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Suspendierung von Michael Thurk
03.08.2011

Thurk: Brief des FCA an die Fans

Nach den Turbulenzen um die Suspendierung von Stürmer Michel Thurk hat sich die FCA-Spitze in einem Brief an die Fanclubs gewandt.
Foto: Archiv

Nach der Suspendierung von Stürmer Michael Thurk hat der FC Augsburg einen Brief an seine Fanclubs verfasst. Manager Rettig und Trainer Luhukay erklären die Gründe für den Bruch.

Als die Augsburger Allgemeine am Montag erstmals von der Suspendierung des FCA-Stürmers Michael Thurk berichtete, gab es einen Aufschrei unter den Augsburger Fans. Viele FCA-Anhänger wollten wissen, warum Thurk, der maßgeblich am Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga beteiligt war, aus dem Kader gestrichen und vom Training ausgeschlossen wurde. FCA-Manager Andreas Rettig und Trainer Jos Luhukay hielten sich weitestgehend bedeckt, sprachen von "sportlichen Gründen", ließen aber auch durchblicken, dass die charakterlichen Eigenschaften Thurks eine Rolle gespielt haben.

An die Fanclubs schickte der FC Augsburg einen Brief mit Erklärungsversuchen. Und das steht drin:

"Michael Thurk wurde im Januar 2008 trotz allen damaligen Bedenken Dritter von uns verpflichtet und hat bis zum heutigen Tage einen großen Anteil am sportlichen Erfolg unseres Vereins gehabt.

Der FC Augsburg ist aufgrund seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten nicht in der Lage, auf dem Transfermarkt sogenannte "Kracher" zu verpflichten, weil die wirtschaftliche Vernunft über allem steht und es genügend Negativbeispiele (Ulm, Mannheim, Essen usw.) gibt, bei denen das Abenteuer Bundesliga im finanziellen Desaster endete.

Aus diesem Grunde kommt dem Teamgeist und der mannschaftlichen Geschlossenheit für unseren Verein eine maßgebliche Bedeutung zu. Dieses bezieht sich sowohl auf die Mannschaft intern als auch auf den Schulterschluss mit unseren Fans, die uns in vorbildlicher Art und Weise in den letzten Jahren unterstützt haben. Bereits in der Vergangenheit gab es zum Teil gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen den jeweiligen Trainern und dem Spieler Michael Thurk. Diese konnten jedoch jedes Mal im Sinne des Vereins "intern" geklärt werden.

Aufgrund der Kadersituation unseres Vereins und der zwingend veränderten Spielausrichtung in der neuen Saison hat sich der Trainer zu einem Systemwechsel hin zu nur noch einem zentralen Stürmer entschieden. Dies Position kann Michael Thurk (auch nach eigener Einschätzung) nicht ausfüllen. So kommt es in der neuen Saison vermehrt darauf an, extrem "gegen den Ball" zu arbeiten. Diese Spielweise steht der offensiven Grundeinstellung des Spielers entgegen. Da nun, nicht zuletzt auch aufgrund der gemachten Erfahrungen, bei Nichtberücksichtigung von Michael Thurk die eingangs erwähnten wichtigen Voraussetzungen für den Klassenerhalt wie Teamgeist und Zusammenarbeit gefährdet sind, war dieser Schritt unausweichlich."

Weiter schreibt der Verein, wegen der Verdienste von Michael Thurk werde man sich nicht zu einzelnen Details äußern. Die Vereinsspitze verstehe, dass Außenstehende die Entscheidung, Thurk zu suspendieren, nur schwer nachvollziehen könnten. Dass Thurk auch ein Publikumsliebling war und ist, sollte nicht zu einer negativen Grundstimmung vor dem ersten Bundesligaspiel führen.

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