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Motorsport
21.06.2015

Spielberg bleibt in Rosberg-Hand: Sieg vor Rivale Hamilton

Mercedes-Pilot Nico Rosberg siegte in Spielberg.
Foto: Valdrin Xhemaj (dpa)

Ausgelassen hat Nico Rossberg die Wiederholung seines Vorjahressieges beim Großen Preis von Österreich genossen. Vettel verpasste das Treppchen nach einem verpatzten Boxenstopp.

"Das ist ein großartiges Gefühl, hier wieder zu gewinnen", sagte Rosberg bei der Siegerehrung. Mit einem 185-Meter-Startsprint und einer tadellosen Rennleistung beschleunigte Rosberg seine Aufholjagd damit wieder im WM-Kampf gegen seinen britischen Mercedes-Stallrivalen Lewis Hamilton.

"Nico hat einen fantastischen Job gemacht. Er war im Rennen schneller", lobte Hamilton anerkennend, wenn auch mit gequältem Lächeln die Leistung seines deutschen Kompagnons. Im WM-Klassement verkürzte Rosberg sechs Tage vor seinem 30. Geburtstag den Rückstand auf Hamilton auf nur noch zehn Punkte.

Schlechter Boxenstopp verhindert Podestplatz

Dritter bleibt hinter dem konkurrenzlosen Silberpfeil-Duo Sebastian Vettel, der nach einem völlig verpatzten Boxenstopp in Spielberg als Vierter hinter Felipe Massa im Williams das Podest knapp verpasste. "Es dauerte einfach länger als normal", meinte Vettel zum Reifenwechsel. In der Gesamtwertung hat Vettel bereits 49 Punkte weniger als Spitzenreiter Hamilton.

Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen wurde im achten WM-Lauf nach wenigen Metern in einen schweren Unfall verwickelt. Der Finne kam bei dem heftigen Crash mit Fernando Alonso im McLaren aber ebenso wie der Spanier mit dem Schrecken davon. Nico Hülkenberg gelang mit Rang sechs eine Woche nach seinem Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans das bislang beste Saisonergebnis.

"Verdient gewonnen"

Landsmann Rosberg setzte in Spielberg um, was er sich vorgenommen hatte. "Ich probier es, klar", kündigte der Vorjahressieger unmittelbar vor dem Start an. Gesagt, getan: Rosberg schnappte sich bis zur ersten Kurve seinen Teamkollegen. "Der Start hat mein Rennen schon klar gemacht", stellte Rosberg nach dem Rennen fest. "Nico war heute einfach der Bessere", betonte Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. "Er hat verdient gewonnen", meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff - wie Lauda kommt auch er aus Österreich.

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Hinter den beiden Silberpfeilen, die ihren 15. Doppelerfolg feierten, konnte Vettel seinen dritten Startplatz gegen Massa verteidigen. Mit Wut im Bauch wollte sich davor aber Hamilton nach der 45. Pole seiner Karriere in einem kuriosen Qualifying - bei seiner letzten Runde kam Hamilton vom Kurs in der ersten Kurve ab, danach patzte Rosberg in der letzten Kurve - die Führung zurückholen. Jegliche Manöver wurden aber erstmal umgehend unterbunden.

Nach dem Unfall der Ex-Weltmeister Räikkönen und Alonso kontrollierte das Safety Car zunächst das Rennen. Als Bernd Mayländer wieder in die Box fuhr, verteidigte Rosberg souverän seine Führung beim Restart gegen Hamilton. Vettel hielt sich auf Rang drei vor Massa und Hülkenberg, der sich später aber noch von Massas Williams-Kollegen Valtteri Bottas überholen lassen musste.

Die Hoffnungen von Ferrari, die Silberpfeile über die insgesamt 71 Runden auf der nur 4,326 Kilometer langen Strecke attackieren zu können, erfüllten sich wieder einmal nicht. Auf Rosberg fehlten Vettel schnell über sieben Sekunden. Aber auch Hamilton kam nicht ran an den Deutschen, der erstmals seit seinem Monaco-Sieg nach dem Taktikdesaster mit Hamilton wieder Führungsrunden sammeln konnte.

Strafe für Hamilton

Und dann das: Nach dem Reifenwechsel überfuhr Hamilton mit seinem Mercedes die weißen Linien bei der Boxenausfahrt - die Strafe folgte prompt. Die Rennkommissare ahndeten den Verstoß mit fünf zusätzlichen Sekunden. Rosberg, der die Führung ohnehin verteidigt hatte, konnte es nun gelassen angehen, obwohl ihm gegen Ende starke Vibrationen hörbar Sorgen machen. Sein Vorsprung auf den Briten betrug aber zusammengerechnet über zehn Sekunden.

Kämpfen musste Landsmann Vettel noch mal gewaltig, vor allem aber vergeblich. 13 Sekunden parkte der 27-Jährige aus Heppenheim beim Reifenwechsel. Hinten rechts hakte das Rad. Die Quittung: Vettel reihte sich hinter Massa auf Rang vier ein. Runde um Runde tastete er sich an den Brasilianer heran, vorbei kam der viermalige Weltmeister aber nicht mehr: "Wir waren nicht drei Sekunden schneller, deswegen ist das kein Kingergeburtstag vorbeizukommen." (dpa)

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