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FC Augsburg

26.01.2019

Zehntes Spiel ohne Sieg: FCA verliert auch gegen Gladbach

Der FC Augsburg erlebte in Gladbach einen bitteren Nachmittag.
Bild: Roland Weihrauch, dpa

Der FC Augsburg hat jetzt zehn Spiele in Folge nicht mehr gewonnen: Gegen überlegende Gladbacher setzte es eine 0:2-Niederlage.

Der FC Augsburg geht in der Bundesliga schweren Zeiten entgegen. Auch mit einer mehr als unansehnlichen Mauertaktik gelang es dem Verein nicht, die Talfahrt zu stoppen. Er unterlag Borussia Mönchengladbach völlig verdient mit 0:2 (0:0).

Die Rollen vor dem Spiel waren selten so klar verteilt wie an diesem nasskalten Januar-Nachmittag im Borussia-Park. Dort die Gastgeber, die zuletzt elf Heimspiele in Folge gewonnen hatten - auf der anderen Seite der FC Augsburg, der seit Monaten nicht mehr gewinnen konnte.

In Augsburg blickt man in diesen Tagen sehnsüchtig nach Gladbach. Denn die Borussia gilt als Vorbild. Und nach dem 1:1 in der Vorrunde schien der Abstand gar nicht mehr so groß. Der FCA überzeugte an diesem Septembertag. Geschäftsführer Sport, Stefan Reuter, Trainer Manuel Baum und der technische Direktor Stephan Schwarz als graue Eminenz im Hintergrund schienen beim FCA zu beweisen, dass man auch mit vergleichsweise niedrigem Etat eine Mannschaft formen kann, die den Top-Vereinen mit Gegenpressing, Zweikampfstärke und hoher Moral durchaus das Fürchten lehren könnte.

Rund fünf Monate später ist in Augsburg von dieser Aufbruchstimmung nichts mehr zu spüren. Die Entwicklung verlief diametral zu der in Gladbach. Nach nun zehn sieglosen Spielen scheint der FCA ohne Halt Richtung zweite Liga zu stürzen. Die Leistung in Gladbach spricht dafür.

FC Augsburg versuchte fast nur, das eigene Tor zu verteidigen

"Wir sollten uns nicht an den Ergebnissen orientieren, sondern gewarnt sein, dass uns ein unangenehmer Gegner erwartet", mahnte Dieter Hecking trotzdem vor dem FCA.

Unangenehm war der FCA auch - weil er eigentlich nur versuchte, das eigene Tor zu verteidigen. Irgendwie verständlich, aber nicht nur für die rund 400 FCA-Fans unter den 42.509 Zuschauern schwer verdaubare Kost.

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Bild: Roland Weihrauch

FCA-Trainer Manuel Baum hatte gegenüber dem Fortuna-Spiel seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Raphael Framberger (Kreuzbandriss) und Michael Gregoritsch (Bank) fehlten, dafür rückten Konstantinos Stafylidis und Rani Khedira nach seiner Gelbsperre auf. Stafylidis (defensiv) und Philipp Max kümmerten sich zusammen um die linke Seite, Khedira kehrte ins defensive Mittelfeld zurück und Jonathan Schmid auf die rechte Abwehrseite.

"Mehr Defensive in der Offensive", wurde während der Woche gefordert. Und so trat das Team auch auf. Nicht mit forschem Pressing, sondern mit disziplinierter Abwehrarbeit hinter der Mittellinie und schmerzhaften Nadelstichen über Alfred Finnbogason wollte Baum die stürmischen Fohlen stoppen.

FCA-Torhüter Gregor Kobel hält Elfmeter gegen Gladbach

Aber die Verunsicherung nach neun Spielen ohne Sieg konnten die FCA-Akteure nicht so einfach abwerfen. Ganz anders Gladbach. Der kombinierte mit viel Selbstvertrauen und wartete auf die Lücken im dichten Augsburger Abwehrverbund. Die taten sich trotz allen Einsatzes auch erschreckend oft auf, doch dank eines überragenden FCA-Torhüters Gregor Kobel hieß es im Niederrheiner Nieselregen nach 45 Minuten immer noch 0:0.

Seine größte Tat vollbrachte Kobel in der 44. Minute. Jan Moravek hatte Florian Neuhaus im eigenen Strafraum leicht touchiert, der gebürtige Landsberger fiel sofort zu Boden und Schiedsrichter Harm Osmers deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Eine durchaus diskutierbare Entscheidung. Aber Osmers war sich auch ohne Videobeweis sicher. Elfmeterschütze Jonas Hofmann auch, doch der in der ersten Hälfte nicht zu überwindende Kobel ahnte die Ecke und parierte den Elfmeter.

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Bild: Witters

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Geschehen auf dem Rasen nicht. Der FCA mauerte sich mit zwei Viererketten ein, Gladbach versuchte, die Betonabwehr zu knacken. Vergeblich. Bis zur 78. Minute. Eine Faustabwehr von Gregor Kobel geriet etwas zu kurz und Oskar Wendt traf aus 15 Metern zum 1:0.

Aus FCA-Sicht war das Tor irregulär, da Stindl im Abseits gestanden habe. Trainer Manuel Baum sprach nach dem Spiel sogar von einem "Skandal, dass dieses Tor so gilt." Doch der Schiedsrichter sah das anders und gab den Treffer. Das 2:0 durch Patrick Hermann in der Nachspielzeit war nur noch das traurige Ende.

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26.01.2019

Bin mal auf die Aussagen gespannt!
Hinteregger hat's klar ausgedrückt:" Es gibt nichts positives über den Trainer zusagen" und schnell danach "aber auch nichts negatives". Das war" um seine Haut noch zu retten". Wenn jetzt nicht reagiert wird, ist's zu spät!
So gewinnt man auch nicht gegen Mainz, die heute einen "Auftrieb"bekommen haben. 6 Punkte Abstand zum 14. sind schon happig!

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26.01.2019

Gut Stuttgart zieht noch an uns vorbei, die anderen beiden sind noch unfähiger, von daher gute Chancen auf die Relegation. Gerüchte über Zugänge gibt's auch keine, aber klar, wer jetzt noch gut und verfügbar ist, wird sich das bis Donnerstag noch ein paar mal überlegen zu einem Verein in solch einer Situation zu wechseln. Der bietet nämlich eine sportlich zweifelhafte Bühne, wetten unser neuer Torwart denkt schon ähnlich ?!

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26.01.2019

hallo Zweite Liga wir kommen !!! wir freuen uns schon auf die kurzen Wege der uns nach den darauf folgenden nächsten Abstieg erwartet !!! nur wer zahlt dann das Gehalt des Nichtskönners Direktor Sport
Herrn Hochnase Schwatz

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26.01.2019

Was ist das für wirres Zeug ???

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26.01.2019

Wenn man Zuhause gegen Düsseldorf verliert, ist nicht zuerwarten, das man in Gladbach einen 3er holt.

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