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FC Ingolstadt

11.10.2020

Hilflos in Köln: FC Ingolstadt verliert erneut

Unterlegen: Justin Butler (links), hier im Zweikampf mit Kyere Bernard, musste sich mit dem FC Ingolstadt bei Viktoria Köln mit 0:2 geschlagen geben.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit muss sich der FC Ingolstadt bei Viktoria Köln mit 0:2 geschlagen geben. Warum Sportdirektor Henke den DFB und die Konkurrenten kritisiert.

Tomas Oral hätte auf seine Mannschaft schimpfen können, deren schwache Darbietung bei der 0:2-Niederlage bei Viktoria Köln kritisieren können.

Doch Oral blieb ruhig und wählte bei Magenta Sport eine doch etwas überraschende Analyse. Die Pleite sei verdient, sagte er zwar, „weil Köln zwei Tore geschossen“ habe. Aber: „Insgesamt haben sich beide Mannschaften nicht viel gegeben.“ Sein Team sei „gut ins Spiel gekommen“ und habe die erste große Chance gehabt, hätte gut attackiert und sei durch „eine Unachtsamkeit“ in Rückstand geraten, meinte Oral. Was in seinen Aussagen untergeht, ist die zum Teil hilflose Leistung des FC Ingolstadt in den ersten 45 Minuten. Schlampige Abspiele, Passivität und schwache Zweikampfführung prägten da das Spiel der Schanzer. Als Beispiel dient das Tor zum Kölner 1:0, als ein simpler Doppelpass auf der Seite genügte, um die FCI-Abwehr auszuhebeln. Die Flanke von Marcel Gottschling verpasste Albert Bunjaku in der Mitte zwar knapp, doch Fabijan Buntic faustete den Ball unglücklich an die Schulter des Stürmers, von der die Kugel ins Tor kullerte (11.). Bunjaku wollte in der ersten Hälfte gar eine „überragende Leistung“ seines Teams gesehen haben, wozu der FCI sicherlich seinen Teil beitrug.

FC Ingolstadt fehlen drei Stürmer

Mildernde Umstände können geltend gemacht werden, da den Schanzern mit Stefan Kutschke und Dennis Eckert Ayensa – zusammen erzielten sie in der vorigen Saison 27 Tore – erneut die wichtigsten Stürmer verletzt fehlten, dazu Ilmari Niskanen wegen Verpflichtungen für die finnische Nationalmannschaft nicht zur Verfügung stand. Dennoch hätte in Hälfte eins mehr herausspringen müssen, als eine einzige Chance, die sich Justin Butler bot, der sich in einem Laufduell abdrängen ließ und verzog (3.). Nach dem Wechsel präsentierte sich der FCI aggressiver, hätte zunächst dennoch höher in Rückstand geraten können. Buntic parierte gegen Lucas Cueto (52.) und hatte Glück, dass Bunjaku freistehend einen Kopfball neben das Tor setzte (53.).

Etwas Schwung ins Ingolstädter Offensivspiel brachte die Einwechslungen von Marc Stendera (59.). Nachdem Butler in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig getroffen hatte (66.), hätte Caniggia Elva den Ausgleich erzielen können (67.). Dessen Kopfball lenkte Kölns Torhüter Sebastian Mielitz über die Latte. Als der FCI schließlich alles nach vorne warf, spielte Viktoria einen blitzsauberen Konter, den Cueto zum 2:0 abschloss (90.+3).

FC Ingolstadt: Dominik Franke muss verletzt vom Platz

Zu diesem Zeitpunkt mussten die Schanzer bereits zu zehnt agieren, da Dominik Franke verletzungsbedingt nicht weiterspielen konnte und das Wechselkontingent erschöpft war. Irgendwie passend, da FCI-Sportdirektor Michael Henke vor dem Spiel den DFB und die Ligakonkurrenz scharf kritisiert hatte, dass im Gegensatz zu anderen Ligen nur drei statt fünf Wechsel erlaubt sind. „Ich verstehe nicht, dass die 3. Liga so dumm ist“, meinte Henke. Auch Oral bezeichnete diese Entscheidung als „desaströs“. Durch das dichte Programm und mögliche Quarantänefälle seien Ausfälle nicht zu vermeiden. Mit seinem Team ging er an diesem Nachmittag milder ins Gericht.

Viktoria Köln Mielitz – Gottschling, Rossmann, Kyere, Handle – Klefisch, Klingenburg (69. M. Fritz) – Holzweiler (71. Risse), Wunderlich, Cueto – Bunjaku (74. Thiele).
FC Ingolstadt 04 Buntic – Paulsen, Antonitsch, T. Schröck, Franke – Bilbija, Krauße (59. M. Stendera), Gaus, Elva – Beister (59. Hawkins), Butler (70. Kaya).
Schiedsrichter Patrick Kessel (Nordheim) – Zuschauer 300 Tore 1:0 Bunjaku (11.), 2:0 Cueto (90.+3).

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