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FC Bayern

20.05.2019

Nur Robben macht Kovac nass - bleibt er doch Trainer des FCB?

Arjen Robben überraschte Niko Kovac mit einer Blitz-Dusche.
Bild: Tobias Hase

Niko Kovac hat nach der Meisterschaft nun auch die Bayern-Fans hinter sich. Die Anzeichen mehren sich, dass er auch kommende Saison Trainer der Münchner ist.

Niko Kovac hatte keine Chance zu entkommen. Arjen Robben war schlicht zu schnell für den Trainer. Der Holländer hatte sich des ersten riesigen Bierglases bemächtigt und seinen Trainer von hinten übertölpelt. Es war die erste Weißbierdusche für den 47-Jährigen im Dienst des FC Bayern. Geht es nach ihm, könnten noch viele weitere folgen. Er gehe davon aus, dass er auch noch in der kommenden Saison Trainer der Münchner sei. Das wisse er „aus erster Hand“.

Wer ihm die Job-Garantie ausgestellt hat, ließ Kovac nicht wissen. Maßgeblich dürften nur die Meinungen von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sein. Ersterer gilt als Förderer von Kovac, wollte aber öffentlich nichts zu dessen Zukunft sagen. „Ich habe immer gesagt: Ich beteilige mich nicht an dieser Diskussion und das mache ich heute auch nicht. Von mir werden Sie zu dem Thema nichts hören, weil ich der Meinung war und bin, dass das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um darüber zu reden.“

Niko Kovac hat die Bayern stabilisiert

Tatsächlich aber spricht wenig dafür, dass sich Kovac ernsthaft Sorgen um seine Weiterbeschäftigung machen muss. Wer ihm die durchwachsene Vorrunde anlastet, muss auch zur Kenntnis nehmen, dass Kovac eine schlingernde Mannschaft stabilisierte und mit ihr neun Punkte auf Borussia Dortmund aufholte. In der Rückrunde leisteten sich die Bayern lediglich eine wirklich schwache Partie – unglücklicherweise war es ausgerechnet das Champions-League-Rückspiel gegen Liverpool.

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Der FC Bayern und Trainer Kovac gewinnen zum 29. Mal die Deutsche Meisterschaft.
Bild: Tobias Hase, dpa

Dass die Anhänger der Bayern ihren Trainer ausgerechnet im letzten Saisonspiel mit Sprechchören erstmals lautstark feierten, genoss Kovac sichtlich und sah in der Reaktion der Fans deren „gutes Gespür“ für die Situation. Kovac darf sich nun Meister nennen. Am kommenden Samstag kann zumindest er den Pokal verteidigen, den er vergangenes Jahr noch als Trainer der Frankfurter Eintracht gewonnen hat. Generell gewinnt er verhältnismäßig oft – eine als Trainer nicht unwichtige Eigenschaft. Weil er sich dazu immer selbst treu geblieben ist, sich nie beschwert hat und seine Mannschaft immer in Schutz genommen hat, ist er mittlerweile mehr als nur anerkannt bei den meisten Fans.

Gegen ihr Publikum haben sich die Bayern-Bosse bisher selten entschieden. Unwahrscheinlich, dass sie es nun tun. Kovac wird wohl die Chance auf weitere Bierduschen erhalten.

Lesen Sie hier unseren Spielbericht zum Saisonfinale gegen Frankfurt - Bayern München: mit großen Gefühlen zur 29. Meisterschaft

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