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FCA triumphiert 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach – Claude-Maurice glänzt mit Dreierpack

FC Augsburg

FCA gewinnt 3:0 – die irre Claude-Maurice-Show

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    Alexis Claude-Maurice war der überragende Spieler des FC Augsburg. Der Franzose erzielte einen Dreierpack
    Alexis Claude-Maurice war der überragende Spieler des FC Augsburg. Der Franzose erzielte einen Dreierpack Foto: Marius Becker, dpa

    An diesem Wochenende hatte Jess Thorup mehrere Anlässe zum Feiern. Am Freitag wurde der Däne 55 Jahre alt und einen Tag später bestritt er mit dem FC Augsburg sein 50. Bundesligaspiel. Sich selbst konnte er dabei beschenken, sofern der Trainer mit dem FCA drei Punkte bei Borussia Mönchengladbach holen würde. Selbst bei einem Unentschieden hätte Thorup Grund zur Freude gehabt: Zum siebten in Serie ungeschlagen zu bleiben, das hatte der Klub in der Fußball-Bundesliga mit Thorup noch nie geschafft.

    Letztlich lief alles perfekt aus Thorups und FCA-Sicht: Die Mannschaft zeigte eine überragende Vorstellung, siegte 3:0 (0:0), baute ihre Serie aus und kam dem vorzeitigen Klassenerhalt einen gewaltigen Schritt näher. Vorübergehend kletterte der FCA auf den zehnten Tabellenplatz (31 Punkte) und darf sich auf das Heimspiel gegen den SC Freiburg freuen (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN).

    FC Augsburg baut Serie ohne Niederlagen in der Bundesliga aus

    Gegenüber dem torlosen Unentschieden gegen RB Leipzig nahm Thorup in seiner Startelf eine Veränderung vor. Den zuletzt wenig durchschlagskräftigen Stoßstürmer Samuel Essende ersetzte Phillip Tietz. Für den 27-Jährigen war es der erste Einsatz vom Anpfiff weg in diesem Jahr.

    Zunächst verzögerte sich der Anstoß. Auf der Anreise steckte der Mannschaftsbus des FCA wegen eines Unfalls im Stau und musste einen Umweg fahren. Um sich dennoch entsprechend aufwärmen zu können, beantragten die Augsburger einen späteren Beginn. Für Schiedsrichter Florian Exner wären zehn Minuten in Ordnung gewesen, die Borussia wollte maximal fünf Minuten später beginnen. Letztlich einigten sich die Beteiligten auf die Mitte, folglich begann die Partie zu einer kuriosen Zeit: um exakt 15.37 und 30 Sekunden.

    FC Augsburg nach Roter Karte eine Stunde in Überzahl

    Als die Partie angepfiffen war, nahm sie den erwartbaren Verlauf. Mönchengladbach, nach drei Siegen und einem Unentschieden in den vergangenen vier Spielen ebenfalls selbstbewusst, kontrollierte das Spiel durch eigenen Ballbesitz. Augsburg vertraute auf seine zuletzt so sichere Defensive und wartete darauf, was sich die Borussia offensiv so einfallen ließ. Daraus ergab sich eine ereignisarme Anfangsphase, in der Dimitrios Giannoulis mit einer Flanke knapp den Kopf von Tietz verfehlte, der frei vor dem Tor hätte abschließen können (6.). Mönchengladbach mühte sich, blieb aber wiederholt an Augsburgs Abwehr hängen. Tietz näherte sich mit einem Fernschuss an, verfehlte aber das Gehäuse weit (24.). Auf der anderen Seite traf Gladbachs Torjäger Tim Kleindienst das Außennetz (28.).

    Danach änderte sich grundlegend die Statik des Spiels, denn der FCA agierte fortan in Überzahl. Fredrik Jensen nutzte einen Fehlpass von Borussia-Abwehrspieler Nico Elvedi und lief alleine aufs Gladbacher Tor zu. Der herausstürzende Torhüter Jonas Omlin traf Jensen am Fuß und sah folgerichtig die Rote Karte (29.). Borussias Trainer Gerardo Seoane musste reagieren, nahm Kevin Stöger vom Feld und brachte Ersatztorwart Tobias Sippel. Den folgenden Freistoß setzte Alexis Claude-Maurice in die Abwehrmauer, wenig später bot sich Tietz die Chance zum 1:0. Doch er schob die Kugel rechs neben den Pfosten (33.).

    Alexis Claude-Maurice schnürt einen Dreierpack

    Augsburg verbuchte nun logischerweise mehr Ballbesitz, die besseren Torgelegenheiten allerdings besaß der Gastgeber. Nach einem Eckstoß parierte FCA-Torhüter Finn Dahmen erst gegen Kou Itakura, dann gegen Joseph Scally, ehe Chrislain Matsima final klärte (36.). Mönchengladbach blieb dran. Nach einem simplen Doppelpass bot sich Robin Hack die Chance zur Führung, Dahmen jedoch machte sich breit und so unüberwindbar (42.).

    Thorup verzichtete in der Pause darauf, einen zusätzlichen Offensivspieler in die Partie zu bringen – und durfte sich bestätigt fühlen. Denn die Augsburger nutzten ihre Überzahl zu Toren. Tietz köpfte abermals am Gestänge vorbei (49.), den Unterschied machte einmal mehr Alexis Claude-Maurice. Kapitän Jeffrey Gouweleeuw schickte den Franzosen in die Gasse, ehe dieser mit dem linken Fuß ins kurze Eck zum 1:0 traf (54.). Dem nicht genug, ließ Claude-Maurice einige Minuten später das 2:0 folgen. Sein Schuss rutschte unter dem Fuß von Sippel durch (61.). Die irre Show des Claude-Maurice war aber noch nicht vorbei, denn innerhalb einer Viertelstunde schnürte er einen Dreierpack. Im Strafraum umkurvte er einen Gegenspieler, ehe er – diesmal mit dem rechten Fuß – den Ball ins lange Eck zum 3:0 schlenzte (70.).

    Die Partie war zu einem frühen Zeitpunkt entschieden und hätte sogar noch höher zugunsten der Augsburger enden können. Aber auch so blieb die beeindruckende Serie des FCA bestehen. Sieben Spiele in Serie ist er ungeschlagen, hat in dieser Zeit 15 Punkte geholt und steht vorübergehend auf Rang zehn. Thorup hatte reichlich Grund zu feiern.

    Augsburg Dahmen - Matsima, Gouweleeuw, Zesiger (58. Schlotterbeck)- Wolf, Jakic (75. Kömür), Onyeka (58. Maier), Giannoulis - Jensen (58. Mounié), Claude-Maurice - Tietz (71. Essende)

    Tore 0:1 Claude-Maurice (54.), 0:2 Claude-Maurice (61.), 0:3 Claude-Maurice (70.) Rote Karte Omlin (28./Notbremse/Mönchengladbach) Schiedsrichter Exner (Münster) Zuschauer 51.493

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