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FC Bayern

18.05.2020

Karl-Heinz Rummenigge ledert gegen den DFB

Karl-Heinz Rummenigge kritisierte den DFB scharf.
Bild: Roland Weihrauch/dpa

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kann Aussagen von DFB-Präsident Fritz Keller nicht nachvollziehen und stichelt massiv gegen den Verband.

Noch bevor der Ball gegen Union Berlin rollte, ging Karl-Heinz Rummenigge in den Angriffsmodus. Der Gegner: DFB-Präsident Fritz Keller. Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern hatte sich dieser nämlich despektierlich über die Profifußball-Branche geäußert.

Gegenüber dem Magazin Spiegel sagte der DFB-Präsident: "Man sieht nun, wozu es führt, wenn die Neu­rei­chen, von de­nen ei­ni­ge auch in der Bun­des­li­ga am Ball sind, mit ih­rem Geld her­um­prot­zen. Die­se Groß­kot­zig­keit fällt uns al­len auf die Füße. Das ist eine Ka­ta­stro­phe für das Image des Fuß­balls. Wir müs­sen uns da­mit be­fas­sen, wie es nach der Kri­se wei­ter­geht. Mit mehr De­mut, nah bei den Men­schen."

Neymar und Goldsteaks als abschreckende Beispiele

Generalsekretär Friedrich Curtius sprang dem Präsidenten in dem Doppelinterview zur Seite und sagte, Co­ro­na wirke wie eine Art Brand­be­schleu­ni­ger. "Alle Pro­ble­me, die der Fußball hat, wer­den ge­ra­de im Zeit­raf­fer auf die Spit­ze ge­trie­ben. Die Goldsteaks, die sich einige Spie­ler ge­gönnt ha­ben, die 222 Mil­lio­nen Euro Ab­lö­se für Ney­mar, das ver­ste­hen die Leu­te nicht mehr, schon gar nicht jetzt, wenn sie um ihre Ar­beit fürch­ten, ihre Ge­sund­heit."

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Rummenigge aber wollte die Kritik nicht unkommentiert stehen lassen. Gegenüber Sky ging er selbst in die Offensive. "Vielleicht sollte man sich beim DFB mal einen Besen kaufen, um vor der eigenen Tür zu fegen. Das wäre vielleicht auch mal angebracht." Schließlich gebe es im Verband genug Baustellen, die abgearbeitet werden sollten. "Bis heute steht noch nicht fest, wann die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufnehmen dürfen. Das wäre ein Job, den ich mir vom DFB wünschen würde", erinnerte der Bayern-Boss an die - seiner Meinung nach - Versäumnisse des Verbandes.

"Wenn wir eine Krise in den letzten Jahren im deutschen Fußball hatten, dann war sie im DFB zu suchen", fällte Rummenigge eine hartes Urteil über die Arbeit des DFB in den vergangenen Jahren. Auf was er damit genau abzielte, sagte er allerdings nicht. (AZ)

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18.05.2020

Na, da scheint jemand ziemlich getroffen worden zu sein.
Gerade die großen Vereine haben (auch europaweit) Regelungen (Jahreswertungen, Financial Fairplay, us.w.) durchgeboxt, die Ihre Pfründe gegen andere absichern ... egal wie gut dort gearbeitet wird.
Und gerade diese Großen jammern und jammern und jammern ... während Ihre Spieler Gold essen und ihre Vereinsführungen Steuern und Zölle hinterziehen. Und mit der großen Club-WM werden noch mehr die Geldtaschen gefüllt. Da wird nur noch die Verteilungsquoten mit der "blütenreinen und selbstlosen" FIFA verhandelt. Und der Fan im Stadion ist maximal noch C-Kunde. Wenn der Gastro- und Fanshopumsatz nicht mitwegfallen würde, wären einigen Vereinen die Geisterspiele gerade recht.
Herr Keller (vom Sisyphos-Verein SC Freiburg) hat nicht den Mist der letzten Jahre beim DFB zu verantworten. Übrigens kann ja der FC Bayern oder der Bayernsponsor Adidas das ganze Corona-Tam-Tam bei dei der 3. Liga und im Frauenfußball wie in der 1. und 2. Liga finanzieren. Dann könnte dort sicher wieder der Spielbetrieb angefangen werden.

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18.05.2020

Der Rummenigge ist "Betriebslblind" und sollte ruhig mal auf einen Präsidenten hören, welcher von einem "kleinen" Proviverein kommt.
Der weiss nämlich noch, wie schwer es ist, Geld zu verdienen und es nicht grosskotzig zum Fenster raus zu werfen.
Von Loyalität anderen, kleineren Vereinen, gegenüber hat er wohl noch nichts gehört?

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