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Mobilitätsviereck
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Auf Straße und Schiene hat sich viel bewegt

Die Autobahn ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft in der Region.
Foto: Alo Hirblingen

Das Fernstraßen-Viereck A8, A7, A96 und B17 zählt zu den Top-Logistikstandorten in Deutschland. Diese Entwicklung soll mit weiteren Maßnahmen gestärkt werden.

Entlang dieser 220 Kilometer ist eine besonders hohe Zahl an Logistikunternehmen sowie den dazugehörigen Dienstleistern ansässig. Sie schätzen die vorhandene Infrastruktur, die geografische Lage zwischen München und Stuttgart, die florierende Wirtschaft, ein faires Kostengefüge und das regionale Logistikmanagement. „Die Klagen über die Verkehrsanbindung sind weniger geworden“, konstatiert Peter Stöferle, Leiter des Geschäftsfeld Handel, Verkehr und Logistik bei der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK).

Die positive Entwicklung lasse sich anhand vielerlei Maßnahmen ablesen: der sechsspurige Ausbau der A8 zwischen Augsburg und München (Deutschlands erstes Public-private-Partnership-Projekt) sowie Ulm und Augsburg, die vierspurige B2 oder der kreuzungsfreie, vierspurige Ausbau der B17. Die A96 wurde ebenso fertiggestellt wie Teile der A7.

Punktuelle Verbesserungen nötig

Um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein, benötigt unsere Region punktuelle Verbesserungen. „Bereits heute ist die B17 auf Höhe von Augsburg an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Um eine stauarme Nord-Süd-Verbindung zu gewährleisten, ist die sogenannte Osttangente Augsburg unumgänglich“, sagt Stöferle. Dringend ausgebaut werden müsste auch die B16 zwischen Günzburg und Donauwörth. „Auch die A7 im Abschnitt südlich von Hittistetten bis Memmingen müsste um eine Spur je Fahrtrichtung erweitert werden.“ Zuversichtlich blickt Stöferle auf das Projekt der durchgehenden Vierspurigkeit auf der B12 zwischen Jengen/Buchloe und Kempten. „Nicht zu vergessen ist die B300, Ortsumfahrung Diedorf.“

Auf der Schiene sei eine Optimierung des Fahrplans wünschenswert. Der Verbindung zwischen Ulm und Augsburg sowie Donauwörth-Augsburg-München gehöre zu den europäischen Hauptstrecken im Güterverkehr. Seit Längerem sei ein neues Containerterminal am Güterverkehrszentrum (GVZ) Augsburg geplant. Es soll nach dem Vorbild des GVZ Ulm-Dornstadt realisiert werden. Letztere erweiterte seine Kapazität von 20 000 Container jährlich auf 100 000 Container. Zukünftig sollen hier pro Jahr 300 000 Container abgewickelt werden. „Der Bedarf ist vorhanden“, meint Stöferle. Experten gehen davon aus, dass bis ins Jahr 2030 der Verkehr auf Deutschlands Straßen um 40 Prozent zunimmt. Das bedeutet zwangsläufig auch mehr Lastkraftwagen auf der Straße. Beim kombinierten Verkehr auf der Schiene rechnet man sogar mit einem Wachstum von 80 Prozent.

Straßenanbindung und Breitbandausbau im Vordergrund

Was bedeutet das für die rohstoffarme Region Bayerisch-Schwabens mit ihrer arbeitsteiligen Wirtschaft? Peter Stöferle: „Bereits heute veredeln wir viele Vorprodukte - das wird auch in Zukunft so bleiben. Deshalb steht die verkehrliche Infrastruktur, insbesondere der Straßenanbindung, ebenso im Fokus der Unternehmen wie der Breitbandausbau.“

Ein Anfang ist gemacht. Jetzt heißt es die Weichen für morgen und übermorgen zu stellen. Für die Logistikbetriebe in der Region, für die in der Branche tätigen Arbeitnehmer und deren Familien und für die Betriebe, die unabhängig von ihrer Größe von den Verkehrsadern abhängig sind. Damit unser Alltag funktioniert und Güter wie Personen sicher, unfallfrei und möglichst ohne Stau und größere Umwege von A nach B kommen.

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