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FC Bayern

22.09.2019

Coutinho und Lewandowski: zwei für die Fantasie

Auserkoren, das neue Traumpaar des FC Bayern zu werden: Philippe Coutinho leitete den ersten Treffer von Robert Lewandowski ein. Der revanchierte sich und spendierte dem Brasilianer einen Elfmeter.
Bild: Matthias Balk

Die Bayern gewinnen 4:0 gegen Köln, ohne wirklich zu überzeugen. Das Duo Lewandowski/Coutinho aber regt die Fantasie an.

Philippe Coutinho durfte gleich drei Mal über seinen Premierentreffer jubeln. Dem ersten Tor gegen Roter Stern Belgrad entzog der Schiedsrichter am Mittwoch wegen einer Abseitsstellung die Gültigkeit. Als sich der Brasilianer nun am Samstag für seinen Elfmeter zum 3:0 gegen den 1. FC Köln feiern lassen wollte, hatte abermals der Unparteiische etwas dagegen. Nach Sichtung des Videomaterials entschied Patrick Ittrich , dass zu viele Spieler unerlaubt den Strafraum betreten hatten. Erst als Coutinho auch bei der Wiederholung kühl blieb, fand sein Name Einzug in die Torschützenliste (62. Minute).

Dass er zum freien Schuss aus elf Metern antreten durfte, lag an Robert Lewandowski. Der hatte an diesem Tag bereits zwei Mal getroffen (3., 48.) und überließ gnädigerweise dem Neuzugang den Ball. „Das war eine spontane Aktion, für ihn war es wichtig, das erste Tor hier in der Arena zu schießen, auch für die Zukunft das Selbstbewusstsein aufzubauen. Er ist ein großer Spieler“, sagte jener Mann, der neun Tore in fünf Ligaspielen erzielt hat.

Mit dem dritten Treffer des Spiels war die Partie endgültig entschieden, auch weil das zum Elfmeter führende Foul von Kingsley Ehizibue auch noch eine Rote Karte nach sich zog. Der Treffer von Ivan Perisic zum 4:0 nach Vorlage von Coutinho war die logische Konsequenz aus der bayerischen Überzahl (73.).

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Allerdings täuscht das Ergebnis nicht über einige Seltsamkeiten im bayerischen Spiel hinweg, auch wenn Trainer Niko Kovac nach dem Spiel berichtete, seine Mannschaft habe „eine gute Leistung abgeliefert“. Das trifft auf die Phase zwischen den ersten beiden Treffern nur mit viel gutem Willen zu. Dem Spiel der Bayern fehlte es zwischendurch an Prinzipienfestigkeit. Das gegen Belgrad noch so griffige Pressing wurde diesmal leicht überspielt, Passwege ins Angriffsdrittel basierten auf meist vergebener Improvisationskunst und den grätschenden Verteidigern Jerome Boateng und Niklas Süle hätte ein wenig mehr Standfestigkeit nicht geschadet.

Das alles aber war nach der Partie vergessen. Weil Lewandowski und Coutinho die Fantasie von Fans, Trainer und Mitspielern anregen. „Er wird von Philippe noch so oft in Szene gesetzt“, kündigte Kovac zum Zusammenspiel seiner beiden Hauptdarsteller an. Gegen Köln leitete Coutinho den ersten Treffer bereits mit einem feinen Fersenpass vor. Unlängst sagte Kovac, Coutinho verleihe dem Spiel eine neue Dimension. Nachdem über Jahre hinweg das Spiel der Münchner von den Rändern des Feldes bestimmt wurde, rückt nach der Robben-Ribéry-Ära das Zentrum wieder mehr in den Mittelpunkt. Noch aber fremdeln die Bayern phasenweise mit ihren Möglichkeiten. Die Kölner Mannschaft aber war nicht von der Qualität, daraus Kapital schlagen zu können.

Bayern München Neuer – Pavard, Süle, Boateng (59. Javi Martinez), Lucas Hernández – Kimmich (71. Cuisance), Tolisso – Gnabry, Philippe Coutinho, Perisic – Lewandowski (71. Müller) 1. FC Köln T. Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Hector – Höger (79. Bader) – K. Schindler, Skhiri, Drexler, F. Kainz (64. Mere) – Cordoba (72. Terodde) Tore 1:0 Lewandowski (3.), 2:0 Lewandowski (48.), 3:0 Philippe Coutinho (62./Foulelfmeter), 4:0 Perisic (73.) Rote Karte Ehizibue (59./Notbremse) Zuschauer 75 000 (ausverkauft) Schiedsrichter Ittrich (Hamburg)

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