Startseite
Icon Pfeil nach unten
Sport
Icon Pfeil nach unten
FC Augsburg
Icon Pfeil nach unten

FC Augsburg: Warum FCA-Trainer Wagner an seinem Plan festhält

FC Augsburg

Warum FCA-Trainer Wagner an seinem Plan festhält

  • |
  • |
  • |
  • |
    Zuletzt lief nicht vieles rund beim FC Augsburg. Im Heimspiel gegen Wolfsburg soll die Wende gelingen.
    Zuletzt lief nicht vieles rund beim FC Augsburg. Im Heimspiel gegen Wolfsburg soll die Wende gelingen. Foto: Harry Langer, dpa

    Die Bedeutung ist unverkennbar. Mal wieder. Bereits in den vergangenen Wochen war im Umfeld des FC Augsburg von richtungsweisenden Bundesligaspielen zu hören. Vor der Partie gegen Mainz war das so, nach dem 1:4 und der folgenden Begegnung in Heidenheim umso mehr. Auch dieses Spiel ging verloren. Der Druck nimmt zu. Auf den Klub, vor allem auf Trainer Sandro Wagner.

    Der zeigte sich am Donnerstag vor der Heimaufgabe gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr, Sky) zurückhaltender als üblich. Seine Antworten in der Pressekonferenz waren kürzer als gewohnt. Teilweise weniger prägnant. Auch ein Teil des Lernprozesses? Zuletzt waren ihm einige zu forsche Aussagen im Nachhinein negativ ausgelegt worden.

    Die Anspannung ist greifbar. Eine weitere schwache Leistung würde die Diskussionen um Wagner befeuern. Vor allem darüber, ob es im Sommer tatsächlich eine gute Idee war, den 37-Jährigen als Trainer zu verpflichten. Solche negativen Gedanken schiebt Wagner von sich weg. Er halte es nicht für zielführend, mit einer Angsthaltung in ein Fußballspiel zu gehen. „Ich würde einfach nur das Positive sehen: Wir können jetzt am Samstag in eine gute Richtung starten“, sagte er.

    Oliver Kahn war am Mittwoch in der WWK-Arena

    Eine gute Richtung schien der Klub bereits eingeschlagen zu haben. Zumindest deutete der Auftakterfolg in Freiburg darauf hin. Es folgten allerdings vier Niederlagen, was die Zweifel wachsen ließ. Dunkle Wolken sind aufgezogen. Die zu vertreiben, darum geht es am Samstag.

    Dass am Mittwoch ausgerechnet Oliver Kahn in der WWK-Arena zu Gast war, scheint zu passen, war aber Zufall. Er hielt bei den 3. Cyber-Security-Tagen einen Vortrag. Eingeladen war er von der Firma Netz 16, die sich in der Arena eingemietet hatte. Kahn sprach über Druck und Erfolg. Zielgerichteter könnte es auch für den FC Augsburg kaum sein.

    Zumal sich Sandro Wagner, so zumindest berichtet es die Sport-Bild, wenige Tage zuvor rhetorisch in der Vergangenheit von Kahn bedient haben soll. Am Sonntagvormittag hatte der FCA-Trainer offenbar in einer Ansprache an die Mannschaft darüber geredet, was es nun brauche, um die Krise zu überwinden.

    „Es gibt zwei Wege! Klar, wir können uns wieder hinten reinstellen, einigeln und am Ende der Saison auf Platz 13, 14 oder 15 landen. Oder aber: Wir zeigen Eier und spielen weiter mutig“, sollen Wagners Worte gewesen sein. Eier also. Die hatte Kahn auch häufiger als Torwart des FC Bayern von seinen Kollegen gefordert.

    Am Donnerstag formulierte es Wagner zurückhaltender. Auch als er darüber sprach, dass der Konkurrenzkampf seit Heidenheim noch einmal deutlich schärfer geführt werde. „Das haben wir Sonntag in einer guten Deutlichkeit wiederholt und klargemacht, dass jeder willkommen ist, sich zu zeigen. Es war eine intensive Trainingswoche und es wird auf jeden Fall Veränderungen geben in der Startelf“, sagte der Trainer.

    FCA-Trainer Wagner nimmt Mannschaft in die Pflicht

    Nach einer Misserfolgsserie steigen die Zweifel. Im Umfeld, aber womöglich auch in der Mannschaft. Oftmals wird in solchen Fällen über die taktische Ausrichtung diskutiert. Von der aber ist Wagner überzeugt. Und er hat das Gefühl, dass das auch seine Spieler sind. „Wir nehmen die Mannschaft weiterhin mit, weil wir uns auf einer Reise befinden. Deswegen wäre es Quatsch, nach ein paar nicht so guten Spielen die Philosophie oder die Richtung zu ändern. Ich habe auch keinen gehört, der es blöd findet, so Fußball zu spielen“, sagte Wagner.

    Die beiden vergangenen Spiele seien schlecht gewesen. Da gebe es nichts schönzureden. Die Mannschaft aber wisse jetzt, dass sie gefordert sei. Er könne von außen nicht alles regeln. Wobei er viel versucht. Der 37-Jährige ist am Spielfeldrand sehr aktiv. Womöglich zu sehr? „Mein Feedback von den Jungs ist positiv. Sie freuen sich, dass da jemand draußen ist, der sie unterstützt und mit Feuer und Flamme dabei ist“, erklärte er. Woran aber liegt es dann?

    Es brauche einfach Zeit in einer solchen Entwicklung, so der Trainer. „Es ist ganz normal in einer Fußballmannschaft, dass nicht gleich alles läuft, wenn man Sachen verändern will“, sagte Wagner.

    Eine gute Nachricht gab es immerhin am Donnerstag. Torwart Finn Dahmen wurde erneut für die anstehenden Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft nominiert. „Das hat er sich verdient“, sagte Wagner. Ob es aber auch ein zusätzlicher Push für das Team sei? „Es ist sicherlich kein Nachteil, wenn wir einen deutschen Nationalspieler an Bord haben. Grundsätzlich glaube ich aber, dass nach den letzten zwei Spielen keiner mehr einen Push benötigt.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 3 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren