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18.10.2009

VfB taumelt am Abgrund: "Lage ist katastrophal"

VfB taumelt am Abgrund: «Lage ist katastrophal»
Bild: DPA

Stuttgart (dpa) - Nach dem erneuten Tiefschlag taumelt der VfB Stuttgart gefährlich nah am Tabellenabgrund. "Wir bewegen uns jetzt in der Liga definitiv im Abstiegskampf", räumte Sportdirektor Horst Heldt nach dem ernüchternden 1:2 (0:1) gegen den FC Schalke 04 frustriert ein.

"Die Lage ist brenzlig und katastrophal." Teamchef Markus Babbel zählt den schwäbischen Fußball-Bundesligisten derzeit zu den Abstiegskandidaten. "Wenn man die Tabelle anschaut, ja. Es sieht nicht rosig aus", sagte er. "Aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Wende schaffen, wenn wir die Fehler abstellen."

Derweil mausern sich die finanziell kriselnden Schalker immer mehr zum Titelkandidaten. Durch den vierten Auswärtssieg schoben sich die "Knappen" bis auf zwei Punkte an das Spitzenduo Bayer Leverkusen und Hamburger SV heran. Felix Magath passt es freilich nicht, dass seine Schützlinge nun zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden und die glückseligen Fans bereits vom "königsblauen" Meisterschaftstriumph träumen. "Kein Kommentar" blockte der Erfolgstrainer bei seiner Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte kurz angebunden ab.

VfB-Teamchef Babbel droht indes trotz der ungebremsten Talfahrt - zumindest nach offizieller Version - kein Rauswurf. "Intern wird die Trainerfrage nicht gestellt", versicherte Heldt. Kritikern, die den Kopf des Coaches fordern, warf er vor: "Die haben keine Ahnung." Babbel macht sich keine Sorgen um seinen Posten: "Es ist kein Thema, dass Kritik aufkommt. Das andere kann ich eh nicht beeinflussen." Angesichts des sportlichen Sturzflugs selbst den Bettel hinzuschmeißen, kommt dem Bayern nicht in den Sinn. "Wenn ich merke, dass mir die Mannschaft nicht mehr zuhört, kann der Punkt kommen. Aber das sehe ich nicht so", sagte er.

VfB taumelt am Abgrund: "Lage ist katastrophal"

Allerdings droht den seit Wochen schwächelnden Schwaben in der Champions League gegen den FC Sevilla die nächste Schlappe. Spätestens dann dürfte die Diskussion über Babbel eine neue Dynamik bekommen. Aber der 37-Jährige traut seinen Schützlingen gegen die Andalusier eine Überraschung zu. "Wie sich die Mannschaft gegen Schalke präsentiert hat, gibt mir Zuversicht", sagte er.

Babbel und Heldt klammern sich bei ihrer Hoffnung auf ein Fußball- Wunder an den Aufwärtstrend gegenüber der jüngsten blamablen Heimpleite gegen Werder Bremen. Das auf sechs Positionen umgebaute und mit einem neuen System antretende Team startete gegen Schalke couragiert und engagiert. Auch nach dem überraschenden Rückstand durch Ivan Rakitic, der einen haarsträubenden Fehler des erneut überforderten Stefano Celozzi ausnutzte (24.), brach der VfB - anders als vor 14 Tagen - nicht ein und resignierte auch nicht.

Nachdem Cacau mit seinem ersten Erstliga-Treffer seit 724 Minuten der verdiente Ausgleich geglückt war (73.), brachte Ludovic Magnin mit dem zweiten individuellen Fehler den VfB wieder auf die Verliererstraße. Der Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi (76.) sorgte mit dem 2:1 für den Knockout. "Ich bin froh über den glücklichen Sieg", lobte der während der Partie immer wieder schimpfende Magath die Effektivität seiner Profis. Während der Coach mit Abwehr und Kampfkraft der "Knappen" zufrieden war, bemängelte er das Spiel nach vorn und fehlende Kreativität. "Das war bestimmt nicht unser bestes Spiel", räumte Heiko Westermann ein.

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