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FC Bayern

02.07.2018

Kovač nimmt Lewandowski in die Pflicht - und will viel neu machen

Der neue Trainer Niko Kovac kommt zur Pressekonferenz.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Der FC Bayern hat am Montag seinen neuen Trainer Niko Kovač vorgestellt. Der machte gleich klar, dass Robert Lewandowski beim Rekordmeister bleiben wird.

Die vermeintlich größte, weil optische Änderung zuerst: Künftig spielt der FC Bayern in einer Arena mit bunten Sitzen. Die Sommerpause nutzte der Rekordmeister, um sich einiger der im schnöden Grau gehaltenen Sitzschalen zu entledigen und die Vereinsfarben Blau, Weiß und vor allem Rot deutlich stärker als bisher unterzubringen. Nach dem Auszug des bisherigen Mieters 1860 München vor einem Jahr gibt es schließlich auch keinen Grund mehr für eine neutrale Optik. Am deutlichsten wird das an den Bereichen hinter dem Tor: Dort ziert künftig das Logo des Rekordmeisters den Innenbereich. Zum ersten Mal zu sehen sein wird das übrigens beim Testspiel gegen Manchester United am 5. August.

Lewandowski und Boateng müssen beim FC Bayern bleiben

Die aus sportlicher Sicht weitaus bedeutendere Neuerung steuerte um kurz vor 11 Uhr einen Dienstwagen auf den Parkplatz vor dem Medienzentrum der Arena an: Niko Kovac. Der Trainer, den die Bayern von Eintracht Frankfurt loseisten, kam mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf dem Beifahrersitz. Kovac, der mit seinem ehemaligen Mitspieler künftig zusammenarbeitet, legte bei seinem ersten offiziellen Auftritt als Bayern-Trainer einen souveränen, selbstbewussten Auftritt hin. Auf eine große Inszenierung samt Blaskapelle wie bei den Vorgängern Pep Guardiola oder Carlo Ancelotti verzichtet der Klub dieses Mal. Mit Serge Gnabry wurde zudem kein Weltstar vorgestellt, sondern einer der Spieler, die Kovac „besser machen“ will. Der 22-Jährige gab sich bescheiden: „Es gibt viel, was ich lernen werde.“

Diese Zurückhaltung zum Start ist nicht das Einzige, was Kovac von seinen Vorgängern unterscheidet. Neben dem Umstand, dass er keinerlei sprachliche Barrieren hat, hat der 46-Jährige auch eine Vergangenheit bei den Bayern – wenn auch eine relativ kurze. Von 2001 bis 2003 lief der in Berlin geborene Kroate für den Klub auf. Auch wenn er die Geschicke der Münchner in dieser Zeit nicht prägen konnte, nimmt Kovac aus dieser Zeit eine wichtige Erkenntnis mit: „Ich weiß, wie man hier denkt und wie man hier erfolgreich sein muss.“

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Ein anderes Rezept für eine erfolgreiche Zeit könnte lauten, einen treffsicheren Stürmer zu haben – einen wie Robert Lewandowski. Mit dem abwanderungswilligen Polen hat sich Kovac schon während der WM in Russland unterhalten. „Es war ein kurzes Gespräch, aber to the point“, so der Coach. Der Inhalt war deutlich: Lewandowskis Dienste werden geschätzt, deswegen muss er bei Bayern bleiben. „Er hat schon viel für Bayern geleistet und wird noch viel für den Klub leisten“, so Kovac. Auch Jerome Boateng soll bleiben: „Ich hatte in Frankfurt schon einen Boateng. So glücklich ich dort mit Prince war, so glücklich werde ich hier mit Jerome.“

Peter Herrmann kehrt zum FC Bayern zurück

Einen Neuzugang der besonderen Art vermeldete Kovac noch: Peter Herrmann, der zusammen mit Jupp Heynckes ein erfolgreiches Gespann gebildet und eigentlich seinen Abschied verkündet hatte, wird zu den Bayern zurückkehren. Ab dem 1. September wird der 66-Jährige Trainer-Bruder Robert als Co-Trainer unterstützen. Für Herrmann hatten die Bayern vergangene Saison etwa eine Million Euro Ablöse an seinen damaligen Klub Fortuna Düsseldorf gezahlt – eine Investition, die sich auszahlen sollte. Mit Heynckes brachte er den kriselnden Spitzenklub wieder in die Spur.

Der erste Job von Herrmann wird darin bestehen, die Nationalspieler anzuleiten, die bei der Weltmeisterschaft im Einsatz waren. Kovac gönnt ihnen einen längeren Urlaub, erst ab dem 25. Juli müssen Neuer, Lewandowski und Co. wieder einsteigen und folglich auch nicht die PR-Tour in die USA (23. bis 30. Juli) mitmachen. Herrmann, der aus privaten Gründen erst im September startet, wird die WM-Fahrer währenddessen in München unter seinen Fittichen haben. Dass das deutsche WM-Aus ein Problem sein könnte, glaubt Kovac nicht – im Gegenteil: „Es sind Spieler, die sich selbst motivieren können. Ich erwarte Leidenschaft und Fortschritt.“

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