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FC Augsburg

09.04.2015

Tobias Werner spielt in Paderborn gegen seinen besten Freund

Tobias Werner spielt am Samstag mit dem FCA gegen den SC Paderborn. Im gegnerischen Tor steht sein bester Freund.
Bild: Ulrich Wagner

Tobias Werner trifft am Samstag beim Spiel in Paderborn seinen besten Freund Lukas Kruse - denn der steht im gegnerischen Tor. Wie geht der FCA-Spieler damit um?

Tobias Werner sah am Dienstagabend zwar nur die Verlängerung der DFB-Pokalpartie zwischen Borussia Dortmund und der TSG Hoffenheim am Fernseher, trotzdem wurden beim Mittelfeldspieler des FC Augsburg dabei schöne Erinnerungen wach. Im März 2008 gastierte Werner mit seinem damaligen Klub, dem Zweitligisten FC Carl Zeiss im Halbfinale des Pokal-Wettbewerbs in Dortmund und verlor mit den Thüringern 0:3. 80.708 Besucher waren Augenzeuge dieses Halbfinales, mehr Besucher hatte weder vorher noch nachher ein Pokalspiel in der Republik zu verzeichnen.

Für den damals 22-jährigen Werner war dies ein „unvergessliches Erlebnis“. Zumal das Ergebnis am Ende deutlicher war, als es das Spiel lange Zeit hergab. Denn Jena war bis nach der Pause ebenbürtig. Erst als Jan Simak, das tschechische Enfant terrible der Ostdeutschen nach 51. Minuten mit Rot vom Platz gestellt wurde, hatte der BVB freie Bahn und gewann letztlich deutlich mit 3:0.

Werner zählt beim FCA zu den Stützen des Teams

Wenige Monate später, im Sommer 2008 wechselte Werner dann zum FC Augsburg, mit dem er jetzt in der Spitzengruppe der Bundesliga spielt. Eine Karriere, die damals nicht zu erahnen war und die Werner, wie er jetzt sagt zu einem Großteil Markus Weinzierl zu verdanken hat. „Er hat mich zu dem Spieler gemacht, der ich mittlerweile geworden bin“, zeigte sich Werner über die Vertragsverlängerung seines Lehrmeisters sehr erfreut. „Unter ihm habe ich mich stark verbessert“, fährt Werner fort.

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Werner steht bei seinem Arbeitgeber bis zum 30. Juni 2017 unter Vertrag und zählt längst zu den Stützen des Teams. Und zeigt sich auch sehr selbstkritisch. Mit sich und der Offensivabteilung. Denn wie schon in den Spielen zuvor, gelang seiner Mannschaft auch gegen den FC Schalke 04 wieder kein Treffer. „Gegen Mannschaften, die gegen uns sehr defensiv antreten und nur wenig am Spiel teilnehmen, tun wir uns einfach sehr schwer“, hat er längst erkannt.

Deshalb gelte es jetzt schnellstmöglichst Lösungen zu finden. Und daran arbeitet auch der Trainer, der gestern verstärktes Schusstraining auf dem Plan stehen hatte. Wieder mal zu treffen (bisher 6 Saisontore) wäre auch für Tobias Werner sehr hilfreich. Sein letztes Tor erzielte er am 14. Februar bei der 2:3-Niederlage bei Werder Bremen. Doch verrückt machen lässt sich der Augsburger Profi deshalb nicht. „Irgendwann endet auch diese Serie.

Der FCA spielt am Samstag gegen Paderborn

Vielleicht schon am Samstag in der Partie beim SC Paderborn. Werner hätte nichts dagegen, auch wenn bei den Ostwestfalen sein bester Freund Lukas Kruse im Tor steht. „Das muss ich einfach ausblenden“, erklärt der Offensivakteur. Was ihm ja im Hinspiel ausgezeichnet gelang. Damals steuert Werner zum 3:0-Sieg des FCA gegen den Neuling zwei Treffer bei. Kruse spielte zu Zweitligazeiten eineinhalb Jahre beim FCA, seitdem verbindet die beiden eine dicke Freundschaft.

Der telefonische Kontakt wird auch in den nächsten Tagen nicht abreißen, „doch um Fußball geht es dabei nicht“, sagt Werner lächelnd. Dass die Partie beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger kein Spaziergang wird, davon ist Werner überzeugt. „Paderborn hat sich zuletzt unter Wert verkauft, für die Gastgeber ist diese Partie beinahe schon ein Endspiel“.

Doch auch für den FCA ist diese Partie auf dem Weg nach Europa von großer Bedeutung. Verlieren ist eigentlich verboten. Baba will bleiben Der heftig umworbene Verteidiger Abdul Rahman Baba hat einen Weggang vom FC Augsburg in der Sommerpause ausgeschlossen. „Nächste Saison spiele ich zu 100 Prozent beim FCA“, sagte der ghanaische Profi gestern.

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