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EM-Typologie
30.06.2016

Experte oder Nostalgiker - Welcher Fußball-Fan sind Sie?

Der Faszination des Fußballs kann sich in diesen Tagen kaum jemand in Deutschland entziehen. Jeder verfolgt das Geschehen dabei anders.
Foto: Sharp/dpa/gms

An der Fußball-Europameisterschaft kommt in diesen Tagen kaum jemand vorbei. Die Fans verfolgen die Spiele aber ganz unterschiedlich, es gibt unterschiedliche Typen.

Bei der EM in Frankreich geht es nun um alles oder nichts. Spätestens mit Beginn der K.o.-Runde versammeln sich die meisten Deutschen gespannt vor dem Fernseher oder fiebern beim Public Viewing mit. Dabei wird klar: Jeder schaut Fußball anders. Doch auf welche Zuschauer-Typen trifft man bei der EM? Und wer ist man selbst?

Der U-Boot-Fan Bei ihm hält sich das Interesse für Fußball normalerweise stark in Grenzen oder es ist gar nicht vorhanden. Aber kaum steht ein großer Wettbewerb wie EM oder WM bevor, mutiert selbst so mancher Fußballhasser in Deutschland zum Fähnchen schwingenden und lauthals mitgröhlenden Fan. Geht es allerdings um tieferes Fachwissen zu Fußballregeln und Nationalspielern, scheitern sie kläglich. Denn das Wissen des U-Boot-Fans beschränkt sich meist auf Manuel Neuer als Torwart und die Tatsache, dass das Runde ins Eckige muss.

Der Krakeeler Dem U-Boot-Fan sehr ähnlich ist der Krakeeler. Auch bei ihm handelt es sich um einen EM-Typen, dessen Fußballwissen eher spärlich ausfällt. Im Gegensatz zum U-Boot-Fan, der sich deswegen eher zurückhält, ist diese Art von Fußballschauer anders. Er verblüfft sein Umfeld bei jedem Spielzug mit lauten Kommentaren und fordert bei jedem noch so kleinen Foul einen Elfmeter, auch wenn es nicht in der Nähe des Strafraums passiert ist.

Deutschland gewann das EM-Achtelfinale gegen die Slowakei souverän. Vor allem Jérôme Boateng, Mario Gomez und Julian Draxler brillierten.
12 Bilder
So gewann Deutschland gegen die Slowakei
Foto: Christian Charisius/Peter Kneffel/Arne Dedert/Rolex Dela Pena

Fußball im Fernsehen: Bei der EM gucken die meisten zu

Der Experte Im Gegensatz zu den ersten beiden Typen glänzt der Experte unter den Fußballguckern mit Fachwissen über die Sportart. Er kennt jede noch so kleine Regel und weiß alles über die Vergangenheit jedes Spielers und der jeweiligen Trainer. Trotzdem verhält sich dieser Typ meist eher unauffällig. Er zeigt sich während des Spiels sehr wortkarg und sollte am besten in Ruhe gelassen werden. Schweigend analysiert er das Spiel und verfolgt sehr fokussiert den Ball. Frühestens in der Halbzeit ist der Experte wieder ansprechbar und fachsimpelt dann mit anderen Gleichgesinnten über die unterschiedlichen Taktiken und welche Möglichkeiten bestünden, das Spiel doch noch zu drehen.

Der Couch-Trainer Fast wie der Experte hat auch dieser EM-Typ ein gutes Fachwissen rund um den Fußball. Allerdings zieht er sich nicht schweigend in sich zurück, sondern referiert über die vollen 90 Minuten darüber, was er als Trainer alles anders gemacht hätte. „Wie kann man Mario Götze nur in den Sturm tun? Und warum ist Özil noch in der Startelf? Der trifft doch eh nichts…“ Außerdem meint der Couch-Trainer häufig auch noch, alles besser zu wissen als der Schiedsrichter und glänzt mit Sätzen wie „Das war doch kein Foul! Das war ganz klar eine Schwalbe!“ oder „Das war doch niemals Abseits!“. Und selbst wenn die Beweislast erdrückend ist, weil die Fernseh-Wiederholung das Foul eindeutig zeigt, beharrt er auf der Richtigkeit und Unfehlbarkeit seiner Ansicht.

EM-Fieber vor dem Fernseher: Diese Typen schalten ein 

Der Nostalgiker Man könnte ihn auch als Experten der Vergangenheit bezeichnen. Es handelt sich hierbei meist um Männer im fortgeschrittenen Alter, die schon weit mehr Welt- und Europameisterschaften miterlebt haben als alle anderen. Der Nostalgiker schwelgt gern in Erinnerungen und erzählt von Zeiten, als das deutsche Team noch aus „gestandenen Männern“ bestand: „Nicht solche Schönlinge wie Hummels und Götze standen auf dem Platz, sondern wahre Fußballgötter wie Gerd Müller und Günther Netzer.“ Außerdem seien ja auch die Spielzüge und Trainingslager damals viel besser gewesen als in unserer heutigen Zeit. Durch sein andauerndes Quengeln bekommt er vom eigentlichen Spiel nur selten etwas mit und nervt alle anderen Fußballgucker in der Runde.

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