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FC Bayern
10.04.2021

Flick vor Bayern-Abschied? "Die nächste Frage, bitte!"

Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic arbeiten beim FC Bayern nicht reibungslos zusammen.
Foto: Arne Dedert, dpa (Archiv)

Hansi Flick gibt zu den Verwerfungen in der sportlichen Führung eine Art Grundsatzerklärung ab. Weitere Fragen dazu will er nicht mehr beantworten.

Hansi Flick kann man sich gut als Nachfolger von Jogi Löw vorstellen. Nicht nur, weil er als sein ehemaliger Assistent weiß, wie der Laden Nationalmannschaft läuft. Auch weil Flick die Fortsetzung der Löw’schen Regentschaft mit etwas anderen Mitteln wäre. Das mag manchen eine schreckliche Vorstellung sein. Wer aber Flick gestern Mittag zur Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Spiel gegen Union Berlin von seiner Mannschaft hat schwärmen hören, dem wurde es warm ums Herz. Das war praktizierte Hingabe eines Trainers an seine Spieler. Daraus ergibt sich die Frage, ob jemand eine solche Mannschaft überhaupt verlassen mag und sei es für ein Engagement in der Nationalelf. Flicks kurzer Konter: „Nächste Frage“.

Die Antwort dürfte Karl-Heinz Rummenigge gefallen haben. Der 65-Jährige hat sich in der Zukunftsdebatte um Flick, der als ein Top-Kandidat für den Bundestrainerposten gilt, klar positioniert. Erst in dieser Woche betonte Rummenigge erneut, dass der DFB „ohne Hansi“ planen müsse. Dessen Vertrag in München läuft bis 30. Juni 2023.

Dass sich der 56-jährige Flick überhaupt zur Hymne auf die Mannschaft und eine Art Grundsatzerklärung veranlasst sah, lag an Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandschef des FC Bayern hatte den Klub zum Zusammenhalt aufgefordert, nachdem es zuletzt auseinanderdriftende Bewegungen zwischen Flick und Hasan Salihamidzic sowie zwischen Flick und Uli Hoeneß gegeben hatte. In beiden Fällen ging es um den nicht verlängerten Vertrag von Jérôme Boateng, den Flick gerne noch ein Jahr in München gesehen hätte.

Flick: "Absolut fokussiert auf die Mannschaft"

„Wir müssen alle an einem Strang ziehen, müssen harmonisch, loyal und professionell zusammenarbeiten. Das ist meine klare Forderung an die sportliche Führung. Das hat den FC Bayern immer ausgezeichnet“, sagte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters der Bild.

Eine Forderung, mit der er bei Flick offene Türen einrennt. Aber damit ist es nicht getan. Andernfalls würde der 56-Jährige nicht das Selbstverständliche dermaßen überbetonen.

„Ich bin absolut fokussiert auf die Mannschaft“, bekräftigt Flick etwas, das er eigentlich nicht hervorheben müsste, hätte Rummenigge nicht Zusammenhalt eingefordert. Dass manche Dinge auch neben dem Platz „breitgetreten“ wurden, dazu trage er eine „Teilschuld“, räumte Flick ein. Was er damit meint, ist das Wortgefecht, das er sich mit Salihamidzic geliefert hat. Das sei inzwischen ausgestanden. Flick: „Ich hab gesagt, wir vergessen das alles und arbeiten weiter. Alles andere, was an Störfeuern kommt, kommt nicht von mir“, versicherte der Bayern-Trainer, dem ein Comeback des FC Hollywood zuwider wäre. Fragen zu diesem Thema werde er zukünftig mit „nächste Frage, bitte!“ beantworten.

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Damit war man bei den Personalien, die für Flick im Moment auch nicht viel erfreulicher sind. Vor dem Heimspiel gegen Union Berlin (Sa., 15.30 Uhr, Sky) fehlen der corona-infizierte Serge Gnabry, Niklas Süle (muskuläre Probleme), Lucas Hernández (Prellung), Roca, Goretzka (muskuläre Probleme) und der Langzeitverletzte Lewandowski. Alphonso Davies ist in der Liga gesperrt.

Während Roca und Goretzka möglicherweise für das Champions-League-Rückspiel am Dienstag (21 Uhr, Sky) wieder zur Verfügung stehen, ist mit den anderen nicht zu rechnen. Möglich könnte ein Startelf-Debüt des lange verletzten Tanguy Nianzou, 18, sein. Roca und Nianzou sind zwei der insgesamt sieben Neuzugänge, die den Kader des Triple-Siegers insgesamt nicht auf das Level der Vorsaison heben konnten. „Wir hatten im letzten Jahr eine Mannschaft, die – und das weiß jeder und da wird mir jeder zustimmen – qualitativ besser war als die Mannschaft dieses Jahr“, stellte Flick klar.

Die Kaderplanung ist ein wesentliches Aufgabengebiet von Salihamidzic. Freunde werden Flick und Salihamidzic nicht mehr. Fragen dazu? Nächste Frage. (mit dpa)

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10.04.2021

Respekt, Hansi Flick hat alles erfolgreich und richtig für den FCB gemacht, jetzt kommen die neidischen Ratten. Ergo: Das Schiff verlassen

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