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FC Augsburg

18.08.2020

Philipp Max freut sich über Systemumstellung beim FCA

Philipp Max freut sich über die neue Spielweise des FCA. Nicht immer nur Vollgas nach vorne, sondern in Ruhe und überlegt die Angriffe aufbauen. So wie es am Samstag in Nürnberg schon teilweise gut gelang.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Der FC Augsburg arbeitet gerade an seinem Passspiel. Eine Idee, die Philipp Max gut gefällt. Er will künftig noch mehr Verantwortung übernehmen.

Philipp Max gefällt der Weg. Die Idee, künftig mehr Ballbesitz zu haben. Vor allem unter Martin Schmidt war die Spielweise des FC Augsburg auf Ballgewinn und forsche Gegenangriffe ausgelegt. Auf vertikales Spiel auf die schnellen Außen. Heiko Herrlich versucht nun, die Ballbesitzphasen zu erhöhen und die Passquote zu verbessern.

Ballbesitz sei zwar freilich nicht alles, wie der FCA-Trainer betont, zumal wenn etwa die technische Qualitäten eines FC Bayern fehlen. Dennoch sieht Herrlich hier das große Entwicklungspotenzial bei seiner Mannschaft. Philipp Max denkt da ähnlich. "Wir müssen weg kommen, jeden Angriff Vollgas zu fahren, sondern eine gewisse Zeit in Ballbesitz sein", sagt der linke Außenverteidiger. Um sich dadurch auch mal mit Ball ausruhen zu können und nicht immer unter Hochspannung zu sein.

Der FC Augsburg will seine Angriffe künftig besser steuern

Philipp Max sieht auf dem Weg der Systemumstellung große Fortschritte. Wenngleich die Schritte manchmal klein sind, was allerdings nicht verwundert. Es dauert eben, Gewohnheiten abzulegen und sich umstellen zu müssen. Die Angriffe sollen künftig besser gesteuert werden. Runter vom ständigen Vollgas hin zum überlegten Ausspielen in der Offensive. "Wir wollen die Angriffe besser vorbereiten", sagt Max. So wie es stellenweise schon beim 2:1-Testspiel am Samstag in Nürnberg zu sehen war. "Das fühlt sich gut an und geht in die richtige Richtung", sagt der 26-Jährige, "wir machen super Fortschritte, das ist der genau richtige Weg."

Rafal Gikiewicz zeigt im Tor des FC Augsburg bislang starke Leistungen.
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Bild: Tim Groothuis, Witters

Als Heiko Herrlich die Mannschaft im März übernommen hatte, musste er sich gleich wieder einbremsen lassen. Von der Corona-Krise und der damit verbundenen langen Pause in der Bundesliga. Training war zunächst nur in kleinen Gruppen und ohne Zweikämpfe möglich. Das ist jetzt in der Vorbereitung ganz anders. "Jetzt haben wir genügend Zeit, alles durchzusprechen und durchzuarbeiten", sagt Max, der von der Stimmung und Mentalität der Mannschaft überzeugt ist. "Jeder zieht voll mit", sagt der 26-Jährige.

Er selbst sieht sich mittlerweile in einer Rolle, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Vor allem nach den Abgängen von Daniel Baier und Andreas Luthe, die eine neue Hierarchie in der Mannschaft zur Folge haben werden. "Auch unsere Neuzugänge wollen und müssen in diese Rolle schlüpfen", sagt Max. Er warnt aber davor, zu schnell zu viel zu erwarten. "Die Jungs brauchen aber auch ihre Zeit, um sich hier einzuleben", sagt Max.

Der Vertrag von Philipp Max beim FC Augsburg läuft noch bis 2022

Er selbst ist seit 2015 beim FC Augsburg und wird es wohl auch in der neuen Saison weiterhin sein. Zwar spricht er immer wieder mal davon, zu einem größeren und im Idealfall international spielenden Verein wechseln zu wollen, noch aber herrscht auf dem Transfermarkt Ruhe. Zumal Max noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 hat.

In der zweiten Halbzeit am Samstag durfte auf der linken Abwehrseite Iago ran. Auch Jan Moravek durfte sich 45 Minuten lang zeigen. "Jan konnte nach langer Zeit mal wieder spielen, Iago war auch lange verletzt", erklärt Herrlich. "Deswegen sind sie wie Neuzugänge für uns." Und sie werden dafür sorgen, dass der Konkurrenzkampf erhöht wird.

Zwei Wochen sind die Augsburger nun schon in der Vorbereitung, ein Drittel ist damit bereits vorbei. "Natürlich fehlt die Spritzigkeit noch, es wird aber immer besser", sagt Philipp Max. Damit der FCA topfit in die ersten Pflichtspiele gehen kann.

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