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FC Bayern

16.04.2015

Streit nach der Porto-Pleite: Dr. Müller-Wohlfahrt schmeißt hin

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und sein Team legten ihre Arbeit beim FC Bayern nieder.
Bild: Soeren Stache (dpa)

Fast 40 Jahre lang war der "Doc" eine feste Größe auf der Bank des FC Bayern. Doch zuletzt gab es immer wieder Unstimmigkeiten zwischen Müller-Wohlfahrt und Verein - die nun offenbar mit einem Eklat endeten.

Nach dem plötzlichen Rücktritt des langjährigen Bayern-Mannschaftsarztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seines Stabes könnte es am Freitag erste Antworten auf Fragen nach den genauen Gründen geben. Trainer Pep Guardiola wird in München auf der Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga bei 1899 Hoffenheim erwartet. Am Samstag soll trotz der Verletzungsprobleme der erste von drei noch fehlenden Siegen auf dem Weg zur 25. deutschen Meisterschaft gelingen.

Müller-Wohlfahrt teilte in einer Presseerklärung am Donnerstagabend  mit, nach der Partie sei "aus uns unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht" worden. Man sehe dadurch das für eine erfolgreiche medizinische Arbeit notwendige Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigt. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Müller-Wohlfahrt kündigte am Freitag lediglich ein Statement an - allerdings erst für später. Jetzt sei es noch zu früh, sagte der Arzt.

Müller-Wohlfahrt: Immer wieder Meinungsverschiedenheiten mit Guardiola

Der 72-jährige Müller-Wohlfahrt war seit fast 40 Jahren mit einer kurzen Unterbrechung Mannschaftsarzt der Münchner und betreut auch die deutsche Nationalmannschaft. Zwischen Bayern-Trainer Guardiola und Müller-Wohlfahrt war es in der Vergangenheit bereits zu Meinungsverschiedenheiten gekommen, das Verhältnis galt als belastet.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte vor einem halben Jahr entsprechende Berichte allerdings dementiert und versichert, es gebe keinen medizinischen Dissens bei Bayern München. Vor dem Champions-League-Spiel beim AS Rom im vorigen Oktober widersprach Rummenigge Berichten, es habe einen Streit um die Behandlung und den Operationsort von Thiago gegeben, der nach einem dritten Innenbandteilriss in Barcelona behandelt wurde. Guardiola hatte Thiago gegen den Rat der Bayern-Ärzte nach Spanien geschickt und anschließend erklärt, das sei vielleicht ein großer Fehler gewesen. dpa

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