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Ein Hoch auf den Bauern Haaland

Glosse Von Milan Sako
28.01.2022

Lokomotivführer, klar. Pilot, logo. Beides wollen Kinder gerne werden. Aber Bauer? Erling Haaland hat ganz eigene Pläne für die Zukunft.

Früher wollten Buben noch ehrbare Berufe ergreifen. Postbote zum Beispiel, weil der den ganzen Tag mit dem Fahrrad herumgondeln darf. Oder Lokomotivführer, wie Lukas, und dann mit der dicken Emma Runden auf Lummerland drehen. Oder Starfighter-Pilot, ohne zu ahnen, dass die stählernen Vögel mal im Dutzend vom Himmel fallen sollten.

Heute haben die Jungs nur noch einen Traum: Fußball-Profi. Wie Ronaldo, wie Messi oder wie Kimmich. Mit ein bisschen Kicken Millionen scheffeln, dicke Schlitten fahren, viel Bling-Bling um den Hals und an jedem Finger eine Puppe. Und haben sie sich ihren Traum vom Profi erfüllt, bleiben sie dem Fußball-Kosmos treu. Wechseln auf die Trainerbank, den Managerstuhl oder in das Spielerberater-Büro.

Prognostiziert bald zurück zu sein: Star-Stürmer Erling Haaland vom BVB.
Foto: Bernd Thissen, dpa

Erling Haaland - eine Zukunft als Bauer?

Einer, der sich anschickt, zu einem der Giganten der Kick-Branche aufzusteigen, offenbarte in diesen Tagen völlig verrückte Zukunftspläne. Erling Haaland zieht es in eine Branche, die händeringend Nachwuchs sucht. Der Albtraum aller Verteidiger will in seinem norwegischen Heimatort als Bauer sesshaft werden. "Ich denke, ich werde eine kleine Farm haben, wenn ich mich in Bryne zur Ruhe setze", sagte der 21-jährige Stürmer von Borussia Dortmund in einem Interview des US-Fernsehsenders ESPN. Das muss man den Kids heute erst mal erklären. Die kennen den Agrarökonomen doch nur als Frauen suchenden Tolpatsch aus dem Unterschichten-Fernsehen. Wenn Narumol liebevoll fragt: pattdattarei? Dann grinst Bauer Josef zufrieden. So einen krassen Job will die Torjägermaschine ergreifen. Haaland träumt davon, einen Traktor zu fahren oder die Kühe zu füttern. Er sei sich ziemlich sicher, dass er einige Tiere haben werde.

Der Norweger hatte im Sommer 2020 auf Instagram ein Foto gepostet, auf dem er auf einem Traktor sitzt und dazu geschrieben: "Ich arbeite." Da könne man den Kopf freibekommen. Und mal nicht an das denken, an das gefühlt alle Buben zwischen fünf und 85 denken: an Fußball.

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