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12.07.2010

VfB dementiert Real-Angebot für Khedira

VfB dementiert Real-Angebot für Khedira
Bild: DPA

Stuttgart (dpa) - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat ein angebliches erstes Angebot von Real Madrid für WM-Teilnehmer Sami Khedira klar dementiert.

"Es gibt keinen neuen Stand: Wir haben kein Angebot. Das beruht nur auf Spekulationen spanischer Sportzeitungen", sagte VfB-Sportdirektor Jochen Schneider zu einem Bericht der "Bild" über eine mutmaßliche Acht-Millionen- Euro-Offerte aus Madrid für den 23 Jahre alten Mittelfeldspieler.

Khedira habe vor der Weltmeisterschaft in einem Gespräch mit VfB-Verantwortlichen und seinem Berater zugesagt, "dass er die Saison 2010/11 bei uns spielt", betonte Schneider erneut. "Und nach seinem Urlaub setzen wir uns zusammen und sehen, ob wir seinen Vertrag über 2011 hinaus verlängern können."

Wie im Falle des nach Medienberichten nun auch intensiv vom Hamburger SV mit seinem Ex-Trainer Armin Veh umworbenen Serdar Tasci bleibt aber abzuwarten, ob die Stuttgarter beide Nationalspieler tatsächlich um jeden Preis halten wollen. Oder sind Schneiders Äußerungen lediglich Teil des branchenüblichen Pokerspiels? Denn einiges spricht dafür, dass über Khediras Verbleib beim VfB in der kommenden Saison noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

VfB dementiert Real-Angebot für Khedira

Zwar würde der Verein den 23 Jahre alten Sechser liebend gerne als zentrale Figur langfristig in Stuttgart halten. Sollte Khedira sich jedoch nicht mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung über 2011 hinaus an die Schwaben binden wollen, könnte ein Verkauf angesichts des nach seinen starken WM-Auftritten wohl bei etwa 15 Millionen Euro liegenden Marktwerts Sinn machen.

Denn um dem Wunsch von VfB-Trainer Christian Gross nach zwei offensiven Neuzugängen für die Außenbahnen nachzukommen, könnte der VfB zweistellige Millionen-Einnahmen gut gebrauchen. "Auflage des Vereins ist es weiterhin, erst Spieler abzugeben, um Neuverpflichtungen tätigen zu können", sagte Gross im Trainingslager in Donaueschingen im Interview mit dem "Kicker". Als unverkäuflich bezeichnete er Khedira nicht: "Es wäre schade, wenn er ginge. Aber aufgrund der aktuellen Situation und seinen Leistungen bei der WM wäre es töricht, sich darüber keine Gedanken zu machen."

Der Erfolgscoach scheint wegen der Gefahr eines ablösefreien Wechsels 2011 ein Bleiben von Khedira wirklich nur dann für sinnvoll zu halten, wenn dieser sich langfristig zum VfB bekennt. "Die Hauptfigur ist Sami selbst. Ich wünsche mir, dass der Verein weiter die Strategie verfolgt, mit ihm zu verlängern und in der Sami die zentrale Figur ist, um die die Mannschaft der Zukunft aufgebaut wird", sagte Gross.

Spekuliert wird trotz seines Vertrags bis 2014 weiter auch über Tasci. Nach Juventus Turin, Tottenham Hotspur und Arsenal London soll nun auch der HSV um den 23-Jährigen buhlen. Laut Schneider gibt es aber auch bei dem Innenverteidiger bisher keine Anzeichen auf einen Weggang: "Bisher sind weder der Spieler noch sein Berater mit dem Wunsch auf uns zugekommen, an dieser vertraglichen Situation etwas zu ändern. Darum gehen wir davon aus, dass er bleibt", sagte Schneider.

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