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FC Ingolstadt
30.10.2020

FC Ingolstadt: Großer Respekt vor dem untypischen Aufsteiger

Filip Bilbija ist mit dem FC Ingolstadt bei Türkgücü München zu Gast.
Foto: Roland Geier

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte tritt der FC Ingolstadt gegen Türkgücü München an. Warum FCI-Trainer Tomas Oral großen Respekt vor dem Gegner hat und dessen Entwicklung genau beobachtet.

Es ist ein bayerisches Duell, das es bisher noch nicht gab. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte ist der FC Ingolstadt am Sonntag (14 Uhr) bei Türkgücü München zu Gast.

„Wir stehen vor einer sehr interessanten Aufgabe gegen einen Aufsteiger, der kein typischer Aufsteiger ist“, sagt FCI-Trainer Tomas Oral über den kommenden Gegner. Türkgücü, das übersetzt „türkische Kraft“ bedeutet, wurde 1975 in München gegründet und ist einer von Hunderten von Migranten gegründeten Fußballvereinen in Deutschland. Nach vielen Auf und Abs in der Vereinsgeschichte startete der Klub in den vergangenen Jahren richtig durch. Binnen drei Spielzeiten gelang mit drei Aufstiegen der Durchmarsch von der Landesliga in die 3. Liga. Mäzen und Präsident Hasan Kivran möchte bis 2023 mit Türkgücü München sogar in die 2. Bundesliga aufsteigen. „Sie spalten die Nation“, sagt Oral, auch weil der Verein keine sportliche Heimat hätte. Die Partie am Sonntag findet im Grünwalder Stadion statt. Ein Heimspiel wurde im Olympiastadion ausgetragen, auch das Stadion in Würzburg ist als Heimspielstätte gemeldet. „Ich habe die Entwicklung dort sehr intensiv begleitet“, sagt Oral, dessen eigene Wurzeln „tief in der Türkei liegen, weswegen ich noch mehr darauf schaue.“

FC Ingolstadt: Respekt vor dem Gegner

Im Sommer krempelte Türkgücu seinen Kader um und holte mit Spielern wie Aaron Berzel (1860 München), Petar Sliskovic (MSV Duisburg) oder Tom Boere (KFC Uerdingen) drittligaerprobte Akteure. Allerdings müssen die Münchner gegen Ingolstadt mit Sercan Sararer (sechs Saisontore), der einst für den VfB Stuttgart und die SpVgg Greuther Fürth in der Bundesliga auflief, auf ihren wichtigsten Spieler verzichten. Er fehlt gelbgesperrt.

Dennoch hat Oral großen Respekt vor dem Gegner. „Sie besitzen vom Torwart bis zu den Stürmern über viel Erfahrung und haben spielerisch starke Spieler in ihren Reihen, die eigentlich in der 3. Liga nichts zu suchen haben.“ Mit neun Punkten sind die Münchner derzeit Tabellenzehnter, haben zudem noch eine Partie in der Hinterhand.

FC Ingolstadt: Elva fehlt gesperrt

Doch auch beim FCI stimmten zuletzt die Ergebnisse. Sieben Punkte gelangen in den jüngsten drei Spielen. Die Trainingswoche hat Oral genutzt, um seinem Team den nötigen Feinschliff zu verpassen. „Wir haben versucht, viele Sachen zu vermitteln, die wir in der Vorbereitungsphase nicht machen konnten“, so Oral. „Das Umschaltspiel in beide Richtungen muss ganz klar besser werden. Ansonsten haben wir an der Passschärfe und Passgenauigkeit gearbeitet.“

Personell kann der FC Ingolstadt auf einen unveränderten Kader bauen. Fehlen werden weiterhin Dennis Eckert Ayensa, Thorsten Röcher (beide verletzt) und der gesperrte Caniggia Elva.

Mögliche Aufstellungen

Türkgücü München Vollath – Park, Velagic, Berzel, Fischer – Kirsch, Erhardt, Laukart – Sijaric – Boere, Sliskovic.

FC Ingolstadt Buntic – Heinloth, Paulsen, Schröck, Franke – Keller, Gaus – Stendera – Niskanen, Kutschke, Bilbija.

Mitgliederversammlung

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat sich der Vorstand des FC Ingolstadt dazu entschlossen, die für November geplante Mitgliederversammlung auf das Frühjahr 2021 zu verschieben. Die Gesetzgebung wurde entsprechend angepasst, sodass eine Verschiebung auch im Hinblick auf die anstehenden Neuwahlen des Vorstands ermöglicht wurden. Der aktuelle bleibt somit bis zur Neuwahl im Frühjahr 2021 im Amt.

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