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Arminia Bielefeld

18.02.2021

Aus Gifhorn in die Bundesliga: Klos hat noch nicht genug

Arminia-Kapitän Fabian Klos soll für die Bielefelder Tore sorgen.
Foto: Tom Weller/dpa

Für Arminia Bielefelds Fabian Klos gibt es am Freitagabend ein Wiedersehen mit dem VfL Wolfsburg. Dort traf er einst auf Felix Magath. Nun kämpft er für einen neuen Vertrag in Bielefeld.

Für Arminia Bielefelds Fabian Klos gibt es ein Wiedersehen mit dem VfL Wolfsburg. Dort traf er vor vielen Jahren auf Felix Magath. Jetzt kämpft er wieder um seine Zukunft in der Bundesliga.

Im Duell mit seinem Ex-Club geht es für den 33 Jahre alten ehemaligen Kreisliga-Stürmer darum, die Arminia mit seinen Toren in der Bundesliga zu halten. "Ich wünsche mir sehr, hier noch mindestens ein Jahr dranzuhängen", sagte Klos jüngst. Ob der Angreifer allerdings beim Aufsteiger und Tabellen-16. bleiben kann, ist derzeit offen.

Arminias Sportdirektor Samir Arabi sagte der "Bild"-Zeitung in dieser Woche, dass sich der Kapitän gedulden müsse. Erst wenn klar sei, ob die Arminia in der Bundesliga bleibt, und wie sie die Corona-Krise finanziell übersteht, könne entschieden werden. Klos machte derweil zuletzt im "Westfalen-Blatt" deutlich, dass er notfalls für einen anderen Club spielen würde.

Ein Abgang im Sommer nach zehn Jahren in Bielefeld wäre eine weitere Wendung im Fußballer-Leben des Fabian Klos, der lange nie daran gedacht hatte, Profi zu werden und dies erst mit 24 wurde.

Einen wichtigen Schritt dorthin machte er als junger Mann in Wolfsburg: Obwohl er bis dahin nur Amateur-Kicker beim niedersächsischen MTV Gifhorn war und keine Ausbildung in einem Nachwuchsleistungszentrum durchlaufen hatte, wechselte er 2009 zur Reserve des VfL. Felix Magaths Co-Trainer Bernd Hollerbach hatte ihn zuvor beobachtet. So kam es zum Treffen im Büro des berüchtigten Schleifers und Meister-Coaches.

"Unwirklich" beschrieb Klos die Situation Jahre später in einem "11Freunde"-Interview. "Auf einmal triffst du diesen Mann, den du nur aus dem Fernsehen kennst, der ja auch eine ziemlich eigene Art und eine krasse Ausstrahlung hat. Trotzdem hat er es geschafft, das zu einem lockeren Gespräch werden zu lassen."

Als Klos dann im Sommer zur zweiten Mannschaft der Wolfsburger kam, coachten Magath und Hollerbach dort nicht mehr. Betreut wurde er aber von Lorenz-Günther Köstner. Klos habe nichts von dem gehabt, "was man heute einen top-ausgebildeten Spieler oder angehenden Profi nennen würde", erzählte Köstner im vergangenen Herbst dem "Kicker". Allerdings habe er die Defizite kompensiert. Er stellte zum Beispiel seine Ernährung um. "Er war immer positiv, ihm war nichts zu viel."

Zwei Jahre später und nach guten Leistungen in der Regionalliga wechselte Klos zur Arminia, die damals in der 3. Liga spielte, und wurde Profi. In der vergangenen Saison gelang ihm mit dem Team sogar der Sprung in Liga eins - im Alter von 32.

Obwohl Klos dort bislang noch nicht so häufig trifft (bislang drei Tore) wie in der 2. Bundesliga (vergangene Saison 21 Treffer), sorgt der 1,94-Angreifer bei den Gegnern für Respekt. So sprach Wölfe-Coach Oliver Glasner vor dem Duell am Freitag von einer "richtigen Challenge" für seine Innenverteidiger. Klos sei körperlich "wahnsinnig präsent" und verfüge über ein gutes Kopfballspiel. "Es gilt, ihn zu kontrollieren und am besten schon die Anspiele auf ihn zu unterbinden."

Zufrieden äußerte sich zuletzt Bielefeld-Trainer Uwe Neuhaus über die Entwicklung seines Kapitäns. "Im Laufe der Saison hat er seine Leistungen verbessert und stabilisiert." Klos habe die Zeit der Anpassung genutzt. "Jetzt müssen wir sehen, dass wir das noch mehr in Tore und Punkte ummünzen." Das würde dem Stürmer sicherlich auch in Sachen Vertragsverlängerung helfen.

© dpa-infocom, dpa:210218-99-496612/3 (dpa)

Profil Fabian Klos

11-Freunde-Interview

Westfalen-Blatt-Interview

Kicker-Interview

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