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FC Augsburg

08.02.2020

Miese Noten nach 0:5-Debakel in Frankfurt: Die Spieler in der Einzelkritik

Der Frankfurter Goncalo Paciencia (Mitte) und die Augsburger Eduard Löwen (links) und Felix Uduokhai kämpfen um den Ball. Für die Spieler gibt es nach der 0:5-Niederlage miese Noten.
Bild: Thomas Frey, dpa

Plus 35 Minuten lang machen es die Augsburger in Frankfurt ganz ordentlich, Ruben Vargas hat gar die Führung auf dem Fuß. Die zweite Hälfte aber ist enttäuschend.

Der FC Augsburg hat die dritte Auswärtsniederlage in Folge kassiert: Gegen Eintracht Frankfurt zeigte der FCA am Freitagabend eine ordentliche erste Spielhälfte, in Hälfte zwei ging der Fußball-Bundesligist allerdings unter und unterlag mit 0:5. Die Spielernoten:

Tomas Koubek: War nach seiner Grippe rechtzeitig fit geworden. Rettete stark in der 32. Minute gegen einen Kopfball von Chandler. Wurde beim Gegentor zum 0:1 ins kurze Eck überrascht und machte beim 0:2 eine ganz unglückliche Figur, als er sich den Ball selbst ins Tor lenkte. Beim 0:3 war er chancenlos. Note 4

Tin Jedvaj: Hatte keine leichte Aufgabe auf der rechten Abwehrseite. Konnte gegen N’Dicka und Kostic nicht jede gefährliche Aktion unterbinden. Nach vorne oftmals zu hektisch und unüberlegt. Beim 0:3 ließ er Kostic fast ohne Gegenwehr flanken, was der mit einer präzisen Hereingabe nutzte. Wirkte vor allem in der zweiten Hälfte mehrfach überfordert. Note 4,5

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Jeffrey Gouweleeuw: Probierte es in der Anfangsphase mit langen Bällen auf die beiden Angreifer, die aber nicht ankamen. Arbeitete in der Innenverteidigung konsequent und schlug die Bälle lieber mal brachial weg statt einen Ballverlust zu riskieren. Im Abwehrchaos zu Beginn der zweiten Halbzeit aber war auch er kein stabilisierender Faktor. Note 4

Felix Uduokhai: Beim Gegentor zum 0:1 gab es ein Abstimmungsproblem mit Philipp Max, so dass er einen Schritt zu spät kam. Konnte sich sonst nicht über Unterbeschäftigung beklagen, ließ beim 0:3 allerdings André Silva völlig unbedrängt einköpfen. Wusste das und ärgerte sich entsprechend. In erster Linie wohl über sich selbst. Note 4,5

Philipp Max: Kommt derzeit einfach nicht in Schwung. Etliche Fehlpässe, kaum gefährliche Standards. Immerhin kämpferisch überzeugte er. Das ist bei seinen Ansprüchen aber zu wenig. Lief oftmals unnötige Wege, da seine Mitspieler ihn bei seinen Sprints ein ums andere Mal übersahen. Note 5

Daniel Baier: Hatte im Zentrum des Spiels nie wirklich viel Zeit. Die Frankfurter setzten ihn und seinen Nebenmann Khedira ständig unter Druck. Das bereitete dem Kapitän große Probleme. Leistete sich dadurch einige ungewohnte Fehler. Zudem verloren er und seine Teamkollegen oftmals den Ball nach Eroberung wieder zu schnell. In der 75. Minute meckerte er sogar noch einen Balljungen an, der ihm den Ball wohl zu langsam wieder aufs Spielfeld zurückwarf. Da stand es allerdings schon 0:3. Note 4

Daniel Baier leistete sich ungewohnte Fehler.
Bild: Tom Weller, dpa

Rani Khedira: War oftmals mit dem Tempo und dem Druck der Frankfurter überfordert. Ihm gelang es ebenso wenig wie Baier, Ruhe ins Spiel zu bringen. Das hatte einige Ballverluste zur Folge. Zudem ließen die Gäste in Hälfte zwei den Frankfurtern viele Räume. Note 4

Marco Richter: Verlor gleich in der Anfangsphase zweimal leichtfertig den Ball, was gefährliche Aktionen für Frankfurt ergab. Mitte der ersten Halbzeit tauschte er mit Ruben Vargas die Seite. In der zweiten Hälfte aber rückte er wieder auf rechts und hatte mit zunehmender Spielzeit zusammen mit Jedvaj immer größere Probleme mit der starken linken Frankfurter Seite. Gefährliche Aktionen gelangen ihm diesmal nicht. Note 4,5

Ruben Vargas: Der Schweizer hatte gleich in der Anfangsphase die große Chance zur Führung, scheiterte aber an Eintracht-Torwart Kevin Trapp (9.). Bemühte sich in der Folgezeit, brachte aber kaum mehr nennenswerte Aktionen zustande. Eintracht-Torwart Trapp blieb in Hälfte zwei auch deswegen beschäftigungslos. Note 4

Florian Niederlechner: Mal wieder der auffälligste Augsburger. Bereitete die Chance von Vargas perfekt vor und scheiterte selbst kurz vor der Pause knapp nach einer schönen Einzelaktion an Trapp. In der zweiten Halbzeit war auch vom FCA-Topscorer nichts mehr zu sehen. Note 3

Florian Niederlechner (rechts) erhält nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt die Note 3. Im Bild kömpft er mit Frankfurts Martin Hinteregger um den Ball.
Bild: Thomas Frey, dpa

Alfred Finnbogason: Kam für André Hahn neu in die Startelf. Sehr fleißig, in vielen Aktionen aber auch äußerst unglücklich. Ließ Chandler beim 0:2 nach einer Ecke am kurzen Pfosten beinahe unbedrängt köpfen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wäre ihm allerdings fast das 1:1 gelungen, als Trapp nach einer Ecke stark reagierte. Alles in allem allerdings eine Leistung, die ihn selbst nicht zufrieden stellen dürfte. Note 4,5

Eduard Löwen: Wurde in der 65. Minute für Finnbogason eingewechselt. Wirklich viel konnte der Winterneuzugang nicht mehr ausrichten, zu eindeutig war schon der Spielstand.

Stephan Lichtsteiner: Kam in der 74. Minute für Tin Jedvaj und versuchte gleich, das Spiel des FCA gesten- und wortreich zu ordnen. Viel half aber auch das nicht mehr. Gegen Kostic sah auch er mehrfach schlecht aus, wie etwa beim 0:4.

Noah Joel Sarenren Bazee: Durfte in den letzten zehn Minuten noch mitspielen, kam für Marco Richter.

Benotet werden nur Spieler, die länger als 30 Minuten im Einsatz waren

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09.02.2020

Die Anweisung für den Trainer lauter....Koubek spielt, egal wie häufig er pro Spiel patzt und egal wie die anderen Spieler dadurch frustriert werden...und der Trainer setzt diese Anweisung doch perfekt um und findet immer eine andere Ausrede für den schlechtesten Bundesliga-Stammkeeper der Saison. Wenn er mal eine echte Glanztat abliefert, wird dies gebetsmühlenartig in den Pressekonferenzen den wartenden Reportern in die Blöcke notiert bzw. in jedes verfügbare Radio- bzw. Fernsehreporter-Mikro reingeplaudert...wann werden wir erlöst und es wird wieder rein nach Leistung aufgestellt??

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08.02.2020

Koubek Note 6 Treffer 1 und 2 muss er halten.Trapp dass ist ein Torhüter.
Er verunsichert die ganze Mannschaft, spielt oft den verkehrten an.
Grausames Spielverständnis. Da ist selbst Giefer besser. Und Luthe so wie so.
Alle Vereine tätigen FEHLEINKÄUFE. Das passiert.

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09.02.2020

@Peter Klein
Die ersten beiden Treffer der SGE darf ein Torhüter gerne auch mal verhindern. Ein Torhüter, der von den Vereinsverantwortlichen so hochgejubelt wird ob seine vermeintlichen Klasse, MUSS diese beiden Tore verhindern.

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08.02.2020

Nach meiner Meinung breitet sich bei den doch starken Abwehrspielern eine innere Ablehnung des Torhüters aus.
Anders kann ich mir so eine Leistung nicht erklären.
Dann noch das sture Festhalten an Leuten wie Khedira und Richter, die zur Zeit einfach überfordert scheinen.

Gibt denn in der Vereinsführung niemand dem Trainer mal Anweisungen ?

Schönes Wochenende

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