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Champions League

23.10.2019

Bayern mühen sich gegen Piräus zum Sieg - Hernández fällt aus

Knapper Sieg für den FC Bayern: Der deutsche Rekordmeister gewinnt mit 3:2 gegen Olympiakos Piräus. Robert Lewandowski (L) und Corentin Tolisso (M) erzielen die Treffer der Bayern.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Mit dem Sieg in Piräus behalten die Bayern ihre weiße Weste in der Champions League. Der sorglose Auftritt und der Hernández-Ausfall trüben aber die Stimmung.

Ein knappes 3:2 in Piräus, vermeidbare Gegentore, dazu die schlechten Auftritte in der Bundesliga zuletzt: Der FC Bayern zeigt sich aktuell anfällig - auch wenn die Bilanz in der Champions League mit drei Siegen aus drei Spielen auf dem Papier gut aussieht.

Beim Bankett der Bayern nach dem Spiel wurde Karl-Heinz Rummenigge deswegen deutlich: "Ich glaube nicht, dass die Leistung, die wir heute Abend gebracht haben, uns in diesem Jahr große Erfolge bescheren wird, wenn wir nicht die Kurve langsam kriegen", sagte der Vorstandschef tief in der Nacht zum Mittwoch und wies auf alarmierende Signale hin: "Wir spielen ein bisschen zu sorglos. Das wird irgendwann zu Problemen führen."

Champions League: Lewandowski führt die Bayern zum Sieg in Piräus

Zuvor hatte sich der deutsche Fußball-Rekordmeister zum Auswärtssieg in der Champions League bei Olympiakos Piräus gemüht. Robert Lewandowski (2) und Corentin Tolisso sorgten für die Tore, der in die Startelf zurückgekehrte Thomas Müller war an allen Treffern beteiligt. "Das Ergebnis ist super", sagte Kapitän Manuel Neuer. Die Mannschaft stehe aktuell aber nicht da, "wo sie sein soll".

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Nach den verpassten Siegen in der Bundesliga gegen Hoffenheim (1:2) und in Augsburg (2:2) bleibt das Team von Niko Kovac aber wenigstens in der Königsklasse punktemäßig auf Kurs. "Ein kleiner Schritt vorwärts ist es auf jeden Fall", sagte Neuer, der von selbstkritischen Analysen der Mannschaft sprach.

Salihamidzic: "Haben nicht die Kontrolle in der Defensive"

In der griechischen Hafenstadt wurmte die Verantwortlichen vor allem das anfällige Defensivspiel. "Man wird verrückt, wenn man so ein Spiel sieht. Wir haben nicht die Kontrolle. Es muss alles besser werden", forderte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Zu allem Übel haben die Münchner nach dem langen Ausfall von Niklas Süle (Kreuzbandriss) den nächsten verletzten Verteidiger zu beklagen: Rekordeinkauf Lucas Hernández verließ das Stadion an Krücken. Eine genaue Diagnose soll im Laufe des Mittwochs erfolgen.

Trotz allem: Die Ausbeute des Clubs in der Champions League ist optimal. "Beim Blick auf die Tabelle kann man optimistisch in die Zukunft schauen, dass wir damit zumindest den ersten Step, die Qualifikation für das Achtelfinale erreichen können", sagte Rummenigge.

Nach Startelf-Rückkehr: Diskussionen für Müller beendet

Doch zittern mussten die Bayern am Dienstagabend erneut - und das trotz eines zwischenzeitlichen 3:1-Vorsprungs. "Wir sind hier in Griechenland, und da ist der Marathonlauf erfunden worden. Heute Abend war das so ein bisschen wie Marathonlauf mit Hürden, den wir auf dem Platz erlebt haben", beschrieb es Rummenigge.

Ein Erfolgsfaktor war wieder einmal Lewandowski: Treffer Nummer 18 im 13. Pflichtspiel der Saison, die Tore 57 und 58 beim 83. Königsklasseneinsatz. Als Vorbereiter glänzte Müller, der sich zuletzt sechsmal bei Anpfiff auf der Bank wiedergefunden hatte. "Ich versuche, mich aufs Fußballspielen zu konzentrieren. Langsam können die ganzen Diskussionen auch mal ein bisschen zu Ende gehen", sagte der 30-Jährige. "Die Feuertaufe haben wir bestanden, aber natürlich wissen wir auch, dass nicht alles perfekt war." (dpa)

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