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DFB-Pokal

26.05.2019

Hat Boateng bereits mit dem FC Bayern abgeschlossen?

Jerome Boateng wirkt, als hätte er bereits mit dem FC Bayern München abgeschlossen.
Bild: Matthias Balk, dpa (Archiv)

Wie schon bei der Meisterfeier kapselte sich Jerome Boateng beim DFB-Pokal-Finale von der Mannschaft ab. Sein Abgang scheint immer wahrscheinlicher.

Als die Spieler des FC Bayern mit dem DFB-Pokal in der Hand zu ihren Fans in die Kurve stürmten, war einer schon nicht mehr dabei: Jerome Boateng. Der Innenverteidiger, der erneut 90 Minuten auf der Bank gesessen war, verschwand während der Party mit den Fans in den Katakomben des Berliner Olympiastadions.

Schon eine Woche zuvor, als die Bayern die Meisterschaft gefeiert hatten, war Boateng während der Feierlichkeiten mit seinen Töchtern auf dem Podest sitzengeblieben.

Das DFB-Pokal-Finale könnte Boatengs letztes Spiel beim FCB gewesen sein

Der 30-Jährige wirkte am Samstagabend wie jemand, der mit seinem Verein bereits abgeschlossen hat. Noch deutlicher wurde das bei den TV-Bildern, die die Bank der Bayern nach einer vergebenen Chance kurz vor der Halbzeitpause zeigen: Während seine Mitspieler aufsprangen oder sich die Haare raufen, blieb Boateng regungslos sitzen, den Kopf in die Hand gestützt.

 

Gut möglich, dass das Pokalfinale Boatengs letztes Spiel als Bayern-Spieler gewesen ist. Eine nennenswerte sportliche Perspektive scheint der Fußballer des Jahres 2016 beim Rekordmeister nicht mehr zu besitzen.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß rät Boateng zu einem Vereinswechsel

Niko Kovac ließ Boateng zuletzt immer häufiger draußen, vertraute in der Defensivzentrale dem Duo Niklas Süle und Mats Hummels. In der neuen Saison kommen mit den französischen Weltmeistern Lucas Hernandez und Benjamin Pavard zwei Spieler, die ebenfalls in der Innenverteidigung spielen können.

Bei den Feierlichkeiten zum Gewinn des zwölften Doubles des deutschen Fußball-Rekordmeisters riet Präsident Uli Hoeneß dem unzufriedenen Innenverteidiger trotz des bis ins Jahr 2021 laufenden Vertrages zu einem vorzeitigen Wechsel. "Im Moment wirkt er wie ein Fremdkörper. Ich würde ihm als Freund empfehlen, sich einen neuen Verein zu suchen", sagte Hoeneß.

Trotz eines Vertrags bis 2021 waren die Bayern schon vor der Saison bereit dazu, ihn ziehen zu lassen. Das Ablöse-Angebot des französischen Spitzenklubs Paris St. Germain war den Münchnern damals aber zu gering.

Sehr wahrscheinlich ist, dass sich der Rekordmeister nun mit deutlich weniger zufrieden geben wird. Angeblich soll Inter Mailand Interesse haben.

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27.05.2019

Jerome Boateng hat sich mehr als nur um Bayern verdient gemacht; es bleibt zu hoffen, dass die Trennung mit Charakter erfolgt.

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Kommentar

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