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FC Augsburg

19.01.2020

Nächstes Drama gegen Dortmund: Wie konnte das passieren?

FCA-Profi Florian Niederlechner zeigte sich enttäuscht nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Der FCA hält diesmal mit, verliert aber einmal mehr torreich. Wie die Augsburger die Niederlage gegen den Favoriten erklären.

Wie im Hinspiel hatte der FC Augsburg gegen Borussia Dortmund fünf Treffer kassiert. Wie im Hinspiel hatte der Außenseiter verloren. Und doch unterschieden sich die Begegnungen maßgeblich. Während der FCA am ersten Spieltag nicht konkurrenzfähig auftrat, zeigte er beim Rückrundenauftakt eine ansprechende Leistung. Darüber freuen wollte sich jedoch niemand, die Enttäuschung überwog.

Nicht nur über das 3:5-Endergebnis ärgerten sich die Augsburger, vor allem über die Art und Weise, wie das Resultat zustande gekommen war. Verantwortlich für die Niederlage war nicht nur Erling Haaland, diese norwegische Sturmkante, verantwortlich waren ebenso die Augsburger selbst.

Philipp Max über FCA-Niederlage: "Wir wollten weiter nach vorne spielen"

Von der Führung berauscht liefen sie kopflos ins Verderben. Abwehrchef Jeffrey Gouwleeuw polterte, man könne gegen Dortmund nicht nach vorne laufen und stehen bleiben. Teils wirkte es, als wären sich die Spieler auf dem Platz uneins: Ein Teil wollte sich zurückziehen, der andere wollte weiterhin in der BVB-Hälfte angreifen. Die Räume, die Augsburg zwischen Feldspielern und Torhüter freigab, nutzten Haaland und dessen Dortmunder Zuarbeiter gnadenlos zu entscheidenden Treffern. Philipp Max, der das zwischenzeitliche 3:1 durch Florian Niederlechner vorbereitet hatte, meinte: „Wir hatten Rückenwind und haben das nicht intelligent genug ausgenutzt. Wir hätten das tiefer angehen können.“

Nächstes Drama gegen Dortmund: Wie konnte das passieren?

Zweimal führte die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt in der ausverkauften Arena komfortabel, nach Treffern von Florian Niederlechner sowie Marco Richter. Max merkte an, spätestens nach dem 2:3-Anschlusstreffer wäre es sinnvoll gewesen, sich weiter zurückzuziehen. „In der Mannschaft war aber so viel Energie, dass wir leider den Fehler gemacht haben und weiter nach vorne spielen wollten.“

Nun muss der FC Augsburg Punkte holen

Augsburgs Trainer Schmidt erklärte später, in dieser Phase hätte er seine Mannschaft nicht mehr einfangen können – trotz Kommandos von der Seitenlinie. In einer halben Stunde ließen die Augsburger einstürzen, was sie sich eine Stunde lang aufgebaut hatten. Sie ehrte, dass sie sich nicht über einen nicht gegebenen Elfmeter beim Stand von 3:3 beschwerten, sondern Fehler bei sich suchten. FCA-Sportgeschäftsführer Stefan Reuter urteilte: „Wenn wir es geschafft hätten, griffiger zu verteidigen, sorgsamer zu sein, dann hätte auch Haaland die große Show nicht abziehen können.“

In der ersten Hälfte schien es, als würden die Augsburger den Aufwärtstrend aus der Endphase der Hinrunde mitnehmen. Mit dem aggressiven Anlaufen und der giftigen Zweikampfführung stellten sie die Dortmunder vor Probleme, effektvoll störten die Augsburger deren Spielaufbau. Als die FCA-Profis Übermut überkam und Gegnerdruck fehlte, bestraften die Gäste dies postwendend.

Einmal mehr blieben die Augsburger in einem Aufeinandertreffen mit einem Spitzenteam ohne Zählbares. Nun warten Partien gegen Union Berlin, Bremen und Frankfurt, die in der Tabelle hinter dem FCA stehen. Schmidt betonte: „Wir müssen wieder das Gesicht zeigen, das wir in der Hinrunde gegen direkte Konkurrenten gezeigt haben.“ Oder in der ersten Stunde gegen Dortmund.

Lesen Sie dazu auch: Einzelkritik: Die FCA-Verteidigung enttäuscht gegen Dortmund

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