Newsticker

Koalitionsausschuss einigt sich auf milliardenschweres Konjunkturpaket
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball
  4. FC Ingolstadt
  5. Jeff Saibene: „Wir müssen alle Spieler hinterfragen“

FC Ingolstadt

28.02.2020

Jeff Saibene: „Wir müssen alle Spieler hinterfragen“

Zuletzt ein häufiges Bild: niedergeschlagene Spieler des FC Ingolstadt. Hier hadern (von links) Nico Antonitsch, Maximilian Beister und Patrick Sussek.
Bild: Roland Geier

Plus Nach drei Niederlagen fordert Trainer Jeff Saibene gegen Viktoria Köln eine Steigerung. Zuletzt fehlten ihm beim FC Ingolstadt Laufbereitschaft, Einstellung und Gier.

Es ist gerade einmal drei Wochen her, als die Stimmung beim FC Ingolstadt noch eine gänzlich andere war. Nach 13 ungeschlagenen Spielen belegten die Schanzer einen Aufstiegsplatz. Es folgten drei Niederlagen und der Sturz auf Platz vier. Die Wende soll nun im Heimspiel am Sonntag (13 Uhr) gegen Viktoria Köln gelingen. FCI-Trainer Jeff Saibene fordert eine deutliche Leistungssteigerung von seiner Mannschaft.

Stimmung „Nicht so gut“ sei die Stimmung derzeit, sagt Trainer Jeff Saibene. „Wir haben nach dem vergangenen Spiel Klartext gesprochen.“ Beim 0:3 in Rostock ( den Bericht finden Sie hier ) habe die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit „alles vermissen lassen“. Saibene : „Das fängt mit Laufbereitschaft und der Einstellung an, Zweikämpfe anzunehmen und Zweikämpfe zu gewinnen. Wir müssen die Gier haben, das ist die Basis. Außerdem haben wir uns viele dumme Ballverluste geleistet.“ Seine eigene Ansprache in der Trainingswoche habe er etwas verändert, sagt der stets ruhig und sachlich auftretende Trainer. „Ich muss mich an die Situation anpassen. Aber ich bin kein Typ, der eine Rolle spielt und sich komplett verändert.“

FC Ingolstadt: Probleme vorne und hinten

Defensive Siebenmal blieb der FC Ingolstadt in der Vorrunde ohne Gegentor, in den sechs Spielen der Rückrunde gelang dies bei zehn Gegentoren noch kein einziges Mal. Saibene sieht „verschiedene Gründe“ für die Schwächen in der Abwehr. Das Defensivverhalten fange zunächst bereits vorne an. „Dann bekommen wir Tore, die zu einfach sind. Die Gegner kommen zu leicht zum Abschluss. Im eigenen Strafraum sind wir zu lieb, da müssen wir konsequenter verteidigen.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Offensive Zweimal hintereinander erzielten die Schanzer keinen Treffer. Zudem erspielen sie sich kaum noch Chancen. Das Spiel nach vorne ist zu leicht zu durchschauen. Von Stefan Kutschke verlängerte lange Bälle landeten noch vor wenigen Wochen beim Mitspieler, jetzt beim Gegner. Vom System mit zwei Spitzen will Saibene vorerst aber nicht abrücken.

Veränderungen „Nach so einem Spiel muss man alle Spieler hinterfragen“, sagt Saibene offen. Kein Akteur habe die automatische Berechtigung, wieder in der Startelf zu stehen. Also auch Kapitän Stefan Kutschke , der bisher gesetzt war und seit neun Spielen auf einen Torerfolg wartet? Saibene setzt auf die Vaterfreude Kutschkes : „ Stefan ist diese Woche zum ersten Mal Vater geworden. Es lag eine Last auf seinen Schultern. Ich glaube, das befreit ihn.“ Für das Mittelfeld bietet sich etwa Maximilian Beister an. „Er ist nah dran, es liegt am System“, sagt Saibene , der Beisters Stärken im Zentrum, nicht auf der Außenbahn sieht. Auch Caniggia Elva, mit dessen Einwechslung es in Rostock „besser wurde“, wie Saibene sagt, ist ein Startelfkandidat. Ebenso könnte Maximilian Thalhammer auflaufen, der gestern wieder mit dem Training begonnen hat. Fehlen werden weiterhin Tobias Schröck , Gordon Büch und Thomas Keller.

FC Ingolstadt: Schneckenrennen um den Aufstieg

Schneckenrennen Der Aufstiegskampf im zwölften Jahr seit Bestehen der eingleisigen 3. Liga wird zum Schneckenrennen. Noch nie reichten am 25. Spieltag 44 Punkte zur Tabellenführung. Nur in der Saison 2011/12 gab es mit dem VfR Aalen (46 Zähler) einen ähnlich schwachen Spitzenreiter. 2011 stand Eintracht Braunschweig zu diesem Zeitpunkt mit 58 Punkten ganz oben. In der Aufstiegssaison 2009/10 hatte der FC Ingolstadt im Übrigen zum gleichen Zeitpunkt bereits 49 Punkte und damit acht mehr als heute. Damals wurden die Schanzer Dritter und schafften über die Relegation den Aufstieg.

Viktoria Köln Der Aufsteiger belegt derzeit mit 29 Punkten einen Abstiegsplatz. Zuletzt holte die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev sieben Punkte in vier Spielen, unter anderem ein 1:1 bei der SpVgg Unterhaching. Beim 0:3 im Hinspiel kassierte der FCI seine erste Saisonpleite. „ Köln will Fußballspielen und setzt auf offensive Außenverteidiger“, sagt Saibene.

Mögliche Aufstellungen

FC Ingolstadt Buntic – Ananou, Paulsen, Antonitsch, Kurzweg – Elva, Krauße, Beister (Thalhammer), Gaus – Kutschke , Eckert Ayensa.

Viktoria Köln Weis – Koronkiewicz, Lanius, Hajrovic, Carls – Saghiri, Klefisch – Lewerenz, Wunderlich, Handle – Bunjaku.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren