hause Altintop. Das war schon immer so. Seit der Geburt seines Sohnes Noyan (20 Monate) und der Tochter Nayla (fünf Monate ) ist das für Halil Altintop sogar noch eine Spur intensiver geworden. Er selbst glaubt, an der Vaterrolle gewachsen zu sein: „Ich bin ausgeglichener geworden und klarer im Kopf.“ Gute Voraussetzungen also für den Stürmer, den der Fußball-Bundesligist FC Augsburg am 1. Juli diesen Jahres verpflichtet hat.

Mag sein, dass sein Zwillingsbruder Hamit, der schon für den FC Bayern München und Real Madrid gespielt hat, mittlerweile der populärere Fußballer in der Familie ist, doch Halil galt von Beginn an als der talentiertere. Beim damaligen Regionalligisten SG Wattenscheid stand Hamit Altintop von 2000 bis 2003 jedenfalls im Schatten von Halil, der mit 38 Toren in 81 Spielen beim Ex-Bundesligisten unter Trainer Hannes Bongartz für Furore sorgte. „Ich denke, unsere Karrieren verliefen wie Waagen. Manchmal war er besser, dann wieder ich. Das Wichtigste ist aber, wir sind beide glücklich und führen ein gesundes Leben.“

Wohlbehütet seien beide in Gelsenkirchen aufgewachsen. Nachdem ihr Vater schon sehr früh gestorben ist – Halil und sein Bruder waren gerade erst zweieinhalb Jahre alt –, bekamen sie die ganze Liebe ihrer Mutter Merydem geschenkt.

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Halil Altintop: Mama ist die wichtigste Bezugsperson

Das beruht auch heute noch auf Gegenseitigkeit. Man spürt, dass die Mama die wichtigste Bezugsperson in Halils Leben ist. „Meine Mutter hat uns alles beigebracht: Kultur, Sitten und Anstand. Wir sind beide offen und tolerant aufgewachsen.“ Aber die Brüder mussten auch fleißig sein. „Als wir noch bei Wattenscheid spielten, haben wir beide unser Abitur gemacht.“ Altintop erinnert sich: „Sie sagte immer, Fußballspielen könnt ihr erst dann, wenn ihr eure Arbeiten erledigt habt.“ Während Halil mit 19 von zuhause auszog, habe es Hamit noch einige Jahre länger daheim gehalten. Halil grinst: „Klar, das hat ihm gefallen. Die Mama hat sich ja um alles gekümmert.“

Jetzt beginnt für den 30-jährigen Halil ein neuer Abschnitt. Nachdem es beim türkischen Klub Trabzonspor enorme finanzielle Engpässe gab, kehrt er zurück in die Bundesliga. Für ihn logisch: „Die Bundesliga ist die beste Liga der Welt und ich will mich immer mit den Besten messen.“

Nach seiner Vertragsauflösung bei Trabzonspor habe er noch „zwei weitere Optionen“ gehabt. „Ich führte mit Trainer Markus Weinzierl und Manager Stefan Reuter ein sehr gutes Gespräch und dann ging alles ganz schnell. Ich habe gemerkt: Da passe ich rein.“

Aufgefallen sei ihm der FCA schon in den vergangenen beiden Jahren: „Auch in der Türkei werden ja alle Spiele der Bundesliga live übertragen und da habe ich mir vor allem in der Rückrunde einige Partien von Augsburg angeschaut.“ Eine Lieblingsposition im neuen Trikot hat er nicht: „Zunächst ist wichtig, wie die Mannschaft funktioniert. Ich habe schon auf allen Positionen gespielt. Links, rechts oder auf der Zehn.“

Der 21-jährige kommt als Leihgabe von Olympiakos Piräus.

Frau Laura kümmert sich um den Umzug

Etwas außerhalb von Augsburg hat die Familie Altintop ein Haus gefunden. Während sich Halil gerade im Trainingslager am Walchsee das Rüstzeug für die kommende Saison holt, kümmert sich seine Frau Laura um den Umzug. Schließlich will den mehrfachen Onkel bald die ganze Familie besuchen. Natürlich kommen dann auch Schwester und Mutter aus Gelsenkirchen: „Wenn alles fertig ist, gibt es das erste Familienfest.“

Durchaus möglich, dass dann auch sein Bruder Hamit kommt, der momentan noch bei Galatasaray Istanbul spielt. Mit ihm hat Halil übrigens schon seit längerer Zeit eine Absprache getroffen: „Ihn unserem letzten Profijahr wollen wir noch einmal gemeinsam in einer Mannschaft spielen.“

Dafür wäre der FC Augsburg doch eine ganz gute Adresse.

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