Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus

TSV 1860 München

18.02.2015

Auf einmal Cheftrainer

Nach Ricardo Moniz und Markus von Ahlen ist Torsten Fröhling bereits der dritte Münchner Trainer in dieser Saison. Ihm bleiben jetzt 13 Spiele Zeit, um den Absturz in die Drittklassigkeit zu verhindern.
Bild: Sven Hoppe (dpa)

Torsten Fröhling steigt innerhalb von 24 Stunden vom U21-Trainer, zum Interimstrainer und dann zum Cheftrainer des TSV 1860 München auf. Aber war er die erste Wahl?

Fußball ist ein schnelllebiger Sport: Das durfte auch Torsten Fröhling, der neue Trainer beim TSV 1860 München, erfahren. Beim (Noch-)Zweitligisten gab es in den vergangenen beiden Tagen gleich mehrere Wendungen. Zunächst wurde Trainer Markus von Ahlen nach gerade einmal 14 Punktspielen entlassen. Sein Nachfolger sollte "bis auf Weiteres" der bisherige U21-Trainer Torsten Fröhling werden. Wenige Stunden später erklärte Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner: "Torsten ist unser Trainer und wir sind überzeugt, dass wir bis zum Ende dieser Saison diese Situation meistern werden."

Die Entscheidung, mit dem bis dato relativ unbekannten 48-Jährigen die restliche Spielzeit zu bestreiten, kam für viele überraschend. Immerhin wurden auch Mike Büskens, Michael Frontzeck oder Uwe Neuhaus als Nachfolger von Ahlens gehandelt. Sportchef Poschner gab bei der gestrigen Pressekonferenz zu, auch mit anderen Trainern gesprochen zu haben: "Es ist legitim, sich alle Optionen offen zu halten." Weitere Details wollte Poschner nicht nennen. Fröhling ist egal, ob es noch andere Kandidaten gab. "Die erste Wahl ist immer der, der es geworden ist", gibt sich der neue Trainer selbstsicher.

"Reden zu viel über Personalien"

Poschner sagte über Fröhling, dass dieser ein fußballverrückter Typ sei, der die Ärmel hochkrempeln und positive Energie erzeugen könne.

Der Sportchef betonte, dass er allein über den neuen Trainer entschieden habe. Der jordanische Geldgeber Hasan Ismaik sowie Präsident Gerhard Mayrhofer wissen aber Bescheid. Mehr wollte Poschner über sein Verhältnis zu den beiden anderen starken Männern beim TSV 1860 nicht sagen. Über mögliche eigene Konsequenzen im Falle eines Abstiegs wollte Poschner ebenfalls nicht sprechen. "Wir reden zu viel über Personalien – es geht nur um den Verein."

Und dieser steht als Tabellen-16. vor dem Absturz in die dritte Liga. Das Debüt gegen den FC St. Pauli (Samstag, 13 Uhr) ist für Fröhling zugleich ein besonderes. Sechs Jahre lang spielte er bei dem Hamburger Kultverein, kickt aktuell sogar in dessen Traditionsmannschaft. Drei Tage hat er nur Zeit, um seine Mannschaft auf das Abstiegsduell richtig vorzubereiten.

In Einzelgesprächen möchte er seinen Spielern Mut geben. In einer kämpferischen Ansprache sagte Fröhling, was er von den Profis erwartet: Leidenschaft, Disziplin, die Fans zurückgewinnen, einfach Fußball spielen und sich unterordnen. Wer das nicht könne, "der bekommt Probleme mit mir". Empfindliche Geldstrafen und ein Platz auf der Tribüne seien mögliche Konsequenzen.

Denn verlieren liegt dem Familienvater, der aus der Nähe Rostocks stammt, nicht. "Keiner verliert freiwillig – nicht einmal ich beim Schach gegen meinen zwölfjährigen Sohn."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren