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FC Ingolstadt
16.01.2022

FC Ingolstadt verliert nach Torwartfehler in Heidenheim

Fehler beim Debüt: Dejan Stojanovic leistete sich beim Gegentreffer zum 1:2 einen Aussetzer. Mit dem FC Ingolstadt musste sich der Torhüter letztlich beim 1. FC Heidenheim geschlagen geben.

Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt muss sich mit 1:2 beim 1. FC Heidenheim geschlagen geben. Was die neue Nummer eins Dejan Stojanovic zu seinem Patzer sagt und wie Trainer Rüdiger Rehm die Torhüter-Hierarchie begründet.

Sein Debüt für den FC Ingolstadt hatte sich Dejan Stojanovic ganz anders vorgestellt. Die Schanzer hatten beim 1. FC Heidenheim gerade ausgeglichen, da ließ der Torhüter einen harmlosen 25-Meter-Schuss zum entscheidenden 1:2 passieren. Der FCI kam nicht mehr zurück, musste sich schließlich knapp geschlagen geben.

Stojanovic verkroch sich nach dem Spiel nicht, sondern stellte sich den Fragen der Medienvertreter. „Von außen sah es wie ein einfacher Ball aus und es war auch ein einfacher Ball“, sagte der Österreicher, den die Schanzer vom FC Middlesbrough ausgeliehen haben, ehrlich. „Den muss ich halten, das war mein Fehler. Es tut mir leid für den Verein und die Jungs, die alles gegeben haben.“ Man werde Stojanovic nicht an den Pranger stellen, sagte FCI-Torschütze Christian Gebauer. „Er weiß selber, was er angestellt hat. Wenn ein Torwart einen Fehler macht, ist es meistens ein Tor.“ Man gewinne und verliere aber als Mannschaft gemeinsam. „Er hat insgesamt ein gutes Spiel gemacht, den blöden Fehler ausgenommen“, sagte FCI-Trainer Rüdiger Rehm. „Dejan hat sich in der Kabine direkt bei der Mannschaft entschuldigt.“

FC Ingolstadt: Buntic steht nicht im Kader

Stojanovic hatte sich im Dreikampf um die Nummer eins beim FC Ingolstadt durchgesetzt. Die Entscheidung sei wegen dessen „Ausstrahlung und Sicherheit, die er der Mannschaft im Training gegeben hat, gefallen“, begründete Rehm. Außerdem kenne er die Situation aus dem vergangenen Jahr, als der Torhüter den Abstiegskampf mit dem FC St. Pauli meisterte.

War die Nominierung Stojanovics im Vorfeld zu erwarten gewesen, war es durchaus überraschend, dass die bisherige Nummer eins Fabijan Buntic im Kader fehlte und Robert Jendrusch auf der Bank saß. Dies sei aber nicht endgültig, so Rehm. Buntic habe die Entscheidung „härter“ als Jendrusch getroffen. „Der Frust ist brutal, wenn du deine Position verlierst.“ Daher habe er Buntic daheim gelassen. „Wir brauchen positive Stimmung auf der Bank und keine enttäuschte.“ Buntic habe aber gut auf die Degradierung reagiert, stark trainiert und müsse die Situation akzeptieren. Position zwei sei weiterhin völlig offen. Ein Abgang Buntics stehe jedenfalls nicht zur Diskussion. „Wir werden alle drei Torhüter brauchen, alle haben Qualität.“

Über Qualität verfügt auch der 1. FC Heidenheim, der sich durch den Sieg auf den dritten Platz verbesserte. Dennoch hätten die Ingolstädter das Spiel nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nicht verlieren müssen. Vor der Pause habe sein Team indes zu passiv agiert, meinte Rehm. „Wir haben nicht nacht vorne verteidigt, hätten die Heidenheimer Ballbesitzphasen früher unterbrechen müssen.“ Dennoch ließen die Schanzer nur eine Chance zu, die der Gastgeber prompt nutzte. Jonas Föhrenbach erhielt bei seiner Flanke zu viel Platz. Genauso der Ex-Ingolstädter Robert Leipertz, der freistehend einköpfte (30.).

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FC Ingolstadt gleicht aus

Das Tabellenschlusslicht kam verbessert und mit neuem Elan aus der Pause, spielte nun mutiger. Erst köpfte Gebauer noch vorbei (46.), dann traf er per Kopf nach einer Hereingabe von Marcel Gaus zum 1:1 (47.). Ingolstadt war im Spiel, dann patzte Stojanovic nach einem 25-Meter-Schuss von Tobias Mohr. Der Ball wurde zwar von Dominik Franke leicht abgefälscht, hatte aber kaum Druck. Der Keeper ließ ihn trotzdem unter seinem Oberkörper durchrutschen. (51.). Stojanovic verhinderte im Anschluss mit einer Fußabwehr gegen Jan Schöppner einen weiteren Gegentreffer (59.). Die FCI-Defensive schwamm, Heidenheim vergab eine Großchance zum 3:1. Der FCI-Torhüter war bereits geschlagen, Dzenis Burnic kam aus sechs Metern frei zum Schuss. Doch Franke warf sich in die Flugbahn und verhinderte auf der Linie den Gegentreffer (60.).

„Ganz wichtig war für mich die Reaktion nach dem 1:2“, sagte Rehm. „Andere brechen nach so einem Fehler auseinander, das war bei uns nicht der Fall.“ Somit kämpfte sich der FCI nach der kurzen Schwächephase ins Spiel und baute viel Druck auf. Heidenheims Torhüter Kevin Müller musste nach einem Distanzschuss von Merlin Röhl (79.) und einem Kopfball von Nils Röseler (82.) eingreifen und hielt den Heidenheimer Sieg fest. „Wir haben insgesamt ein gutes Auswärtsspiel gezeigt. Auf der zweiten Halbzeit können wir aufbauen“, meinte Rehm. Mit dieser Art und Weise, Fußball zu spielen, „können wir Gegner besiegen“. Auch Stojanovic gab sich kämpferisch: „Wir haben Qualität in der Mannschaft. Man sollte uns nicht abschreiben.“

1. FC Heidenheim K. Müller – Busch, Mainka, Hüsing, Föhrenbach (89. Siersleben) – Schöppner, Theuerkauf – Leipertz (78. Thomalla), Burnic (72. Kühlwetter), Mohr (89. M. Malone) – Kleindienst
FC Ingolstadt Stojanovic – Neuberger, Röseler, Antonitsch, Franke – Keller (60. Röhl), Sarpei – Gebauer (71. Pick), Gaus (71. Bilbija) – Kutschke, P. Schmidt (71. Eckert Ayensa)
Schiedsrichter Christof Günsch (Marburg) – Zuschauer 500 – Tore 1:0 Leipertz (30.), 1:1 Gebauer (47.), 2:1 Mohr (51.).

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