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FC Bayern München
03.05.2022

Bis 2024: Thomas Müller verlängert um ein Jahr beim FC Bayern

Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Thomas Müller und Vorstandschef Oliver Kahn präsentieren die Vertragsverlängerung des Nationalspielers bis 2024.
Foto: FC Bayern München

Ein Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und einem seiner Stars ist vorerst zu Ende: Thomas Müller bleibt bis 2024 in München.

Der FC Bayern München ohne Thomas Müller? Das ist nur schwer vorstellbar – und wird bis 2024 auch nur eine theoretische Option bleiben. Am Dienstag gaben Verein und Spieler bekannt, dass zusammenbleibt, was zusammengehört: Müller, dessen bisheriger Kontrakt bis zum Sommer 2023 gelaufen wäre, hängt ein weiteres Jahr dran. Bei Vertragsende im Sommer 2024 stünde der Angreifer kurz vor seinem 35. Geburtstag – die von ihm oft geäußerte Vorstellung, bei seinem Herzensklub FC Bayern die Karriere zu beenden, wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus realistisch.

Die Social Media Abteilung des FC Bayern inszenierte die Einigung mit der Identifikationsfigur im Stile eines Fotos vom zehnjährigen Müller. Das zeigt ihn, wie er im Trikot seines Lieblingsklubs und mit Torwarthandschuhen auf seinem Kinderbett in Pähl (Kreis Weilheim-Schongau) sitzt: die Bettwäsche im Bayern-Look, der Blick erwartungsvoll. 22 Jahre später nahm der mittlerweile 112-fache Nationalspieler auf einem nachgestellten Kinderbett Platz, vor ihm ein Trikot, das mit der Jahreszahl 2024 beflockt ist. Vorstandschef Oliver Kahn rühmt Müller als „Identifikationsfigur, die das Wappen unseres Klubs im Herzen trägt. Den FC Bayern hat schon immer Kontinuität ausgezeichnet, und deshalb sind wir glücklich, dass es uns gelungen ist, auch mit diesem wichtigen Spieler zu verlängern.“

Müllers Verlängerung ist auch für andere FCB-Spieler ein Signal

Müller betont in der Mitteilung des Klubs, die gemeinsame Erfolgsgeschichte fortschreiben zu wollen: „Es macht mir unheimlich Spaß, die roten Farben jedes Jahr aufs Neue auf und neben dem Spielfeld hochzuhalten. Selbst dann, wenn einem auch mal der Wind ins Gesicht bläst.“ Kein Zweifel: Diese Vertragsverlängerung soll auch ein Signal an die Spieler sein, mit denen der Klub derzeit um eine Ausdehnung des Arbeitsverhältnisses verhandelt. Wie bei Müller laufen die aktuellen Verträge von Kapitän Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Serge Gnabry bis 2023.

Müller ist der erste aus dieser Gruppe, bei dem es einen Erfolg zu vermelden gibt. Trainer Julian Nagelsmann übt diesbezüglich einen gar nicht mehr so sanften Druck auf die sportliche Leitung, bestehend aus Kahn und Sportdirektor Hasan Salihamidzic, aus: Dass er gerne mit seinen Leistungsträgern weitermachen wolle, sei kein Geheimnis. Zugleich vertraue er den Kaderplanern dahingehend, „dass wir auch nächstes Jahr eine starke Mannschaft haben werden“. Dass die sich wie Kaugummi ziehenden Verhandlungen nicht gerade leistungsfördernd sind, hatte Nagelsmann zuletzt aber auch durchblicken lassen.

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Neuer, Lewandowski, Gnabry: Beim FC Bayern ist die Vertragslaufzeit ein heißes Thema

Ein Knackpunkt bei dem Poker zwischen Verein und Spieler ist die Vertragslaufzeit: Die Bayern, die infolge der Corona-Pandemie Einnahmenverluste hinnehmen mussten, zögern offenbar, den 36-jährigen Neuer oder den bald 34-jährigen Robert Lewandowski mit mehrjährigen Verträgen auszustatten. Dem Vernehmen nach stehen die Zeichen bei Neuer mittlerweile gut, während sich vor allem bei Lewandowski die Spekulationen halten. Bei Gnabry hingegen werden die Leistungen offenbar als zu schwankend, die Gehaltsforderungen hingegen als zu hoch empfunden.

Die Kunde von weiteren Vertragsverlängerungen hätten das Zeug, den Wirbel um die Ibiza-Reise einiger Bayern-Spieler vergessen zu lassen. Robert Lewandowski gab auf seinem Instagram-Account zuletzt zwar keine Vertragsverlängerung bekannt, dafür einen Beleg, sich zumindest am Montag nicht (mehr) auf der Baleareninsel aufgehalten zu haben. Stattdessen ging es mit Frau Anna und den beiden Kindern ins Legoland Günzburg.

Neuers Konkurrent Nübel hat einen langfristigen Vertrag mit dem FC Bayern

Manuel Neuer flog erst gar nicht mit, sondern hatte einen privaten Termin: Der Nationalkeeper will zusammen mit einigen Geschäftspartnern ein historisches Forsthaus am Schliersee renovieren lassen, um daraus ein Lokal zu machen. Am Montag stand ein Ortstermin mit mehreren Interessenvertretern an.

Unterdessen meldete sich aus Monaco ein Torwart, der einst nach München gekommen war, um Manuel Neuer abzulösen: Alexander Nübel. Der 25-Jährige ist noch bis 2023 an AS Monaco ausgeliehen. Ob er dann nach München zurückkommt? „Wenn Manuel noch da sein sollte, wird das, glaube ich, nichts mehr“, betonte er in einer Medienrunde. Das einzige, was Nübel seinem Konkurrenten Neuer derzeit voraushat, ist ein langfristiger Vertrag beim FC Bayern: Sein Arbeitspapier ist bis Sommer 2025 datiert.

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