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Bundesliga

05.11.2017

Debakel gegen Hoffenheim: Köln ist am Tiefpunkt angelangt

Kölns Trainer Peter Stöger war nach dem 0:3 seiner Mannschaft gegen Hoffenheim bedient.
Bild: Marius Becker (dpa)

Die Kölner Freude über das umjubelte 5:2 in der Europa League gegen Borissow ist schnell verflogen. In der Bundesliga gab es gegen Hoffenheim einen schmerzhaften Rückschlag für den Tabellenletzten. Die TSG hat den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft.

Drei Tage nach seiner rauschenden Europapokal-Nacht ist der 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga am Tiefpunkt angekommen. Durch die ernüchternde 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen 1899 Hoffenheim kassierte der sieglose FC am 11. Spieltag die neunte Niederlage. Die Hoffnung, den sechsten Abstieg noch verhindern zu können, sind schon nach einem Drittel der Saison auf ein Minimum gesunken.

"Heute hatte ich nach dem 0:2 zum ersten Mal das Gefühl, dass wir uns aufgegeben haben", sagte der frustrierte Torhüter Timo Horn: "Es ist schwer, sich immer wieder aufzubauen. Aber wir dürfen nicht aufhören zu kämpfen. Das wäre das Allerschlimmste."

Nach dem ersten Sieg im Europacup seit 25 Jahren (5:2 gegen BATE Borissow) war in der Domstadt die Hoffnung auf eine Wende gestiegen - am Sonntag folgte die Ernüchterung. "Donnerstag hui, heute pfui", sagte denn auch Kapitän Matthias Lehmann: "Das war einfach nur schlecht von uns. Unsere mit Abstand schlechteste Heimleistung seit langem. Das war ein richtig krasser Dämpfer."

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Kümmerliche zwei Punkten haben die Kölner auf dem Konto. Auch die erst vier Saisontore zu diesem Zeitraum wurden in der Bundesliga-Historie noch nie unterboten. Die abgezockten Hoffenheimer beendeten durch die Treffer von Eigengewächs Dennis Geiger (10.) und zweimal Sandro Wagner (56., Foulelfmeter/80.) dagegen nach vier Spielen ohne Sieg die längste Negativserie in der Amtszeit von Trainer Julian Nagelsmann. Sie zeigten sich gut erholt vom späten Punktverlust in der Europa League bei Basaksehir Istanbul (1:1). Als Fünfter hat die TSG nur drei Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten RB Leipzig. "Wir waren, glaube ich, schon das bessere Team waren und haben verdient gewonnen. Ich muss meiner Mannschaft eine großes Kompliment machen", sagte Nagelsmann. "Das war eine tolle Leistung."

Enttäuschende Begleiterscheinung auf Kölner Seite: Wieder einmal beleidigten Fans in mehreren Gesängen und mit einem geschmacklosen Plakat Dietmar Hopp. Dabei hatte Geschäftsführer Alexander Wehrle die FC-Anhänger nach den Vorfällen im Vorjahr und den jüngsten Beleidigungen durch Mönchengladbach-Fans dazu aufgerufen, Hoffenheims Mäzen fair zu behandeln. Er forderte zur leidenschaftlichen Unterstützung des Teams auf, "ohne sich mit Spruchbändern und Parolen am Gegner - namentlich: Dietmar Hopp - abzuarbeiten."  

Die Gesänge waren aber auch ein Ventil für den Frust der FC-Fans, denn die Partie brachte wieder einmal einen frühen Nackenschlag:  Kerem Demirbay lief unbedrängt über das gesamte Feld, Geiger erwischte die Hereingabe von Nadiem Amiri zunächst nicht richtig, traf aber dann im zweiten Versuch gegen den schon am Boden liegenden Horn. Für den 19-jährigen Geiger war es das zweite Tor im neunten Bundesliga-Spiel.

Auch in der Folge kontrollierten die Hoffenheimer vor allem dank ihrer Dominanz im Mittelfeld das Spiel. Doch kam der FC vereinzelt zu guten Chancen: so durch Leonardo Bittencourt nach starkem Solo (12.) oder Yuya Osako, der den Pfosten traf (41.). Bei den Gästen sorgte vor allem Amiri über links gegen den augenscheinlich überforderten Pawel Olkowski immer wieder für Gefahr. In der 35. Minute hatte Geiger das 0:2 auf dem Fuß, doch Dominic Maroh rettete.

Auch in der zweiten Halbzeit dauerte es nur rund zehn Minuten bis zum Gegentor. Der gebürtige Kölner Mark Uth, den der FC im Sommer unbedingt zurückholen wollte, hatte Horn schon ausgespielt und wurde von Olkowski umgestoßen - Schiedsrichter Deniz Aytekin gab den fälligen Elfmeter, dem Polen nach Begutachtung der TV-Bilder in der Review Area aber überraschend nur Gelb. Die Kölner brauchten lange, um sich von diesem erneuten Rückschlag zu erholen. Dann vergaben Olkowski (72.), Milos Jojic (75.) und Sehrou Guirassy (77.) beste Chancen - und Wagner beseitigte die letzten Zweifel am Gäste-Sieg. dpa

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05.11.2017

Gegen Hoffenheim zu verlieren ist für die meisten BL-Clubs keine Schande.

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