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Fußball
17.03.2024

Er hat noch lange nicht fertig: Giovanni Trapattoni wird 85

Der "Mister" wird 85: Giovanni Trapattoni gewann in Deutschland auch die Herzen von Menschen, die es nicht so eng mit seinem Ex-Klub FC Bayern halten.
Foto: Andreas Gebert, dpa

Giovanni Trapattoni trainierte die Bayern, Inter, Juventus, Italien, Irland und den Vatikan. In Deutschland erinnert man sich vor allem an eine legendäre Wutrede. Nun wird er 85 Jahre alt.

Beinahe wäre diese Weltkarriere beendet gewesen, bevor sie überhaupt begonnen wurde. Als Giovanni Luciano Giuseppe Trapattoni 14 Jahre alt war, starb sein Vater. Das Geld war knapp in der Bauernfamilie, in der Giovanni als jüngstes von fünf Kindern geboren wurde und nun zum Unterhalt beitragen musste. In der Druckerei, in der sein Bruder bereits arbeitete, sollte er 90.000 Lire verdienen. Von seinem damaligen Verein gab es nur 14.000 Lire, weswegen der talentierte Nachwuchskicker seinen damaligen Trainer bat, ihn freizugeben. Trainer Vianni leistete Überzeugungsarbeit und bat seinen Abwehrspieler, beim Fußball zu bleiben.

Es sollte sich auszahlen, wie Trapattoni Jahre später sagte: "Dafür bin ich ihm immer dankbar." Wenn Giovanni Trapattoni am Sonntag seinen 85. Geburtstag feiert – vielleicht in Talamone in der Toskana, wo er auch eine Zweitwohnung mit Blick auf den Yachthafen besitzt – wird er auf eine der größten Karrieren zurückblicken, die es im Fußball gegeben hat.

Beim FC Bayern bleibt von Trapattoni die Wutrede: "Wie eine Flasche leer"

Trapattoni wurde zwar als Spieler mit dem AC Milan Meister und Nationalspieler, fand seine Erfüllung aber an der Seitenlinie. Er, den sie wegen seiner Disziplin "il tedesco" (den Deutschen) nennen, gilt bis heute als erfolgreichster italienischer Trainer, holte mit Juventus Turin und Inter Mailand sieben Mal den Scudetto, also den Meistertitel in seiner Heimat. Dazu kommen der Landesmeistercup, gleich drei Mal der Uefa-Cup und Titel in Deutschland, Portugal und Österreich. Aber, schon klar: An die denkt man zumindest in Deutschland erst als Zweites und stattdessen an seine legendäre Wutrede bei einer Pressekonferenz als Trainer des FC Bayern. Nach einer Niederlage gegen den FC Schalke im März 1998 war "il Trap" der Kragen geplatzt. Weniger wegen der Pleite an und für sich und mehr wegen des Umstands, dass gleich mehrere Spieler seine Taktik kritisiert hatten: Mario Basler, Mehmet Scholl und eben Thomas Strunz, was im legendären "Was erlaube Strunz?!" gipfelte. Die Annahme, dass die Bayern-Profis gespielt hätten "wie eine Flasche leer" fand ebenso Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch wie "Ich habe fertig."

Ohnehin, die Sprache. Klar kann man über das Mischmasch aus Deutsch, Italienisch und Englisch schmunzeln, das Trapattoni auszeichnete. Zur Wahrheit gehört es aber auch, dass der Lombarde mit 57 Jahren erstmals eine nicht-italienische Mannschaft trainiert hatte und in diesem Alter sich an deutsche Vokabeln und Grammatik wagen musste. Als einer der begehrtesten Trainer der Welt und erster Bundesliga-Italiener übernahm er 1994 den FC Bayern und mühte sich in seiner Zeit beim Rekordmeister an Subjekt, Verb und Prädikat ab. Als er 1998 Abschied nahm, lautete sein Fazit trotz vieler gewonnen Herzen, der Meisterschaft und des DFB-Pokals: "Bei allem, was ich Bayern München gezeigt und gegeben habe– mehr war einfach nicht mehr möglich. Auch weil ich sprachlich limitiert war."

Trapattoni trainierte in Lissabon, Irland und im Vatikan

Genau das hielt Trapattoni aber nicht davon ab, in der Folge zum Wandervogel zu werden. Nach Stationen in Florenz und als italienischer Nationaltrainer holte er mit Benfica Lissabon den ersten Meistertitel seit elf Jahren, versuchte sich nochmals in der Bundesliga beim VfB Stuttgart, gewann mit Lothar Matthäus als Co-Trainer den ersten Ligatitel von Red Bull Salzburg und führte Irland mit 72 als Nationaltrainer zur Europameisterschaft. Schon während seiner Zeit in Irland verantwortete der strenggläubige Katholik noch ab und an Spiele der Nationalmannschaft des Vatikans. Die entspannte Komponente: Weil nur ein paar Hundert Menschen die Staatsbürgerschaft des kleinsten Landes der Welt haben und diese meist zu Hause gebraucht werden, ist an Auswärtsspiele nicht zu denken.

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Das wiederum sei mit Paola Trapattoni gut zu vereinbaren, die die Nase vom dauernden Reise gestrichen voll habe, verriet Trap selbst einmal. Gut möglich, dass statt in der Toskana im heimischen Cusano Milanino gefeiert wird. Eines ist sicher: Um Fußball wird es auch dann noch gehen.

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