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FC Augsburg

06.10.2019

Martin Schmidt wirkt ratlos - und will nun "alles hinterfragen"

Martin Schmidt und sein Team stehen im Regen. Der Auftritt des FC Augsburg bei Borussia Mönchengladbach fällt in die Kategorie „bodenlos.“ Der Bundesligist kam mit 1:5 deutlich unter die Räder.
Bild: kolbert-press

Der FC Augsburg präsentiert sich beim 1:5 in Gladbach wie ein Absteiger. Trainer Martin Schmidt wirkt konsterniert - und will zwei, drei Schritte zurück gehen.

Als die Fans und die Spieler von Borussia Mönchengladbach am frühen Sonntagnachmittag die erste Tabellenführung seit der Saison 2011 feierten, schlichen die Profis des FC Augsburg wie begossene Pudel vom Platz. Und das nicht nur, weil es am Niederrhein in Strömen regnete. Was viel schlimmer war, war die Art und Weise wie sich der FCA beim 1:5 (0:4)-Debakel besonders in den ersten 45 Minuten präsentiert hatte (zur Einzelkritik ).

„Es ist mir wurscht, was Gladbach macht“, sagte ein konsternierter Philipp Max dann in der Mixed-Zone. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir so eine erste Halbzeit irgendwann mal angeboten haben. Wenn du nach ich weiß nicht wie vielen Minuten 4:0 hinten bist, wirst du kein Spiel mehr gewinnen“, zog er ein bitteres Fazit.

Nach fünf Punkten aus sieben Spielen hat für ihn der Abstiegskampf begonnen. „Du kannst in Gladbach verlieren und du kannst zu Hause gegen Leverkusen verlieren. Die Frage ist nur wie.“ Und fügt an: „Wir müssen schauen, dass wir die Fehler abstellen, dass wir eine bessere Abstimmung haben.“

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FC Augsburg wollte Gladbach von Beginn an unter Druck setzen

Dabei hatte sich der FCA viel vorgenommen, wollte die Gladbacher die am Donnerstag noch in Istanbul in der Euro League gespielt hatten, von Beginn an unter Druck setzen. Doch schon nach 13 Minuten war das Spiel durch einen Treffer von Zakaria (2.) und zwei Toren (8. und 13.) des überragenden Patrick Herrmann entschieden. Ein geordnetes und abgestimmtes Defensivverhalten quer durch alle Mannschaftsteile war in dieser Phase nicht vorhanden.

0:3 nach 13 Minuten – so etwas hatte es beim FCA auch in dunkelsten Zeiten in der Bundesliga nicht gegeben. Allerdings war der FCA in Gladbach schon mal nahe dran. Im September 2015 lag man in Gladbach nach 19 Minuten schon einmal ein 0:3 hinten, am Ende stand es 2:4. Diesmal kam es aber noch schlimmer. Nach einer Slapstickeinlage von Torhüter Tomas Koubek bedankte sich Pléa mit dem 0:4 (39.).

In der Halbzeit appellierte FCA-Trainer Martin Schmidt hauptsächlich an die Ehre seiner Spieler. „Da musste ich nicht laut werden. Wir haben ein, zwei Szenen gezeigt, etwas umgestellt und dann darüber geredet, wie wollen wir hier rauskommen. Wir wollten die zweite Halbzeit gewinnen.“ Auch das gelang nicht. Denn nach dem 1:4 (81.) durch Florian Niederlechner, stellte Embolo nur zwei Minuten später den alten Abstand mit dem 5:1 wieder her. Schmidt war ob der zweiten 1:5-Auswärtsniederlage (zuvor in Dortmund) in dieser noch jungen Saison konsterniert: „Man kann von einem Tag reden, den man nur selten so erlebt.“

Schmidt: "Wieder zwei, drei Schritte zurück"

In der Länderspielpause will Schmidt jetzt alles auf den Prüfstand stellen. „Wir werden alles ansprechen und hinterfragen. Ich, mich, unsere Herangehensweise, haben wir zu hoch spielen lassen, waren wir zu offen?“ Sein Team hatte er besonders im Spiel gegen den Ball schon weiter gesehen: „Vor zehn Tagen habe ich gedacht, wir haben die Kiste zusammen.“

Jetzt müsse er wieder zwei, drei Schritte zurückgehen. „Wir müssen wieder da beginnen, wo wir vor dem Spiel gegen Frankfurt und dem gegen Freiburg waren.“ Selbstkritisch sagte er vor den anstehenden hohen Hürden gegen Bayern, Wolfsburg und Schalke: „Wir müssen wieder an die Basics ran. Wir sind noch nicht so weit, wie wir gedacht hatten.“ Bei weitem nicht so weit.

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07.10.2019

@Wolfgang S.
Vielen Dank für Ihren ausgewogenen Kommentar, den ich zu 100% unterschreiben würde. Er hebt sich äußerst wohltuend von vielen stammtischähnlichen Parolen nach dem Motto "alle Spieler jetzt für 14 Tage nach Sibirien" ab. Sehr treffend auch die Bemerkung zu Reuter, dem der FCA viel verdankt, der aber gerade kein glückliches Händchen hat.

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07.10.2019

Das aktuelle Desaster - in Gladbach als Zerfall besichtigbar - fördert die Probleme so richtig an die Oberfläche.
- die erste Baustelle ist offensichtlich der Trainer. Er gelingt ihm nicht, aus einem durchaus bundesligatauglichen (zumindest nominell) Kader eine Mannschaft mit klarer und vorallem umsetzbarer Spielidee auf den Platz zu bringen. Aufstellungen/Einwechslungen werfen ebenfalls durchaus Fragen auf.
- eine zweite Baustelle ist die Besetzung der Torwartposition. Die von Koubek gezeigte Qualität ist keine Verbesserung. In jedem Spiel mindestens ein grober Schnitzer; zudem vermittelt er keinerlei Sicherheit.
- ein drittes Problemfeld scheint der Kader in Gänze oder Einzelteile davon zu sein. Die offenbaren Mentalitätsprobleme von Ende der letzten Saison wurden trotz vieler Neuzugänge mit in diese Runde gezogen. Anders sind lustlose Auftritte nicht erklärbar.
- durchaus alarmierend für den Verein - abseits der Bundesliga - ist m.E, die Situation im NLZ. Die U19 hängt hintendrin, ebenso wie die U23. Dort knatscht es offenbar zwischen den klassischen U23ern und den Quotenprofis. Ein Abstieg in die Bayernliga wäre ein herber Rückschlag für das Gesamtgebilde.

- eine Grossbaustelle haben wir noch in Form der sportlichen Leitung. Reuter ist gerade dabei mit dem Hintern das einzureissen, was über Jahre - übrigens auch gerade mit und durch ihn - aufgebaut wurde. Trainerverpflichtungen, Kaderzusammenstellung, Führungskompetenz (z.B. Caiuby), etc. waren in weiten Teilen mangelhaft. Hier ist Führung von seiten des Präsidenten/Vorstandsvorsitzenden gefragt.

Ich glaube die Fragen jetzt zu stellen und seitens der Verantwortlichen Lösungen zu präsentieren ist richtiger, als bis zu nächsten Länderspielpause oder gar zur Winterpause zu warten.
Und im übrigen hoffe ich darauf, dass schon im nächsten Spiel der Bock umgestossen wird. Im Ergebnis, wo es zugegeben schwierig werden wird aber inbesondere im Auftreten.

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07.10.2019

Es war ein großer Fehler, Manuel Baum durch Martin Schmidt zu ersetzen. Baum wusste was er tat, die Mannschaft hatte bis auf wenige Ausnahmen immer einen klaren Spielplan. Bei Schmidt war bisher nie irgendein System zu erkennen, seine beiden Anfangserfolge waren einem gegen den eigenen Trainer spielenden VfB und einem Zufallssieg in Frankfurt zu verdanken. Seitdem hat Schmidt nichts mehr zustandegebracht. Leider wird er kaum - wie in Wolfsburg - selbst die Konsequenzen ziehen, denn das wäre definitiv das Ende seiner Trainerkarriere, sondern er wird hier weiterwursteln, bis man ihn rauswirft. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, aber ich glaube kaum, dass die Vereinsführung schon soweit ist.

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07.10.2019

Gut analysiert. Treffend auf den Punkt gebracht. Es ist kein System zu erkennen, hier liegt das Problem.

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07.10.2019

Die Torwartdiskussion ist schon etwas absurd: Da werden seit mehr als einem Jahr katastrophale Fehler toleriert und auf der anderen Seite haben wir einen soliden und zuverlässigen Keeper in der Mannschaft. Weiß der Schmidt, dass es einen Andreas Luthe gibt? Man hat ihm den Vertrag verlängert, aber ein Einsatz kommt anscheinend nicht in Frage...??

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07.10.2019

Zu meinem Vorredner Ulrich W.
Natürlich kommt hier auch, Vollprofi hin oder her, die zwischenmenschlichen Komponenten dazu und auch eine Sprachbarriere, das hätten die Verantwortlichen allerdings vorher wissen müssen, ist natürlich speziell für einen Torwart, der viel kommunizieren muss, nicht sehr hilfreich. Aber er hat, so m.E., auch gestern wieder schwere sportliche Defizite unter Beweis gestellt....die beiden Gegentore, flach in seine Ecken, bekommt ein gelenkigerer Keeper, locker geklärt. Er wirkt schwerfällig, nicht wirklich austrainiert und fit und verunsichert durch seine Aussetzer die sowieso schon überforderten, selbst mit starken Mängeln behafteten Defensivakteure....eine sehr komplizierte und kontraproduktive Mischung, welche die Gegentorflut zumindest etwas erklärt. Aber irgendwie wirkt die ganze Mannschaft angeschlagen und demoralisiert. Es muss sich jedenfalls sofort einiges ändern und nicht erst am Sankt Nimmerleinstag...wir haben Anfang Oktober, die Schonzeit ist schon lange abgelaufen!

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07.10.2019

Beim Torwart vermute ich eher Kommunikations- und Integrationsprobleme. In welcher Sprache unterhält er sich denn mit seinen Mitspielern. Er ist erst zwei Monate in Deutschland, da kann man nicht erwarten, daß er unsere Sprache schon ausreichend beherrscht. Wer kümmert sich in der Freizeit um ihn, ist ein Dolmetscher beim Training dabei, hat er schon "Freunde" in der Mannschaft gefunden. Sein Auftreten und seine teilweise katastrophalen Fehler (siehe 4:0 in Gladbach) kann man auch mit Frust erklären. Er wird sich bisher nicht besonders wohl beim FCA fühlen.

Zum Trainer: Nach dem 7. Spieltag stellt er alles auf den Prüfstand? Was hat er denn seit Saisonstart gemacht? Sein Vorgehen und seine Aussagen sind für mich amateurhaft.

Zum Management: In den meisten Aussagen bzw. Interviews wird immer dargelegt, daß ein Abstieg für den FCA nicht schlimm wäre und seit fast 10 Jahren sucht man jede Saison 3 Mannschaften, die hinter dem FCA stehen. Wer sich permanent nach der 2. Liga sehnt, dessen Wunsch wird auch mal erfüllt werden.

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07.10.2019

Nochmal an Athanassios L,
ich bin die Letzte, die an R den Titel "transfergenie" vergeben würde (im Übrigen bedenken Sie auch den anderen Teil der Redewendung), aber in "transfermarkt" vom 1.8.19 werden 9 EK fca und 12 VK genannt. Zudem wurde vor 2 Jahren immer von6 bis 7 Millionen für Hinteregger gesprochen, erst als es um den Verkauf ging, brachte der fca die 9 EK ins Spiel. Wenn allerdings R alles geplant hätte, Achtung Scherz, wäre er in der Tat genial: H. zu seiner bekannten Bemerkung getrieben, um ihn dann teuer verkaufen zu können - was für eine Verschwörungstheorie...

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07.10.2019

Fredi Bobic äußerte im "Doppelpass" von Sport1, dass die Ablösesumme für Hinti, dessen Vertrag noch eine Restlaufzeit von 23 Monaten beim FCA hatte, 9 Mio betragen hat. Zum Zeitpunkt des Wechsels betrug der Marktwert laut transfermarkt.de 16 Mio. Das macht auf der Verkaufsseite somit ein Minus von 7 Mio zu Ungunsten des FCA.

Der FCA kaufte Hinti, dessen Vertrag noch eine Restlaufzeit von 22 Monaten bei RB Salzburg hatte, für kolportierte 10,5 Mio. Zum Zeitpunkt des Wechsels betrug der Marktwert laut transfermarkt.de 6 Mio. Das macht auf der Einkaufsseite somit ein Minus von 4.5 Mio zu Ungunsten des FCA.

Sollten diese nackten Zahlen stimmen, hätte der FCA "dank" seines knallharten Verhandlers Stefan Reuter beim Ein- und Verkauf von Hinti mehr als 11 Mio verloren. Dies stimmt besonders nachdenklich, da die Portokasse von Eintracht Frankfurt prall gefüllt war und die SGE Hinti unbedingt haben wollte...

Unter einem Transfer-Genie stellt man sich doch eher etwas anderes vor...

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07.10.2019

Kann vielem zustimmen. Der Dreh- und Angelpunkt ist für mich unbedingt der Torwart. Schaut auch doch bloß mal die Mimik und die Ausstrahlung von Herrn Koubek an. Fürchterlich!! Ich hab ihn am letzten Samstag vor dem Leverkusenspiel beim Aufwärmen beobachtet. Da kommt mir echt das Fürchten. Mit einem finsteren Gesicht, einem Mann der keinerlei Kontakt zu seinen Leuten hat, kannst du kein Spiel gewinnen. Tut mir wirklich leid, aber das war der allerschlechteste Einkauf seit ich mich erinnern kann. 7,5 Millionen hin oder her. Thomas Koubek ist kein Mann für den FCA. Und wird es auch nicht werden.

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07.10.2019

Perfekt selektiert, Kompliment Maria H., dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...nur noch eins...ich und sicherlich viele FCA-Fans können es nicht mehr hören....zum x-ten Mal wird alles hinterfragt, nur der Kern des Übels wird nicht hinterfragt bzw. mit dem Mantel des Schweigens umhüllt. Wir brauchen keinen tausendste Hinterfragung, wir brauchen endlich mal eine klare Linie und ja, es müssen endlich mal die Besten auf den Platz und nicht die bereits von Maria H. genannten total enttäuschenden Neuzugänge….und bei der Nummer 1 muss man dringendst anfangen...eigentlich ganz einfach, oder, liebe FCA-verantwortliche!? Aber die sehen schon seit lange den Wald vor lauter Bäumen nicht und haben den "Augsburger Weg" schon lange verlassen, der mal für echte (Fußball)Werte und klare Ansagen stand....und noch eins, lieber FCA-Präsident, die Lobhudeleien auf der Jahreshauptversammlung für Herrn Reuter waren berechtigt, aber nur für die Vergangenheit, momentan, dies gilt schon einige Zeit, kann ich da nur sehr wenig Positives erkennen.

Nobby Die Stimme der Rosenau

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07.10.2019

Trotz der katastrophalen jahrelangen Managementfehler kann man Schmidt nicht ungeschoren lassen. Er braucht nicht alles auf den "Prüfstand" zu stellen, für's erste würde es genügen, in der Abwehr zu handeln: Lichtsteiner ist zu alt und zu langsam, Jedvay ist nicht BL-tauglich und allem voran das Torwartproblem. Warum spielt Koubek? Er macht zuviele Fehler und verbreitet Unsicherheit. Schmidt sollte sich erinnern, dass wir mit Luthe im Tor die entscheidenden Punkte gg den Abstieg geholt haben. Und wenn Hr. Schmidt Koubek aufstellt, weil sein unfähiger Vorgesetzter für diesen 7,5 Millionen ausgegeben hat, sollte das "schweizer Urgestein" schleunigst zuhause alle Spiegel abhängen.

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07.10.2019

Trotz der katastrophalen jahrelangen Managementfehler kann man Schmidt nicht ungeschoren lassen. Er braucht nicht alles auf den "Prüfstand" zu stellen, für's erste würde es genügen, in der Abwehr zu handeln: Lichtsteiner ist zu alt und zu langsam, Jedvay ist nicht BL-tauglich und allem voran das Torwartproblem. Warum spielt Koubek? Er macht zuviele Fehler und verbreitet Unsicherheit. Schmidt sollte sich erinnern, dass wir mit Luthe im Tor die entscheidenden Punkte gg den Abstieg geholt haben. Und wenn Hr. Schmidt Koubek aufstellt, weil sein unfähiger Vorgesetzter für diesen 7,5 Millionen ausgegeben hat, sollte das "schweizer Urgestein" schleunigst zuhause alle Spiegel abhängen.

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07.10.2019

Es ist aktuell eine Gemengelage aus Spielern, die wegwollen, nicht mehr vorhandenen guten Spielern, nicht ausreichend motivierten Akteuren und qualitativ unzulänglichen sowie verletzten Spielern. Aber das allein kann die letzten beiden Spiele nicht restlos erklären. Die Mannschaft ist komplett verunsichert und scheut sich, in Zweikämpfe zu gehen. DAS zu ändern ist jetzt aber schon Aufgabe des Trainers. Ich mag den Schmidt zwar als Mensch, zweifle aber inzwischen doch ziemlich an ihm, was seine Fähigkeit als Stratege und Motivator betrifft. Ich denke nicht, dass er noch sehr lange beim FCA sein wird.

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07.10.2019

zu Elmar. Sehr gute Darstellung. Man kann diese inzwischen ausweglos erscheinende Situation vielleicht nur in der 2. Liga lösen. Wenn allerdings Schmidt in nächster Zeit gehen muss, hat man damit die Ursache des Übels, das noch bis 2023 Vertrag hat, nicht beseitigt. Herr Hofmann, denken Sie mal ganz intensiv über das Problem nach, indem Sie die letzten drei (!) Jahre durchgehen.

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07.10.2019

Eines vorweg:

Martin Schmidt mache ich absolut keinen Vorwurf. Er ist für mich im Moment die ärmste Sau in der aktuellen Situation, weil er mit dem kümmerlichen Rest an Möchtegern-Profis arbeiten muss, das ihm sein Möchtegern-Sportmanager Stefan Reuter noch hinterlassen hat.

Sehr geehrter Herr Reuter, ich verstehe einige Sachen nicht. Da wir schon lange ein akutes Problem in der Verteidigung haben, erklären Sie mir mal bitte, warum Sie bereitwillig Schmid und Hinteregger zu einem Ramschpreis verschleudert haben, obwohl es die einzig brauchbaren Verteidiger im Kader waren und stattdessen engagieren Sie Fliegenfänger Koubek für stolze 7,5 Millionen und Oxford fest für 2 Millionen? Oxford's Mehrwert für den FCA ist praktisch nicht messbar.

Versuchen Sie bitte nicht, den Trainer als Sündenbock auszumachen. Die Hauptschuld tragen Sie in meinen Augen. Es wird Zeit, dass Sie die richtigen Konsequenzen aus der Misere ziehen:

TRETEN SIE BITTE SOFORT ZURÜCK !!!

Es ist praktisch unmöglich, dass es Ihr Nachfolger schlechter machen kann.

In diesem Sinne


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07.10.2019

Wenn Sie die Geschichte so manches Bundesligaabsteigers anschauen, dann ist eben doch oft was Schlechteres nachgekommen bzw. hat der Nachgekommene es auch nicht richten können.

Dass Fehler gemacht wurden, ist unzweifelhaft. Aber Fehler werden immer gemacht. Es gibt keine Tätigkeit im Management, in der nicht auch Fehler gemacht werden. Genauso reflexhaft, wie der Rauswurf des Sportdirektors gefordert mit werden die Trainer zur Disposition gestellt, wenn's dann nicht läuft halt den nächsten und nächsten und nächsten.

Warum Hinteregger weg ist, ist bekannt. Ihn zu suspendieren war nach dem Caiuby-Desaster unumgänglich, er hat ja quasi den Dienst unter Baum verweigert. Dass man nicht mehr Geld für ihn bekam, war genau diesem Umstand geschuldet und seinen Eskapaden im Trainingslager. Jonathan Schmid wollte zurück nach Freiburg in die Nähe seiner Heimat. Selbiges (näher zur Familie) wollte Florian Niederlechner. So einigte man sich auf einen Tausch. Ich denke, dabei hat Reuter keinen Fehler gemacht. Niederlechner überzeugt voll und was will man mit einem Spieler, der nicht mehr wirklich gerne hier ist.?

Wie z.B. Max und Gregoritsch, die sich beide für Höheres berufen fühlen, obwohl sie aktuell nicht mal die für den FCA notwendigen Leistungen zeigen. Da deren Form schon unter Baum zu wünschen übrig ließ, liegt es wohl nicht an Martin Schmidt allerdings kann er sie offenichtlich auch nicht zu besseren Auftritten animieren.

Die Verpflichtung von Koubek halte ich allerdings auch für einen Missgriff. Das was der leistet, leisten die vorhandenen Keeper auch.

Kümmerlicher Rest an Möchtegernprofis? Allgemein wird dem Kader hohe Qualität attestiert. Wie kommen Sie zu ihrem Urteil?

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07.10.2019

Hallo Maja,

ich kann Ihnen relativ leicht erklären, warum ich zu dem harten Urteil komme, dass beim FCA nur noch Möchtegern-Profis arbeiten.

Was nützt es einem Verein, wenn seinem hochbezahlten Kader eine hohe Qualität bescheinigt wird, aber eben dieser hochbezahlte Kader unfähig und unwillig ist, die hohe Qualität regelmäßig abzurufen und was unterscheidet einen Profi von einem Amateur?

Bei einem Amateur kann man in der Halbzeitpause an dessen Ehre appellieren, aber von einem Profi sollte man alleine durch das hohe Gehalt die Ehre schon automatisch erwarten dürfen. Der Profi sollte immer das Maximale aus sich herausholen. Ich persönlich fand es schlimm, dass Martin Schmidt zu diesem Mittel greifen musste. Ich glaube, die Spieler wissen nicht, wie gut es ihnen eigentlich geht. Würde Otto Normalverbraucher so eine Leistung abliefern, wäre er seinen Job los.

Causa Schmid:

Persönlich kann ich verstehen, warum ein Spieler wieder zurück in seine Heimat möchte, aber ein Verein und dessen Sportmanager sollte das Große und Ganze im Auge behalten und nicht jedem Wunsch entsprechen. Niederlechner ist kein schlechter Spieler, aber auch kein adäquater Ersatz für Schmid, weil er kein rechter Verteidiger, sondern ein Mittelstürmer ist. Das ist nun mal Fakt.


Causa Hinteregger:

Da war ich richtig sauer, wie es zum Schluss gelaufen ist. Er hat sich besoffen filmen lassen, um seinen Wechsel nach Frankfurt zu forcieren und Stefan Reuter tat ihm und Frankfurt noch den Gefallen und hat den Spieler verschleudert. Ich an Reuter's Stelle hätte an Hinteregger ein Exempel statuiert und dessen Karriere ruiniert, in dem ich ihn notfalls bis 2021 auf die Tribüne verbannt hätte, bis er darum gebettelt hätte, wieder spielen zu dürfen und alles dafür tun würde. Auch wenn der Verein einen monetären Verlust gemacht hätte, aber man hätte ein starkes Zeichen an den restlichen Kader gesendet.

Dann fällt mir noch etwas ein:

Warum hat Reuter Kevin Danso verliehen, obwohl er in meinen Augen kein schlechter Verteidiger ist und Reese Oxford fest verpflichtet?

Dafür ist alleine Stefan Reuter verantwortlich. Deshalb fordere ich seinen Rücktritt.

In diesem Sinne

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07.10.2019

Zu Athanassios L.
Ich stimme Ihrer Bewertung von Herrn R. vollkommen zu, aber was den "Ramschpreis" für Hinteregger betrifft, muss ich mich schon wundern: 12 Millionen sind kein Ramschpreis. Hätte H. nicht im professionellen Umfeld der SGE Gelegenheit bekommen, seine überragenden Qualitäten unter Beweis zu stellen, wäre er zB beim FCA geblieben, dann hätte sein Marktwert wohl höchstens vier Millionen betragen. In diesem Zusammenhang allen Respekt vor Hrn. R; die Entwicklung erinnert ein bisschen an den Bauern mit den "dicksten Kartoffeln". Was meinen Sie, warum Max und Gregoritsch immer noch bei uns spielen (müssen!!)?

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07.10.2019

Hallo Maria,

ich möchte Ihnen nicht widersprechen, aber bei der Causa Hinteregger lassen Sie mir keine andere Wahl.

Wie kommen Sie darauf, dass der FCA 12 Millionen Euro für Hinteregger erhalten hat? Laut transfermarkt.de waren es nur 9 Millionen. Und Hinteregger taugt auch nicht als Referenz für Stefan Reuter als Managergenie.

Es so hinzustellen, als hätte der FCA mit Hinteregger einen saftigen Reibach gemacht, ist schlichtweg falsch. Laut transfermarkt.de hat der FCA 10,5 Millionen Euro für ihn an Salzburg bezahlt und er ist bis heute der teuerste Einkauf des FCA.

In diesem Fall hat Herr Reuter nicht die dicksten Kartoffeln geerntet. Genau so wenig wie bei Jonathan Schmid.

In diesem Sinne

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07.10.2019

So aus dem heimischen Sessel heraus, ohne Verantwortung, ist es leicht zu sagen, ich hätte Hintereggers Karriere versaut.
Wenn du den auf die Tribüne setzt, machst du 6-8 Mio kaputt.
Leider ist der FCA nicht der FC B, bei dem so ein Betrag nicht auffällt.
Also bitte zunächst mal nachdenken, was passiert wäre, hätte Reuter nach dem Vorschlag gehandelt.

Ich glaube wenn Jeff Gouweleeuw gegen Bayern wieder auf dem Platz steht, zusammen mit Frambo, Uduokai und Max, schaut die Abwehr wieder deutlich besser aus.

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08.10.2019

Hallo Dieter,

diese 6-8 Millionen hat unser Transfergenie schon zerstört, als er Hinteregger den Gefallen getan hatte und ihn für 9 Millionen an Frankfurt verramscht hat.

War dies die bessere Lösung, als ihn eiskalt für die restlichen 2 Spielzeiten auf die Tribüne zu setzen?

Durch diese Waschlappen-Reaktion hat man dem Spieler signalisiert, dass er tun und lassen kann, was er will, denn irgendwann knickt der Verein ein.

Und ich bleibe dabei, dass ich die Karriere von Hinteregger versaut hätte.

Das wäre ein Signal an die anderen Spieler gewesen, dass sie ihre Verträge einzuhalten haben, die sie unterschreiben.

Aber diese Chance wurde von unserem Transfergenie Herr Reuter vertan.

In diesem Sinne

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