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Ford Focus: Von den Technikleiden geheilt

Bild: DPA

Berlin (dpa/tmn) - Was für VW der Golf ist, ist für Ford in Deutschland der Focus. Das Kompaktmodell tritt in der sogenannten Golf-Klasse gegen den ewigen Rivalen aus Wolfsburg an. Weltweit konnte er ihn schlagen, obwohl die erste Modell-Generation recht anfällig war.

Während der Focus den Golf hierzulande bei den Verkaufszahlen nie schlagen konnte, war der Kompakte von Ford 2000 und 2001 weltweit das meistverkaufte Auto. Eigentlich für den europäischen Markt konzipiert, feierte der Escort-Nachfolger auch in den USA Erfolge - trotz der vielen Mängel, die der ersten Modell-Generation laut ADAC-Pannenstatistik noch anhafteten.

Laut Statistik blieben viele Exemplare mit Dieselantrieb der Baujahre 1998 bis 2003 mit Defekten im Motorraum liegen. Oft war der Zahnriemen beschädigt. Bis 2004 quittierte nicht selten der Turbolader seinen Dienst. Den Benzinern wurden defekte Kraftstoffpumpen oder marode Kupplungen attestiert. Rückrufe gab es im Jahr 2000 wegen fehlerhafter Motorsoftware sowie defekter Airbagsteuergeräte. Ab dem Baujahr 2006 hat sich die Pannenquote allerdings deutlich reduziert.

Der Focus war von Anfang an ein "Weltauto", das mittlerweile an vielen Standorten gefertigt wird. 1998 kam der Kompakte in Europa auf den Markt, zwei Jahre später in den USA. Die klassische Karosserie ist die Fließheckvariante, wahlweise als Drei- oder Fünftürer. Im Angebot ist seit 1999 der Kombi namens Turnier. Die Stufenheckversion wurde 2001 wieder eingestellt. 2004 folgte die zweite Focus-Generation. Für Anfang 2011 ist die dritte Generation geplant.

Die Motorisierung bildet das für einen Kompakten passende Spektrum ab. Im Focus arbeiten je nach Baujahr und Generation Aggregate, die zwischen 55 kW/75PS und 107 kW/145 PS leisten. Stärkere Motoren treiben die Modelle mit den Kürzeln ST170 (127 kW/173 PS) oder RS (166 kW/225 PS) an. Die Dieselversionen leisten zwischen 55 kW/75 PS und 100 kW/136 PS. Seit 2008 ist auch eine Flexifuel-Variante im Angebot, die Benzin-Alkohol-Gemische als Treibstoff zulässt.    

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt fallen für einen der ältesten Focus-Modelle von 1998 mit 55 kW/75 PS starkem Otto-Motor laut Schwacke-Liste rund 2200 Euro an. Für den gut ausgestatteten 1,6-Liter-Benziner Ti-VCT Ghia mit 85 kW/115 PS von 2005 sind noch etwa 8200 Euro zu zahlen. Einen Selbstzünder aus dem Jahr 2004 mit 1,8 Liter Hubraum und 85 kW/115 PS führt die Liste mit 5800 Euro. Mit 14 200 Euro schlägt ein Focus 2.0 TDCI DPF Ghia mit Partikelfilter von 2009 zu Buche.

Erst wenn durch Nebel die Sichtweite unter 50 Meter liegt, dürfen Autofahrer inner- und außerorts zusätzlich die Nebelschlussleuchte anstellen.
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