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FC Bayern
20.12.2018

So wappnet sich der FC Bayern für die Zukunft

Puppentheater in der Allianz-Arena: Der FC Bayern verabschiedete sich mit zahlreichen Showelementen von seinen Fans. Das vorherige Spiel überzeugte eher durch Willen denn durch Finesse.
Foto: Tobias Hase, dpa

Der FC Bayern zeigt gegen Leipzig beeindruckende Lernfortschritte. Dabei soll es nicht bleiben, weshalb er offenbar einen Weltmeister verpflichten will.

Selbstverständlich schickt der FC Bayern seine Spieler nach dem letzten Heimspiel des Jahres nicht einfach mit einem Banner auf die Stadionrunde. „Danke für alles und ein frohes Fest“ – so etwas kann man vielleicht in Mainz oder Freiburg machen, ist des Rekordmeisters aber unwürdig. Glaubt der Rekordmeister. Also kicken zwei illuminierte Riesenpuppen einen Ball durch die Allianz-Arena, wird mit allerhand Lasern das Stadion bespielt und ein DJ sorgt mit Weihnachtshits-Remixes für die Beschallung. Die Andréhellerisierung des Fußballs. Während des Spiels der Münchner gegen RB Leipzig hatten die Fans mit einem Plakat „gegen den modernen Fußball“ protestiert.

Gemeint damit war nicht der Fußball im engeren Sinn. Zig verschiedene Anstoßzeiten, Videobeweis und als Marketingprodukte auflaufende Mannschaften wie eben die Leipziger werden kritisiert. Gegen den Fußball der Sachsen an sich ist recht wenig einzuwenden. Ultramodernes Pressing gepaart mit Hochgeschwindigkeitsspielern – Ralf Rangnick hat ein imposantes Kollektiv aus ausgezeichneten Einzelspielern zusammengestellt. Nach der 0:1-Niederlage sprach der Trainer davon, seinem Team kaum Vorwürfe machen zu können. „Viel mutiger kann man nicht auftreten.“

Für die Münchner indes spricht, dass sie trotz des forschen Vorgehens ihres Gegners kaum Chancen zuließen. So war der Erfolg am Ende verdient, auch wenn Rangnick ein Unentschieden als gerechteres Ergebnis angesehen hätte. Franck Ribéry sind Meinungen von Trainern generell recht egal, wenn sie seine Fähigkeiten nicht ausreichend würdigen. Das gilt nicht für Niko Kovac. Der brachte den Franzosen bereits nach einer halben Stunde ins Spiel, nachdem Serge Gnabry mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt wurde. Ribéry gelang fortan recht wenig, aber nach einer schönen Finte eben doch das Siegtor.

Zum Jahresende hat sich der FC Bayern gefangen

Ein Sieg gegen Leipzig, die Abwehr sicher wie lange nicht und den Abstand auf Dortmund verkürzt: Die Münchner haben zum Jahresende wieder in die Spur gefunden. Derart beflügelt, scheinen sie auf dem Transfermarkt die für den kommenden Sommer angekündigte Offensive vorziehen zu wollen. Die spanische Marca hatte berichtet, dass der deutsche Meister bereits in der Winterpause Lucas Hernandez von Atletico Madrid verpflichten wolle. Die Ausstiegsklausel des Defensivmannes liegt bei 80 Millionen Euro. Der bislang teuerste Spieler der Münchner ist Corentin Tolisso, der 2017 für 41,5 Millionen aus Lyon verpflichtet wurde.

Während die Vereinsführung der Madrilenen umgehend sagte, kein Angebot aus München erhalten zu haben, wollten die Bayern ein grundsätzliches Interesse an dem 22-Jährigen nicht leugnen. „Ich kann weder etwas dementieren noch bestätigen. Bestätigen kann man erst etwas, wenn es fix ist. Und das ist es noch nicht. Wir sind in der Überlegungsphase. Jetzt warten wir mal ab, ob wir am Ende des Tages im Januar was machen“, sagte Karl-Heinz Rummenigge.

Sinnvoll wäre der Wechsel aus Sicht der Münchner unter anderem auch deswegen, weil Hernandez auch Linksverteidiger David Alaba entlasten könnte, für den es keinen Ersatz im Kader gibt. Zudem wird eher kurz- als langfristig der Abschied von Jerome Boateng und/oder Mats Hummels erwartet.

Mats Hummels wird am Sonntag, 16. Dezember 30 Jahre alt - wir blicken anhand von Bildern zurück.
14 Bilder
FC Bayern, BVB, die Nationalelf und Cathy: Mats Hummels wird 30
Foto: Christian Charisius, dpa

Hernandez kann auch Innenverteidiger spielen. Sollte zudem auch noch der als wahrscheinlich geltende Transfer des Stuttgarters Benjamin Pavard realisiert werden, wäre die Defensive für die Moderne gerüstet. Die Bayern-Fans hätten garantiert nichts dagegen. Wie sie sich auch nicht Star-Tenor Jonas Kaufmann entziehen konnten, der nach all der Lichtershow sang: „Stille Nacht.“

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