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Vorsicht vor verliebten Rehen auf der Straße

Bild: DPA

Hamburg (dpa/tmn) - An schwülwarmen Sommertagen ist die Gefahr von Wildunfällen besonders groß. Vor allem wenn Gewitter in der Luft liegen, geraten die Hormone der Rehe in Wallung. Mit Fieptönen und einem Duftsekret locken die weiblichen Tiere männliche Partner an.

"Die Böcke nehmen dann blindlings die Verfolgung auf", erklärt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. Kreuzen die Tiere liebesblind eine Straße, kann es für Autofahrer gefährlich werden.

Auf der Hut sein sollten Kraftfahrer gerade in Bereichen, in denen Schilder vor Wildwechsel warnen. Taucht ein Reh nahe der Fahrbahn auf, seien weitere Tiere meist nicht weit, warnt Münchhausen. Nach einem Zusammenstoß muss die Unfallstelle gesichert und die Polizei gerufen werden. Die Beamten informieren den zuständigen Jäger oder Förster. Münchhausen warnt davor, verletzte Wildtiere anzufassen: Geraten sie in Panik, bestehe für Menschen ein hohes Verletzungsrisiko. Auch könnten sie sich mit Krankheiten infizieren.

Flüchtet ein verletztes Wildtier von der Unfallstelle, sollten Autofahrer sich die Richtung merken. Der Jäger kann das Tier dann mit einem Hund aufspüren und von seinem Leiden erlösen. Tote Wildtiere in den Kofferraum zu packen und mitzunehmen, ist verboten.

Laut der Deutschen Wildtier Stiftung hat es im vergangenen Jahr in Deutschland eine Viertelmillion Wildunfälle gegeben. 27 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, rund 3000 wurden verletzt.

Erst wenn durch Nebel die Sichtweite unter 50 Meter liegt, dürfen Autofahrer inner- und außerorts zusätzlich die Nebelschlussleuchte anstellen.
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