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  4. Rosenaustadion in Augsburg: Langsam gehen die Lichter aus

FC Augsburg
26.04.2024

Langsam gehen im Augsburger Rosenaustadion die Lichter aus

Das Augsburger Rosenaustadion hat seine besten Zeiten hinter sich.
Foto: Michael Hochgemuth

Im Rosenaustadion erlebten Fans seit 1951 zahlreiche Höhepunkte – darunter auch die Regionalliga-Meisterschaft des FCA vor 50 Jahren. Heute zerfällt die Sportstätte.

Die vier Flutlichtmasten im Rosenaustadion ragen majestätisch in den wolkenverhangenen April-Himmel. Sie sind die markanten Fixpunkte in einem der schönsten Fußball-Stadien Deutschlands. Die Flutlichtanlage, die 1955, vier Jahre nach der Eröffnung, erbaut wurde, ist eine der ältesten in Deutschland – und war eine der lichtstärksten. 120 Quecksilberdampflampen (40 pro Mast) hatten zu Beginn eine Lichtleistung von rund 1400 Lux. 

Regionalliga-Meisterschaft vor 50 Jahren: Über 400.000 Zuschauer kamen zum FC Augsburg ins Rosenaustadion

Und sorgten so auch bei der Regionalliga-Meisterschaft des FCA in der Saison 73/74 für diese unvergleichliche Stimmung, wenn sie das Spielfeld erleuchteten. 

Flutlichtspiele waren auch in der Meistersaison 73/74 für Wolfgang Haugg, Helmut Haller und Klaus Vöhringer (von links) etwas Besonderes.
Foto: Fred Schöllhorn

Weit über 400.000 Zuschauer wollten Italien-Rückkehrer Helmut Haller, Torhüter Georg Mögele, Hans Jörg oder Alwin Fink in dieser Saison und in der Aufstiegsrunde sehen. Strömten vor allem auch bei den Flutlichtspielen in das Rosenaustadion. In diesen Tagen jährt sich dieses Augsburger Fußball-Märchen zum 50. Mal. 

Das Augsburger Rosenaustadion hat seine besten Zeiten hinter sich. Überall nagt der Zahn der Zeit.
17 Bilder
So sieht es aktuell im Rosenaustadion aus - Bilder vom Rundgang
Foto: Michael Hochgemuth

Aber so langsam gehen am Schauplatz dieses Triumphs die Lichter aus, muss Petra Keller, eine der beiden Leiterinnen des Augsburger Sport- und Bäderamtes, zugeben.

Leuchten im Rosenaustadion entsprechen ab 2025 womöglich nicht mehr den Vorgaben

„Für die Leuchten gibt es keine Ersatzteile mehr. Es sieht dann ein bisschen aus wie Zahnlücken, wenn Leuchten ausfallen. Die kann man nicht ersetzen. Fällt eine aus, dann müssen wir mit weniger Leuchten fahren. Das reicht noch aktuell auch für die kommende Saison.“ 

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Denn seit die Profis des FCA 2009 in die ein paar Kilometer südlich gelegene Arena umgezogen sind, trägt die U23 des FCA in der Regionalliga Bayern ihre Punktspiele aus. „Noch“ darf sie das. Doch ab Sommer 2025 schreibt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) in den Regionalliga-Stadien verpflichtend eine Leistung von mindestens 400 Lux vor. 

Steil ragt einer der vier Flutlichtmasten im Rosenaustadion in die Höhe
Foto: Michael Hochgemuth

Ob diese Kennzahl von den noch funktionsfähigen Lampen in der Rosenau überhaupt noch erreicht wird, ist fraglich. Auch wenn im Zuge des Zweitliga-Aufstieges des FCA 2006 ein Teil der Lampen ausgetauscht wurde. Eine aussagekräftige Lux-Messung gab es schon seit Jahren nicht mehr. Wohlwollend nimmt man an, dass die 400 Lux erbracht werden. 

Neue LED-Leuchten für das Augsburger Rosenaustadion könnten teuer werden

Das Sport- und Bäderamt hat schon mal schätzen lassen, was eine Umrüstung auf LED-Leuchten kosten würde. Eine Ausstattung mit 200 Lux würde um die 350.000 Euro kosten. Bei 400 Lux müsste man also mit rund 700.000 Euro rechnen.

Doch nicht nur die Strahler sind ins Alter gekommen. „Wir haben drei Sanierungsthemen beim Flutlicht“, sagt Petra Keller. „Die Leuchten müssen ausgetauscht und auf LED umgerüstet werden, die Masten sind sanierungsbedürftig, weil sie der Korrosion ausgesetzt sind und wir müssen die Fundamente ertüchtigen.“ 

Dies zeigt sich beim Rundgang im Stadion. Korrosionsspuren sind nicht zu übersehen. Auf die Masten traut sich nicht einmal die Feuerwehr bei ihren Höhenübungen, da die Körbe ganz oben durchgerostet sind. Und wie sehen die Fundamente aus? Erste Untersuchungen laufen. Kosten? Unklar. 

Bei Starkregen steht die Haupttribüne des Rosenaustadions unter Wasser

Ein weiteres Problem im Rosenaustadion ist gar nicht sichtbar. Es ist die bei Starkregen überforderte Kanalisation. Dann ist der Kabinentrakt unter der Haupttribüne schnell mal überschwemmt. Dort ist die große Tradition und die große Würde dieses Bauwerkes, das aus dem Augsburger Kriegsschutt entstanden ist, fühlbar. In den holzvertäfelten Kabinen mit den einfachen Haken kann man sich gut vorstellen, wie sich Helmut Haller das weiße Trikot mit der Nummer acht überzog, wie er sich dann vielleicht noch in einem der Pissoirs, die noch über eine offene Rinne ablaufen, erleichterte, ehe es hinaus auf das Spielfeld ging. Der Kabinentrakt ist picobello sauber. Darüber wacht Betriebsleiter Wolfgang Bachmann penibel. Er verwaltet mit seinen Mitarbeitern den Mangel, so gut es geht. 

Der Eingang zum Kabinentrakt unterhalb der Haupttribüne des Rosenaustadions.
Foto: Michael Hochgemuth

Was die Sanierung der Kanalisation kosten würde? Unklar. Günstig wird es nicht. Das weiß auch Petra Keller. „Es ist kein Geheimnis, dass das Rosenaustadion ein altes Stadion ist und dass Sanierungsbedarf vorhanden wäre. Es ist aber für uns in erster Linie eine gut angenommene Sportstätte“, sagt die Chefin der Sportverwaltung. „Wir haben hier nicht nur den FCA, sondern vor allem viel Leichtathletik und die Schulen. Das, was für den Sportbetrieb notwendig ist, wird erhalten. Wir brauchen in Augsburg jede Sportfläche. Um das Stadion im alten Glanz erstrahlen lassen zu können, stehen die Kosten in keinem Verhältnis zum sportfachlichen Bedarf.“ Sie würden weit in die Millionen gehen. Utopisch, bei einer Stadt, die ihren Kreditrahmen über Jahre wie einen Luftballon, der kurz vor dem Platzen ist, ausgedehnt hat. 

1958: Über 85.000 Zuschauer bei Leichtathletik-Länderkampf im Rosenaustadion

Wie der sportfachliche Bedarf definiert wird, kommt auf die Sichtweise an. Als vor zehn Jahren etwa die Leichtathletik-Anlage saniert wurde, freute man sich, jetzt auch bedeutende überregionale Wettkämpfe austragen zu können. 

Ludwig Müller bei der Einweihung der neuen Tartanbahn 2015.
Foto: Fred Schöllhorn

Erinnerungen an 1958 wurden da wach. Da pilgerten beim zweitägigen Leichtathletik-Länderkampf gegen die UdSSR insgesamt über 85.000 Menschen in die Rosenau. Sie sahen die Siege von Ludwig Müller – dem „Helden von Augsburg“. Leider ragt aber eine Betonmauer ein paar Zentimeter in den Startbereich der achten Bahn über 110 Meter Hürden. Ein Punkt, warum deutsche Meisterschaften, oder internationale Wettkämpfe trotz der Sanierung in Augsburg nicht möglich sind. 

Zudem sind bis auf die Haupttribüne und einen kleinen Sektor unter der Anzeigetafel alle Bereiche der so wunderschön gelegenen Betonschüssel gesperrt, denn die Stufen sind nicht mehr trittsicher. Dort drängten sich 1952 die Zuschauer als Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft die Schweiz mit 5:1 schlug. In jeder Ecke des Stadions ist die Historie, aber eben auch der Verfall zu spüren.

Augsburger Rosenaustadion steht seit 2014 unter Denkmalschutz

Sportreferent Jürgen Enninger hat ein grundsätzliches Problem ausgemacht, das auch schon seine Vorgänger beschäftigte. „Die großen ikonischen Sportstätten, nicht nur hier in Augsburg, wurden in den 50er- und 60er-Jahren gebaut, diese Kraft haben die Kommunen aktuell nicht mehr. Fakt ist, das Rosenaustadion und die Erhard-Wunderlich-Halle sind Denkmäler, das Hallenbad in Göggingen ist denkmalähnlich. Das muss einem bewusst sein, wenn es um die Modernisierung geht.“

Der Gebäudekomplex genießt seit 2014 nach einem Antrag des Architekturforums Augsburg Denkmalschutz und muss deshalb erhalten und darf nur unter engen Vorgaben saniert werden. Da kann es, so Enninger weiter, „einen Erwartungs-Crash geben, weil man das nur behutsam machen kann. Aktuell haben wir die Kanalisation und die Flutlichtthematik, an denen wir arbeiten müssen, um das Rosenaustadion weiter zukunftsfähig halten zu können.“ 

Zukunftsfähig. Ein Adjektiv, das unterschiedliche Deutungen zulässt. Die Kicker des FCA II und vielleicht auch die des TSV Schwaben würden sich wünschen, dass das Stadion die Regionalligatauglichkeit behält. Denn die Schwaben, derzeit Tabellenführer der Bayernliga Süd, müssten wohl von ihrer Heimat, dem Ernst-Lehner-Stadion, im Falle eines Aufstieges nächste Saison umziehen. Der Abstimmungsprozess läuft gerade. 

Serbien trainiert während der Fußball-Europameisterschaft im Rosenaustadion

Zukunftsfähig. Das ist der Rasen in der Rosenau auf jeden Fall. Betriebsleiter Bachmann kümmert sich um jeden Grashalm persönlich. Dafür bekommt er jetzt eine immaterielle Honorierung. Serbiens Fußball-Nationalmannschaft hat die Qualität des Naturrasens (neben der Uneinsehbarkeit des Stadions) so überzeugt, dass sie während der EM in Augsburg ihr Quartier aufschlägt. Nur die Toiletten-Anlagen waren den Funktionären dann doch zu unhygienisch. Die werden jetzt bis Anfang Juni saniert. Und notfalls reicht das Flutlicht für ein Abendtraining auch noch aus. Auch wenn es ein paar Zahnlücken hat. 

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24.04.2024

Warum lässt die Stadt Augsburg so viele Bauwerke verkommen. Die Stadt baut und pflegt ihre Bauwerke nicht.Die Bauten müssen abrissreif verkommen.
Bei der Schleifenstrasse hat man im Tunnel bei der Citygalerie eine Bodenbeleuchtung eingebaut, warum werden da die kaputten Leuchtmittel nicht ersetzt.Aufbauen und verkommen lassen.

24.04.2024

Die Kabinen und die Toilettenanlage war schon 1974 sanierungsbedürftig.

24.04.2024

Ganz nett zu lesen dieser Beitrag. Umsomehr, da man sich an viele schöne Begegnungen in der Rosi erinnert.
Nur der Mögele Schorsch, das war schon der Georg und nicht der Karl-Heinz, Herr Götz.
Soviel Recherche sollte schon sein.

24.04.2024

Richtig, solche Fehler sollten eigentlich
einem "alten Sport-Reporter" wie Herrn Götz, als den ich Ihn eigentlich schätze, nicht passieren, Nein, meint der FCAler Franz!

24.04.2024

@Richard R. und Franz Wildegger: Sie haben natürlich recht. Der ehemalige FCA-Torhüter heißt natürlich Georg Mögele. Da ist mir ein Fehler unterlaufen, den ich Text korrigiert habe.
Georg/Schorsch Mögele ist im Juni 2021 im Alter von 84 Jahren verstorben.
Danke für den Hinweis
Robert Götz