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Champions League
11.04.2018

1:3 gegen Juventus: Real zittert sich ins Halbfinale

Cristiano Ronaldo hat es beim Champions-League-Spiel Real Madrid gegen Juventus Turin im wahrsten Sinne des Wortes den Schuh ausgezogen. Erst in der Nachspielzeit gelang ihm ein Tor.
Foto: Francisco Seco, dpa

Lange roch es nach der ganz großen Sensation. Eine halbe Stunde lang führte Juventus Turin in Madrid mit 3:0. Erst Ronaldo erlöste Real in der Nachspielzeit.

Sein 150. Match in der Champions League wird Cristiano Ronaldo in besonderer Erinnerung behalten. Real Madrid musste gegen Juventus lange zittern, ehe in der Nachspielzeit zum achten Mal in Serie das Halbfinale erreicht war.

Madrid (dpa) - Real Madrid hat eine historische Schmach erst in siebten Minute der Nachspielzeit verhindert: Dank des späten Elfmeter-Treffers von Cristiano Ronaldo retteten die Königlichen das 1:3 gegen Juventus Turin und damit den achten Einzug in das Halbfinale der Champions League in Serie.    

Das war ein ganz schwierige Spiel, aber wir aber lange Zeit gelitten", meinte der Schütze des goldenen Tires bei Sky. "Juve hat heute gut gespielt, aber im Fußball wird Dir nicht geschenkt", sagte Cristiano Ronaldo, nachdem er in letzter Sekunde die Nerven behiet und sein Team rettete. 

Vor allen Juve-Stürmer Mario Mandzukic hatte Real lange zittern lassen. Der frühere Angreifer von Bayern München und dem VfL Wolfsburg brachte den Top-Favoriten im Rückspiel gegen Juventus Turin mit seinen beiden Kopfball-Treffern in der 2. und 37. Minute ins Wanken, nachdem die "Königlichen" schon nach dem 3:0 im Hinspiel wie der sichere Halbfinalist aussahen. 

Cristiano Ronaldo sichert Real Madrid das Halbfinale

Als in der 61. Minute Real-Keeper Keylor Navas einen Ball durch die Arme rutschen ließ und Blaise Matuidi zum 3:0 für Juve einschoss, verstanden die Zuschauer im Estadio Bernabeu die Welt nicht mehr. Erst Ronaldo erlöste die Fans dann in letzter Sekunde mit seinem 120. Tor in der Champions League, wobei der Elfmeter, den Mehdi Benatia an Lucas Vazquez verwirkt hatte, nicht unumstritten war. "Ich kann nicht verstehen, warum die Leute gegen diesen Elfmeter protestiert haben", zeigte Ronaldo Unverständnis.  

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Das Team von Weltmeister Toni Kroos wirkte in der Neuauflage des letztjährigen Champions-League-Finals bei weitem nicht so souverän wie im Hinspiel, als Superstar Ronaldo mit seinem Traum-Fallrückzieher und einem weiteren Treffer das Tor zur Runde der letzten Vier aufgestoßen hatte. Doch in seinem 150. Spiel in der Königsklasse blieb der Weltfußball über weite Strecken blass, ehe er am Ende wieder als Held gefeiert werden konnte. 

Schon in der zweiten Minute schockte der Kroate Mandzukic die  80 000 Zuschauer im Estadio Bernabeu, als er beim ersten Angriff der Gäste in der 2. Minute eine Flanke von Sami Khedira zur  1:0-Führung verwertete. Nach weiteren Chancen des mutig aufspielenden italienischen Rekordmeisters, überwand Mandzukic den Real-Keeper Keylor Navas zum zweiten Mal, wobei schon dieser Kopfball nicht unhaltbar schien. 

Vor dem Match, das von vielen Fans angesichts des klaren Hinspielergebnisses als Formsache gesehen wurde, hatte Weltfußballer Ronaldo gewarnt. "Wir dürfen Juventus nicht unterschätzen, sie haben fantastische Spieler", sagte er vor dem Match, und er sollte recht behalten. 

Trotz der starken Leistung gelang es Juventus um Weltmeister Khedira nicht, erstmals in der Geschichte der Königsklasse ein Heim-0:3 aus dem Hinspiel noch auszubügeln. "Wir brauchen nicht über ein Wunder zu sprechen", wollte Juve-Trainer Massimiliano Allegri schon vor der Partie keine Illusionen verbreiten.

Im Spiel erwies sich diese Aussage eher als Understatement. Und das nicht zuletzt wegen des zuletzt monatelang erfolglosen Mario Mandzukic, der nach der Gelb-Roten Karte für Paulo Dybala in die Stammformation gerückt war. Für den 40 Jahre alten Torhüter Gianluigi Buffon, dessen Fortsetzung der Karriere noch offen ist, könnte es das letzte Spiel in der Eliteliga des europäischen Fußballs gewesen sein. Wegen Schiedsrichterbeleidigung sah der Keeper vor dem Elfmeter noch die Rote Karte. (dpa)

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